Willkommen im Forum des Rahel e.V.

Ihr Moderator ist Ute-Maria Meiser




Seite zurück |Zurück zur Homepage| Nächste Seite


Ebene 0  Einträge: 92 | Aktuell: 65 - 46Neuer Eintrag
 
65


Name:
Lisett (lisettmarcel@gmx.de)
Datum:Mi 21 Okt 2009 09:08:31 CEST
Betreff:Abbruch
 

Hallo ihr lieben,
Ich bin 25 jahre und ich habe am 30 november 2007 einen ssw abbruch gehabt... bin mutter von 3 kindern und ich muss sagen ich bereue es so sehr ich habe gestern im netz viedeos von einer abtreibung gefunden und ich war geschockt..... am meisten war schlimm für mich wo ich das viedeo gesehen habe es heist das ist ein brief an dich..... nu der gedanke lässt mich heulen.... ich habe es gemacht6 weil es mir so schlecht ging ich konnte kaum laufen musste nur brechen mir tat schon richtig der bauch weh und ich hatte aber noch 2 kinder zu versorgen.... also war es für mich das beste hätte ich vorher solche bilder gesehen hätte ich es nicht gemacht..... ich zünde jedentag eine kerze für das kleine an..... ich habe solche großen schuldgefühle..... ich habe nicht mal ein bild von ihm.... heul....
an dem tag wo ich bei meiner ärztin war da hat sie mir noch gesagt weil ich so gewint habe (wir können ja später noch mal eins machen) das waren die worte die ich davor gehört habe..... ich hoffe das kleine kann mir verzeihen.... ich habe keine ahnung ob es irgendwann besser wird oder ob ich für immer solche gefühle haben werde..... ich finde es tragisch das sich soviele frauen in solch einer situation befinden.... ich bin heute wieder schwanger in der 5ssw aber ich muss sagen dieser gedanke abbruch kam mir garne in den kopf egal was wird es kommt ...... mein mann hat gestern auch dieses viedeo gesehen und selbst er fing an um unser kleines zu weinen er sagte wie konnten wir sowas zulassen????? er hat gestern zum ersten mal verstanden was in mir 2 jahre schon vorgeht.... es ist schlimm wenn man nicht darüber reden kann und man niemanden hat der einen versteht....
so liebe leute jetzt kennt ihr meine geschichte und ich muss sagen ich habe am anfang mit mir gekämpft aber hier sind ja gleich gesinnte


Liebe grüße

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (4)
 
64


Name:
Tini (@DSC_Arminia@web.de)
Datum:So 04 Okt 2009 23:46:00 CEST
Betreff:Meine Geschichte
 

Weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
Ich bin 32 Jahre alt, habe 2 Kinder(Mädchen 7 Jahre und Junge 2 Jahre) und bin verheiratet.
Meine Geschichte beginnt Ende Juli 2009.
Mir fiel es schwer zu realisieren, das ich evtl. schwanger sein könnte. Aber als dann die Regel ausblieb, war mir klar, da stimmt was nicht.
Ich sprach mit meinem Mann. Für ihn war schnell klar, das wir uns kein 3. Kind leisten können. Unser kleiner ist sehr anstrengend, vermutlich auch hyperaktiv und schläft nachts schlecht. Also stand auch für mich schweren Herzens die Abtreibung im Raum. Mein Mann sagte, er hält zu mir.
Hab mir nen Termin bei meiner Ärztin geholt und mit ihr gesprochen. Mußte dann aber noch ne Woche warten, da sie auf dem Ultraschall noch keine SS feststellen konnte. Diese Woche war ein reine Qual für mich. Dann hatte auch noch mein Kleiner seinen 2. Geburtstag. Einen Tag nach dem Geburtstag dan der nächste FA Termin mit Ultraschall. Es war eine intakte SS.
Meine Ärztin machte dann einen Gesprächstermin in der Klinik. Dieser war auch schon 2 Tage später. Dieser Termin war die reinste Hölle. Kam mir vor weie ein stück Vieh beim Ultraschall. Und dann hatte ich noch meinen Sohn im Buggy daneben sitzen, weil keiner da war der auf ihn aufpassen konnte.
Und dann wurde der Termin festgelegt. Am 21.August sollte ich um 7 Uhr da sein.
Am 18. August wurde dann noch meine Tochter eingeschult. Da niemand aus der Familie etwas mitbekommen sollte, schlief unsere Große dann vom 20.08. auf den 21.08. bei ihrer Freundin. Der Mutter erzählten wir ich hätte eine Zyste, die mir ambulant entfernt wird. Das erzählten wir dann auch unseren Familien.
Mein Mann brachte mich dann am 21.08. zum KH, hielt an der Tür und fuhr weg, weil er unseren Kleinen betreuen mußte.
Um 7 Uhr war ich dann da. Und erfuhr das ich um 10.30 Uhr erst dran bin. Eine lange Zeit. Ich lag im Bett, dachte nach und sah fern.
Doch um 9 Uhr wurde ich abgeholt. Und gegen 9.45 Uhr wurde die Narkose gesetzt. Um 10.30 Uhr wurde ich wieder wach. Ich fühlte mich leer, konnte aber nicht weinen.
Gegen 14 Uhr kamen mein Mein und mein sohn auf Station und holten mich ab.
Alle diese Wege hab ich alleine gemacht. Mein Mann hat mir nicht zur Seite gestanden.
Ich kann noch immer nicht mit ihm reden. Bisher mit niemanden. Würde gerne mit ihm reden. Doch zur Zeit sind öfter Meinungsverschiedenheiten zwischen uns.
Wir schlafen zwar wieder miteinander, aber es ist nicht mehr da was es mal war. Ich mag ihn nicht mehr verführen. Und irgendwie empfinde ich auch nichts mehr beim Sex.
Nun kommt alles raus, was ich in mich reingefressen habe. Es tut so weh. Während ich dies hier schrieb mußte ich zum ersten Mal weinen!

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (4)
 
63


Name:
Tanja (stellacadente1987@hotmail.de)
Datum:Mo 21 Sep 2009 21:03:13 CEST
Betreff:Schwangerschaftsabbruch
 

Hallo ihr lieben,
auch ich möchte meinen Beitrag zu diesem Thema niederlegen.. Einfach weil ich grad das Verlangen danach habe, alles niederzuschreiben ..
Mein Schwangerschaftsabbruch war am 14. Januar 2009. Das hört sich jett lang her an, aber ich habe immer noch damit zu kämpfen.
Als ich beim Frauenarzt war und mir dieser sagte, dass ich Schwanger bin, war ich ebreits in 8. Woche. Zu Hause redete ich mit meinem Freund. Er sagte mir zwar, dass egal wie ich mich entscheide, er bei mir bleibt, machte mir aber auch bewusst, dass der Zeitpunkt gerade ziemlich unpassend war. Wir hatten gerade erst unseren Sonnenschein bekommen, der zu dem Zeitpunkt gerade mal 5 Monate alt war.. Ich machte mir viele Gedanken, hatte schlaflose und Tränen volle Nächte hinter mir.. Wie würde es aussehen im August, wenn der/die kleine zur Welt kommt.. Luca wär da gerade mal 1 Jahr.. Mein Freund kaum zuhause, weil er beruflich sehr eingeschränkt ist. Würde ich Luca da noch gerecht werden? Ich hatte Angst davor, das ich ihm nicht mehr meine ganze Liebe schenken würde, ich seine schönsten Phasen, seine ersten Schritte usw. nicht bewusst wahr nehmen kann und dann war da noch mein Freund, der eigentlich sowieso dagegen war.. Andererseits wollte er Luca auch nicht und liebt ihn jetzt abgöttisch.. Ich hatte gehofft, mit meiner Mutter darüber sprechen zu können, doch auch sie zählte mir nur die negativen Seiten auf, die passieren würden, wenn ich das Kind bekommen würde.
Am 14. Januar war es dann soweit.. Wir fuhren in die Klinik, und wurden erst sehr freundlich empfangen.. Mein Termin war um 7.00 Uhr, doch kam ich erst nach 2 Stunden Wartezeit dran.. Diese Zeit waren die Hölle für mich.. Ich saß im Wartezimmer, hörte die anderen reden, die auch einen Abbruch vornehmen wollten, für die alles so selbstverständlich war.. und mir liefen nur die Tränen.. Mir kam es vor wie an so einem Fließband.. alle paar Minuten wurde eine andere aufgerufen.. Ich konnte nicht mehr.. Schießlich war ich dran.. Der Arzt kam zu mir und besprach mit mir sein Vorhaben.. Doch so wirklich bekam ich nichts mehr mit.. Ich weinte und weinte und der Arzt fragte mich ob, ich diesen Schritt wirklich gehen will.. ich sah die Augen meines Freundes und tat es.. Als ich dann auf dem Op-Tisch lag und die Schwester mir die Narkose verpasste, wollte ich alles hin schmeißen.. doch es war zu spät.. als ich aufwachte war ich allein.. Ohne meinem Kind und ich weinte immer noch.. Innerhalb weniger Minuten, hatten sie es mir genommen.. Und ich hatte keine Kraft besessen, mich dagegen zu währen.. Die anderen Frauen im Aufwachraum redeten miteinander als wären sie gerade bei der Kosmetikerin.. Nur mir ging es schlecht.. Noch nicht mal mein Freund durfte zu mir.. Ich musste warten, bis sie mich entließen, bis ich ihn in die Arme schließen konnte..
Dieses Erlebniss geht mir immer noch sehr nahe.. Ich habe immernoch Abende an denen ich nur weine und mich alleine fühlen.. Mit wem sollte ich reden?? Mit meiner Familie, die alle denken ich hätte es verkraftet? Die von Anfang an gesagt haben, dass eine Abtreibung das Beste wäre?? Mit meinem Freund?? Der sagt, er würde mich verstehen, es aber letztendlich doch nicht tut, weil er keinen blaßen Schimmer von dem hat, was in mir vorgeht??? Mich doch nur in den Arm nimmt und sagt, das kriegen wir schon hin und es wird schon??
Nein, nichts wird.. Ich habe mein Kind verloren !!!!

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (4)
 
62


Name:
nici (nicithi@gmx.de)
Datum:Do 27 Aug 2009 19:07:38 CEST
Betreff:gehen viele männer nach einem abbruch??
 

hallo!

auch ich habe "ES" getan - am 15.04. hatte ich einen schwangerschaftsabbruch. mein freund und ich waren zu dem zeitpunkt 4 monate zusammen und gerade frisch von unseren ehepartnern getrennt. auf beiden seiten jeweils bereits 3 kinder - also 6 zusammen! ich habe beruflich gerade wieder fuß gefaßt - er ist finanziell ziemlich angeschlagen - "ES" war eine vernunftsentscheidung, die ich mir auf der gefühlsebene wohl nie verzeihen werde...
mir fehlt mein kind - ich wäre JETZT im 6. monat - wo ist mein bauch, der runder wird - wo bewegt sich etwas in mir - wo ist der mann, der vater werden sollte????
mein partner hat versprochen "hinter" mir zu stehen - er hat beruflich einen evangelischen hintergrund und ist pädagoge - er ist NICHT mit gegangen am 15.04. - ich bin mit meiner freundin gefahren und habe es alleine schaffen müssen...
danach haben wir uns zwar irgendwie gefangen, aber ich habe mich - unbewußt - immer seltsamer verhalten.... bis ich begriffen habe, dass mein abweisendes und verschlossenes verhalten auf den schwangerschaftsabbruch zurückzuführen ist, war die beziehung schon beendet - ich habe die steilvorlage geliefert und er ist gegangen....
auch nachdem ich mich ihm erklärt habe, lehnt er jeden kontakt mit mir ab - er sagt, ich bin nicht die richtige und er will sich neu verlieben...
ich habe mein kind verloren und den partner dazu - wahrscheinlich musste alles so kommen, aber es zerreißt mir das herz, weil ich das gefühl habe ohne IHN den abbruch nicht wirklich verarbeiten und vergeben zu können - und das muss ich wohl, um weiterleben zu können....
würde mich freuen, wenn jemand ähnliches erlebt hat und mir raten oder helfen kann....
l.g. nici

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (4)
 
61


Name:
kaja (home@llooll.de)
Datum:Mo 27 Jul 2009 18:30:29 CEST
Betreff:Mein geliebtes und doch verstoßenes Kind
 

Hallo zusammen,

mein Name ist Kaja und ich bin 39 Jahre alt. Inzwischen bin ich Mutter von vier wundervollen kindern. Lisa geb 13.11.1988 / Sina geb. 31.10.2003/ Louis geb. 22.12.2005 und kiano geb. 16.10.2008.

Zu meiner Geschichte: (1993)

Ich war 23 Jahre alt, verheiratet und Mutter einer 5-jährigen Tochter. Ich hörte des damals oft, dass frau doch mal einen 1/2jährige Pillenpause machen sollte. Da könne sich der körper mal von den ganzen hormonen befreien. Gut, das ksichlang plausibel und da wir damals auch nicht so viel Geld übrig hatten, setzte ich einfach die Pille ab. Ich bin vor lisa nicht gerade schnell ss geworden und so hab ich auch garnicht großartig über verhütung nachgedacht. Mein Ex-mann schon mal garnicht.

Es dauerte dann auch ca. 6monate, als mich so ein komisches Gefühl beschlich … Irgendwas sagte mir, mach doch mal einen SS-Test. (da ich keinen Regelkalender führte, wußte ich auch garnicht wann ich meine Regel hätte bekommen müssen etc) Der Test, den ich gleich geholt hatte und gebraucht hatte, zeigte an: SCHWANGER. Ich war geschockt… bin zu meinem Ex-mann auf Arbeit und hab ihm gesagt, dass ich schwanger sei. Er war sehr geschockt und erklärte mir auch gleich, dass er das kind nicht haben möchte. Wir hatten eine Tochter und das reichte.

Ich stand kurz vor meiner IHK-Prüfung zur Bürokauffrau (hatte nach meiner Tochter noch einen zweiten Beruf gelernt) und wollte gerade beruflich fußfassen. Alles drehte sich. Ich hatte Angst …. Mein Mann stellte mich vor die Entscheidung: „das kind oder ich“! Wenn Du das kind behälst, bin ich weg!! Was sollte ich tun???? Ich hatte solche Angst.. Alleine mit zwei kindern??? Zwei jahre schule und dann doch keine berufliche Zukunft… wer nimmt mich mit zwei kindern.. alleinstehend???

Meine Frauenärztin hatte US machen müssen, um zu sehen wie weit ich bin. (ich konnte ihr ja nicht mal sagen wann ich meine letzte Periode hatte) Sie druckte ein US bild aus und zeigte mir mein kind… ich konnte die kleinen Ärmchen und Beinchen sehen. Keine ahnung wie weit ich wirklich war. Ich muss aber schon recht weit gewesen sein. Das weiß ich jetzt!!! Es wurde dann ganz schnell ein Termin für einen Abbruch in einer Tagesklinik gemacht und ich ließ mir mein kind nehmen. Anfangs war ich recht froh alles hinter mir zu haben.. Ich habe dann oft von meinem kind geträumt, habe es mir vorgestellt, habe geweint und es vermisst.

Von jahr zu jahr wird mein schmerz größer!!!!!! Ich vermisse mein kind…… ich fühle mich sooo schuldig. Es ist ein großer schmerz in mir der NIE vergeht. Ich trage so schwer an meiner Schuld!!! Manchmal kann ich es kaum ertragen.. Ich hoffe, mein Kind kann mir verzeihen. Hätte ich doch einfach gekämpft, mich durchgesetzt. ABER nein… ich habe mir mein kind rausreißen lassen.

Wie gern würde ich alles rückgängig machen und es im Arm halten… ich konnte es nie halten, stillen und liebkosen… ich war feige und schwach. Manchmal denke ich, es ist richtig das ich leide. Ich habe es nicht besser verdient!!!!

Ich habe jetzt vier tolle kinder und doch trage ich so viel schmerz in mir, dass ich manchmal glaube, daran zu zerbrechen.

Liebes kindlein, verzeih mir!!!! Verzeih mir, verzeih mir.. ich könnte es stundenlang laut in die Welt schreien!!!!! Ich muss oft still und leise weinen. Es soll niemand hören und sehen. Ich spreche mit niemanden darüber. Fühle mich schlecht…. Ich habe etwas unverzeihliches getan und habe kein Recht auf Trost. Wer hat mein kind getröstet als es aus mir gerissen wurde??? Einfach so, auf einmal war alles vorbei. Gerade noch wohl behütet im Mutterleib und plötzlich zerrissen…… Zerrissen!!! Ich habe immer wieder diese Bilder vor Augen… Da kommt so ein schlauch und zerfetzt mein kind in stücke. Warum, hab ich das zugelassen??? Es gibt keine Entschuldigung, kein Verzeihen.. es gibt nur die Schuld. Die habe ich zu tragen, Tag ein Tag aus. Genauso ist es richtig.

Ich bedanke mich, dass ich meine Gedanke hier niederschreiben durfte. Den schmerz macht es nicht erträglicher, aber ich konnte meine Gedanken einfach mal mitteilen.

Danke dass es diese Form der Äußerung gibt.

Traurige Grüße

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (4)
 
60


Name:
yvonne (@yvi.jpfm@web.de)
Datum:Mi 27 Mai 2009 21:58:53 CEST
Betreff:5 jahre später tut es immernoch weh
 

ach 5jahren tut es immernoch weh


es war der 27.04.2004 als ich zur routineuntersuchung zum frauenarzt musste. es war ein schöner tag; warm und die sonne schien. ich hatte mittagspause und ging schnell rüber zur meiner frauenärztin. als sie mich untersuchte sagte sie nur "oh glaube wir müssen mal rüber ins andere zimmer.." ich wusste sofort, was sie mir gleich sagen würde. und so war es auch.. sie sagte" herzlichen glückwunsch, sie sind schwanger. schon ziemlich weit. also kommen sie montag vorbei um sich den muttterpass abzuholen"
in mir brach alles zusammen, ich und ein kind?? wie sollte das gehen?? ich war noch in der probezeit und mit meinem freund lief es auch nicht gut.. mehr als schlecht um ehrlich zu sein...ihm ist öfters mal die hand ausgerutscht... auch verbal ging es immer heiss her...
ich verlängerte meine pause und ging nach hause, um mit ihm zu reden... immerhin war es schon zu spät, um abzutreiben. auf dem weg nach hause wurde mir einiges klar.. die übelkeit, die ich für eine magenverstimmung hielt, die unterleibschmerzen. doch ich hatte verhütet. wie konnte das sein?? ich hatte die ganze zeit meine periode bekommen, die schwangerschaftstest waren alle negativ.. alle 3... doch dann machte es klick... ich war im januar im krankenhaus.. die medikamente habe die wirkung der pille beeinflusst.. wie konnte ich das damals vergessen haben??
in meinem kopf herrscht ein krieg zwischen muttergefühlen und dem gefühl es nicht zu wollen... mein freund machte mir die tür auf und fragte warum ich weinen würde,,, weinte ich?? das habe ich nicht mitbekommen.. ich war so verwirrt.. also fackelte ich nicht lange und sagte, dass ich schwanger bin und das schon ziemlich weit.. anstatt mir zu sagen, dass wir das schon schaffen, sagte er mir, dass er mit seinem vater alles klärt und wir nach holland fahren... ich dachte ich höre nicht richtig...
den ganzen restlichen tag auf der arbeit sah ich nur das ultraschallbild vor mir. es hatte arme, beine man sah das es ein baby ist...
abends zu hause waren seine eltern da und alle redeten auf mich ein, dass es zu früh für uns ist ein kind zu bekommen... doch bitte wann ist man alt genug ein kind zu bekommen??? ich lag dann abends in der wanne streichelte mein bauch und weinte.. weinte, weil ich nicht stark genug war es alleine durchzuziehen,, weinte weil ich es schon liebte und es doch nicht bekommen konnte,
montags bin ich zum arzt und sagte, das ich es nicht bekommen könnte, ich adressen von holland bräuchte, sie rechnete nochmal genau nach und sagte es geht noch hier, doch dann müsste alles ganz schnell gehen,,,
am nächsten tag hatte ich einen Termin bei pro famillia. dort ging alles ganz schnell.. niemand hatt versucht mich davon abzubringen,,

donnerstags kam ich ins krankenhaus.. dort bekam ich tabletten, damit die gebärmutter anfängt zu arbeiten,,,mir ging es so schlecht, den ich wollte das nicht doch damals dachte ich, ich hätte keine andere wahl..
freitags kam ich um halb zwölf in op.. man sagte es dauert nicht lange..
um halbdrei bin ich im aufwachraum wieder zu mir gekommen.. mir ging es hundselend.. mich schauten mehrere besorgte gesichter an.. ich wusste sofort das irgendwas nicht stimmte. doch niemand sagte was..

oben im zimmer brach mein freund in tränen aus so schlimm sah ich aus.. ich hatte 1,5 liter blut verloren und wäre fast gestorben... die blutkonserven standen schon bereit und waren immernoch für mich reserviert,,.sie hätten mir beinahe die gebärmutter entfernt... ich wusste sofort, dass ich ein riesen fehler gemacht hatte... doch nun war es weg.. ich hatte mein baby getötet... wie konnte ich nur...

als ich auf toilette wollte, bin ich zusammen gebrochen... das blut schoss aus mir raus... sie brauchten 3 pfleger um mich wieder ins bett zu bringen,,

ich fühlte mich leer,,, es tat so weh..

nach 2 tagen hörten die blutungen auf.. ich dacht, das wäre gut. doch falsch gedacht -- es sammelte sich in der gebärmutter, es konnte zur blutvergiftung führen... sie wollten nochmal operieren.. die gefahr, dass ich wieder so viel blut verlieren würde war gross.. doch sie versuchten das blut mit tabletten raus zu bekommen..
was zum schluss auch funktionierte... gott sei dank..
ich lag knapp 2 wochen im krankenhaus... danach war ich noch über eine woche zu hause...

ich habe kaum was gegessen und nur geweint.. zum schluss habe ich bei einer grösse von 165 cm nur 47 kg gewogen

ich weinte um mein baby und mein freund ging feiern.. ihm war es egal.. es war weg und gut..

nen halbes jahr später trennten wir uns..

das erste jahr danach bin ich total abgestürzt... falsche leute usw...mir war alles egal--- mein leben war mir egal..

dann vor gut 4 jahren bin ich da hin gezogen wo ich noch heute lebe... ich habe von vorne angefangen.. neuer job, neue freunde, neues leben...

bis heute tut es mir weh fünf jahre danach und der 30.04. ist nach wie vor ein harter tag die erinnerungen tuen weh..

es gibt gott sei dankmittlerweile zeiten da denke ich gar nicht mehr daran... doch jedesmal wenn ich kinder in dem alter sehe tut es weh... wie würde mein kind aussehen??

ich liebe mein jetziges leben, aber mir verzeihen kann ich noch nicht,,,
ich sage mir immer, dass ich richtig gehandelt habe... doch die frage, was wäre wenn lässt sich leider nicht beantworten.......

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (5)
 
59


Name:
BineWolf (@SabineSchreiber78@web.de)
Datum:Mi 27 Mai 2009 15:21:15 CEST
Betreff:immer noch Schuldgefühle...
 

Hallo, ich heiße Sabine bin 31 Jahre alt und hatte im Oktober 2007 einen Abbruch. War damals mit einem Mann zusammen, der nur Sex von mir wollte, ich glaubte aber an eine Beziehung. Habe mir immer Kinder und Familie gewünscht. Dann war ich plötzlich schwanger. Habe mich erstmal einfach nur gefreut. Als ich es ihm sagte, hat er ganz anders reagiert als erwartet. ERstmal zumindest. Er war sehr ruhig und lieb und hat so getan als würde er mit mir überlegen, was wir machen. Ich habe schon von Heirat und Familie geträumt. Ich war so naiv. Systematisch hat er mich von allen Menschen in meiner Umgebung abgekapselt, hatte plötzlich jeden Abend Zeit nur für mich. Hat mir eingeredet, wir müssten noch 2 Jahre warten, bis wir mehr Geld haben. Hat mir eingeredet alleine würde ich es nicht schaffen. Es war eine sehr sehr schlimme Zeit. Er konnte sehr gut argumentieren. Hat mir mit allem gedroht. Sogar damit mir etwas anzutun wenn ich nicht abtreibe. Ich war so dumm. Ich wollte eine intakte Familie und auch einen Vater für mein Kind. Er hat dann den Termin bei einem Arzt gemacht. Der hat mich noch nicht mal mehr gefragt, ob ich das eigentlich will. Ich war wie gelähmt, wollte weglaufen aber ich wusste nicht wohin und dann habe ich es machen lassen. Es hat noch nicht mal weh getan und ich konnte nur denken, es muss doch weh tun wenn man sein Kind tötet. Danach waren wir noch ca. 1 Monat zusammen. Ich habe endlich verstanden, dass er mich nur ausgenutzt hat und nur mit mir schlafen wollte. Für diese Erkenntnis musste mein Kind sterben. Im Januar 2008 habe ich meinen Mann kennengelernt, wir haben am 12.12.2008 geheiratet. Er ist das Beste was mir je passieren konnte. Er kennt meine Geschichte. Hatte bei der BEratungsstelle nach dem Abbruch eine Trauertherapie. Das hat gut getan, aber ich glaube, es reicht nicht. Wir wünschen uns ein Kind, leider werde ich nicht schwanger. Ich habe große Angst, dass ich mir mit meinen Schuldgefühlen selber im Weg stehe. Und daher einfach nicht schwanger werde. Am schlimmsten ist das Gefühl Gott gegenüber. Kann Gott mich noch lieben, nachdem ich so etwas getan habe???
Diese Frage stelle ich mir oft. Aber ich habe Angst zur Beichte zu gehen, lebe auf dem Land und hier sind die Pastore noch sehr konservativ. Allen die diese Erfahrung gemacht haben, viel Mut und viel Kraft. Allen die vor der Entscheidung stehen, lasst es nicht machen, es gibt fast immer einen anderen Weg.

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (3)
 
58


Name:
Jani (janinarabe@web.de)
Datum:Di 19 Mai 2009 00:50:22 CEST
Betreff:Mein Baby...Luca-Malin
 

Hallo,

ich bin grad 23 geworden, meine Abtreibung ist etwa 9 Monate her.
Es ist mit keinem Tag besser geworden. Nein-nur schlechter.

Es ist alles kaputt gegangen und es hat ülötzlich nichts mehr Sinn gemacht.
Die Beziehung ging kaputt, er hat mich sogar noch richtig ausgenutzt (sexuell), meine Arbeit...
Zeitverschwendung - in meinen Augen.

Ich leide seither an schweren Depressionen. Starke Schuldgefühle machen mir Tage und Nächte zur hölle.
Erst kann ich nicht einschlafen, dann habe ich die schlimmsten Albträume.
Darüber hinaus strafe ich mich, unterbewusst, mit aufritzen meiner Arme und gestatte mir oft tagelang nicht zu essen, bis ich dann Nachts Fressattacken bekomme.
Diese Depression löst auch körperliche Beschwerden aus.

Taube - brennende Zunge
Kopfschmerzen
Druck auf den Augen bis hin zum verschwommenen sehen
Magenschmerzen
Antriebslosigkeit
Ermüdung

Dazu kommen soziale probleme

Isolation
Hass auf andere weil sie mich nicht unterstützt haben
kein Vertrauen mehr in andere
Beziehungs"unfähigkeit"

Ich habe bereits einen Psychologen konsultiert.
Musste ein halbes Jahr warten bis ich einen Termin bekam.
Hatte erst eine einzige Sitzung bei ihn. Der Folgetermin war erst
2 ganze Monate später und wurde dann aus Krankheit seiten des Arztes nicht wahrgenommen.
Das bedeutete wieder 2 Monate warten. Von diesen 2 Monaten ist jetzt immer noch ein Monat
übrig... ich schaffe das aber nicht mehr.

Es muss doch möglich sein schneller und vorallem regelmäßiger therapiert zu werden...
Es ist doch akut bei mir... ich habe angst vor mir selber !

Jani

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (1)
 
57


Name:
Sabse (@ dicke72@gmx.de)
Datum:Do 07 Mai 2009 20:14:14 CEST
Betreff:Ungewollt schwanger
 

Hallo Zusammen,
ich weiß, ihr könnt mir nicht helfen; diese Endscheidung muß ich ganz allein treffen, aber ich habe angst es nicht zu verkraften.
Ich bin verheiratet und Mutter eines Sohnes (fast 4). Ich bin schwanger, aber nicht von meinem Mann.
ICh habe es ihm auch schon gesagt und er will, dass wir zusammen bleiben - aber ich soll dieses Kinde nicht bekommen.
Wir wollten zwar noch ein zweites Kind, aber leider können wir ohne Hilfe keine bekommen.Ich habe mir so sehr gewünscht, eines Tages auf normalen Wege schwanger zu werden. Ich muß mich entscheiden. Er sagt, wenn ich das Kind behalte, soll ich der ganzen Nachbarschaft sagen, dass es nicht von ihm ist und er würde auch nicht dafür aufkommen. Ich kann ja verstehen, dass er das Kind nicht will und ich weiß, dass ich ihn verletzt habe, aber ich frage mich, wie es mir damit geht, wie ich damit klar komme. Es wäre die richtige Entscheidung für meine Familie, aber was ist mit mir? Habe ich überhaupt ein Recht mir Gedanken über mich zu machen. Ich muss doch auch an meinen Sohn denken.
Bitte verurteilt mich nicht - mir ist bewußt was für eine Schuld ich auf mich geladen habe.

Danke für euer Zuhörn
Sabse

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (4)
 
56


Name:
Mona (simona.prosl@hotmail.com)
Datum:Mi 29 Apr 2009 23:23:17 CEST
Betreff:Ein Zeichen!
 

Ich bin in der 6. Woche schwanger! Aber leider sagte mein Mann sagte, ich soll es abtreiben - denn wir könnten uns kein Kind leisten. Und wir hätten ja schon zwei. Er ist jetzt 2 Jahre alt. Ich habe eine Tochter mit 14jahren - aus erster Beziehung mitgebracht.
Ich weiß es mal eine Woche, dass ich schwanger bin, und von dem tag an, bekam ich solchen Druck von meinem Mann, dass ich in meiner Angst über die Zukunft einen Termin ausgemacht habe. Der war am 28.04.09 um 10.30. Wir waren auch dort, ich weinte die ganze Zeit, und als ich dran kam, fragte mich noch die Schwester, ob ich es mir noch mal überlegen wollte - aber mein Mann hat mich so beinflusst, dass ich nur nein sagte. Ich lag schon auf den Stuhl, mir sollte schon die Narkose gegeben werden, als mich der Arzt noch mit Ultraschall untersuchte und sagte, es ginge nicht, es sei noch zu klein, ich solle in 2-3 Wochen kommen. Oder ich nehme diese Abtreibungspille und dann in 48 Stunden wieder eine und dann würde es ausgeschieden werden - aber das wollte ich auf gar keinen Fall - da töte ich es doch mit meinen Händen, indem ich die Pille selbst schlucke.
Ich stand auf und ging wieder in den Warteraum, wo mein Mann auf mich wartete, er war überrascht mich schon zu sehen, und ich erzählte es ihm, dass es zu früh wäre für eine operative Abtreibung.
Er war nicht erfreut, er wollte es schon hinter sich haben! In 2-3 Wochen sollte ich wieder dorthin, und ich weiß, dass ich es nicht machen lassen kann!!! Das war ein Zeichen, es soll leben!!!

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (4)
 
55


Name:
Janet (arachnophobia_27_w@yahoo.de----------)
Datum:Fr 17 Apr 2009 23:56:06 CEST
Betreff:niemand wir mir die frage beantworten
 

niemand weiß die antwort - warum ich am 15.04 zugelassen habe, dass die person, die sich ICH nennt diese 3 tabletten geschluckt hat und damit ihr ungeborenes kind tötet.
es war die falsche entscheidung
es war nicht nur der falsche mann - es war auch die falsche entscheidung
es gibt tatsächlich kein zurück mehr - sie ist weg - ich bin leer - und werde diese leere mit nichts auffüllen können

und der, der mit mir vollem bewußtsein mein kind, welches ich hergab, zeugte - den interessiert es überhaupt nicht - er ist dankbar, dass ich ihm die entscheidung und verantwortung abgenommen hab - es interssiert ihn so sehr, dass er tanzend,pfeifend,lachend durch die weltgeschichte tingelt

schade .... dass ich lediglich gehandelt - jedoch nicht nachgedacht habe

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (4)
 
54


Name:
Anonym33 (eve_sonnenschein@web.de )
Datum:Fr 10 Apr 2009 00:36:03 CEST
Betreff:Leide noch immer
 

Hallo,
ich bin 33 Jahre alt und hatte 2001 eine Abtreibung!
Ich kann es nicht vergessen, weil es eigentlich ein Wunschkind ist. Wir haben darauf hingearbeitet, dass ich schwanger wurde. Als es geklappt hat und der Test positiv war, war ich total happy. Doch dann kamen plötzlich Zweifel, hatte Angst es finanziell nicht zu schaffen vor allem, weil mein damaliger Freund schwarz war und ich wusste, meine Eltern stehen nicht hinter mir. Ausserdem war er schon mal im Gefängnis und hatte keinen Job. Ich konnte meinem Kind nichts bieten.Hatte Angst ... Als ich ihn auch noch mit meiner besten Freundin ertappte, habe ich abgetrieben. Vergesse nie das Bild im Wartezimmer,wo ein Mischlingskind am Fussboden gespielt hat. Ich dachte, noch kannst du wegrennen ... Das Problem war auch noch, dass die Narkose nicht gewirkt hat, es "para" ging!!! Hatte währenddessen geschrien, es fühlte sich an als würde ich innerlich zerfetzt werden!!! Habe danach im Halbschlaf noch über den Arzt geschimpft! Habe so ein schlechtes Gewissen, weil ich mir das Kind doch gewünscht hatte, hab sogar dafür in der Kirche gebetet!!!! Seitdem zerreisst es mir das Herz, wenn ich Kinder und Schwangere sehe, alle meine Freunde haben Kinder und mein Freund will keine!! Könnte heulen!!! Es tut so weh ...

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (4)
 
53


Name:
Sabine (Herzblatt16@gmx.net)
Datum:Mi 01 Apr 2009 18:21:47 CEST
Betreff:Auch ich habe abgetrieben
 

Ich heiße Sabine und bin 24 Jahre jung.
Mein Abrruch war vor 5 Jahren und ich leide noch heute trotz der Tatsache das ich abtreiben wollte.
Dachte es sei für das Kind nicht gut wenn es nur die Mutter hat und die dann auch noch die Schulbank drückt.
Heute weis ich es hätte anders sein können!Nein es hätte anders sein müssen!
Ich Lebe im Main-Taunus-Kreis und würde mich über Kontakte mit Betroffenen sehr freuen.
Vielleicht findet man ja einen Weg mal ein treffen irgendwo in Hessen zu organisieren.


 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (4)
 
52


Name:
natalie (mizzez_telfair@yahoo.com)
Datum:Sa 03 Jan 2009 13:57:08 CET
Betreff:unvergesslich für mich ....
 

ich 19 jahre alt, hatte am 12.11.08 eine abtreibung. ich war in der 9 ssw. meine geschichte lief so ab ...
ich hatte meinen partner kennengelernt, etwa ein monat. wir sind uns immer näher gekommen und hatten geschlechtsverkehr. bis dahin dachte ich mir nichts und war glücklich mit ihm. doch dann bekam ich ein komischen gefühl und meine tage blieben auch aus, doch diese waren immer unregelmäßig, daher sorgte ich mich. doch dieses gefühl blieb und daher machte ich einen schwangerschaftstest um sicher zu gehen, positiv ... ich machte noch einen, positiv ... und machte noch einen und auch dieser war positiv. ich konnte es nicht fassen und dachte es wären falsche ergebnisse, denn ich verhüte. darauf hin hab sofort die frauenärztin angerufen. konnte auch sofort kommen, ultraschalluntersuchen und da da sah ich es schon ... ein winziger kreis und ab da wusste ich, ich bin wirklich schwanger. die erste person die ich anrief war meine beste freundin, ging jedoch nicht ran. zweite person war mein bruder, auch er erwartet ein kind und sagte mir er wäre für mich da. zu hause wusste meine mutter sofort das was los ist. ich musste nicht viel sagen und sie wusste es. es liefen ihr nur tränen runter, sie war am bodenzerstört...mein vater war nur sprachlos und bekam kein wort raus. ich weinte nur ... sie haben von mir verlangt meinen partner sofort anzurufen und bescheid zu sagen. dies tat ich, ich erhielt nach vielen anrufen und smsn keine antwort bis 12 uhr nachts ... und ich erzählte es ihm. er freute sich zu erst doch ich wusste dies hätte keine zukunft, denn ich war nicht bereit. ich bin im zweiten lehrjahr als krankenschwester, bin frisch ausgezogen ... wie sollte ich ein kind bekommen, von einem mann mit dem ich erst seit kurzem zusammen bin, denn ich wohlmöglich kaum kenne. meine eltern sagten sie wären da für mich und würden mir helfen. ich soll mir die entscheidung gut überlegen....doch ich kam nie weg von diesem gedanken es abzutreiben. ich wollte mir meinen zukunft nicht verbauen. dann kam auch noch dazu das mein partner zu einen arschloch wurde und meinte er würde finanziell für das kind sorgen doch seine karriere ist ihm im moment wichtiger. da brach eine welt für mich zusammen. und dies hat meine entscheidung noch mehr befestigt, denn auch von den kommentaren meiner eltern konnte ich hören sie wären mehr für eine abtreibung....ich will nicht sagen das ich gezwungen worden bin, jedoch beeinflusst wurde.
zwei wochen später ging ich zum beratungsgespräch...und wie ich mir dort so zuhörte, bin ich erschrocken...ich klang so kühl und menschlos. ich sagte ihr mir würde das nix aus machen, ich habe keine verbindung zu diesem kind da ich es nicht gesehen habe und da es noch kein kind ist. eine woche später untersuchungstermin für die abtreibung. da sah ich das es schon gewachsen ist ... es war viel größer. man konnte schon etwas erkennen. und begann zu zweifeln .... nächster tag - tag der abtreibung. morgens um 7 wachte ich auf, mir war nicht gut, tränen standen mir in den augen, doch ich ging trotzdem hin. ich wurde reingeschoben. ärtze, schwestern taten ihre arbeit, keiner kümmerte sich darum das mir tränen runterliefen, wie es mir ging, ob ich es wirklich wollte. da wurde mir schon das narkosemittel gespritzt und ich war weg....als ich aufwachte lagen 3 frauen neben mir. auch abtreibungen und unterhielten sich als ob nichts wäre. ich weinte leise vor mich hin. und da war mir klar, dass es weg ist, dass ich es wirklich getan habe. und ich fühlte mich leer. diesen ganzen tag verschlief ich...ich wollte niemanden sehen. doch ich kam damit ziemlich gut klar...bis mir die schwangeren, kleinkinder, säuglinge verstärkt auffielen. dann sah ich abtreibungsbilder im internet...und ich fühlte mich wie eine mörderin. und bis zum heutigen tag kann ich diese abtreibung nicht vergessen, mir kommen täglich tränen und wünschte ich hätte es nicht getan doch jezt ist es zu spät. manchmal bekomme ich sogar gedanken die mir sagen auch ich soll nicht mehr leben, da ich ein leben genommen habe ... von dem vater hörte ich nichts mehr, denn ab da zeigte er mir sein wahres gesicht. meine eltern, fragten mich einmal ob es mich beeinflusst und ich antwortete nur nein. seit dem hat es jeder vergeseen ausser ich ........ es versteht mich keiner, es weiss keiner wie ich mich fühle ... und ich weiss nicht mehr weiter

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (5)
 
51


Name:
Friedel (bitzkit@gmx.de)
Datum:Mo 15 Dez 2008 21:14:26 CET
Betreff:Abtreibung verarbeiten, als Mann
 

Hallo zusammen

Ich habe vor ca. fünf Jahren die Erfahrung gemacht ein Kind abzutreiben. Nicht ich war es, der körperliche Erfahrungen gamacht hat, sondern meine damalige Freundin. Was mir bis heute fehlt, sind Gespräche mit anderen Männern. Für viele Männer spielt es vielleicht nicht so eine große Rolle, weil sie keine körperlichen Erfahrungen gemachte haben. Ich merke allerdings, das ich noch darunter Leide bzw. viel zu verarbeiten habe. Auch wenn es "nur" psychisch-emotionale Erfahrungen waren.

In der Zeit der Abtreibung habe ich meiner Freundin beigestanden, sie unterstütz und ihr geholfen. Dabei bin ich allerdings zu kurz gekommen. Sie hatte damals wenig Verständnis, was ich auf jeden Fall gut verstehen kann, weil sie diejenige war, die mehr zu verarbeiten hatte und viel stärker betroffen war. Ich hab ihr gesagt, dass ich hinter ihr stehe, egal wie sie sich entscheidet. Natürlich hat sie die Entscheidung viel mehr getroffen als ich. Ich habe aber auch nicht gefordert, dass sie sich andres entscheidet.

Es ist nicht so, dass ich nicht hinter der Entscheidung stehen würde. Ich denke, auf jeden Fall, dass es die richtige Entscheidung war (die meine Freundin getroffen hat) unser Kind abtreiben zu lassen. Doch habe ich immerwieder Phasen in denen ich viel über diese Zeit nachdenke und versuche zu verarbeiten, natürlich sind diese Phasen auch mit Trauer verbunden.

Mich interessiert, wie andere Männer damit umgehen, welche Fragen sie sich stellen und wie sie sie beantworten.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich eine Gespräch unter Männern über dieses Thema führen könnte. Viele Grüße
Friedel

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (1)
 
50


Name:
Mareike (Janeike@gmx-topmail.de)
Datum:Mi 10 Dez 2008 15:01:35 CET
Betreff:Emotionen nach der Abtreibung
 

Hallo!

Letztes Jahr am 25.12.07 bin ich schwanger geworden. Im Januar hatte ich einen Abbruch durch die Abtreibungspille. Ich denke mit diesem Thema klar zu kommen, jedoch holt mich immer wieder trauer ein, obwohl es die richtige Entscheidung war. Nicht betroffene können oft nicht verstehen, warum man sich immer noch oder immer wieder im Konflikt befindet. Vor fast drei Wochen habe ich den Kontakt zu dem Vater abgebrochen. Er macht mich durch sein Verhalten mir gegenüber immer wütend, verzweifelt, traurig, enttäuscht u.s.w. Ich habe den Kontakt abgebrochen nicht weil ich es hatwollte, sondern weil es mich zu sehr verletzt hat! Ich fühle mich einfach einsam und weiß manchmal nicht mehr wohin mit meinen ganzen Emotionen...

Gruß Mareike

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (4)
 
49


Name:
mirjam (mimi-hex@hotmail.com)
Datum:Do 04 Dez 2008 22:34:07 CET
Betreff:Du fehlst mir....
 


wenn ich alleine bin, denke ich so viel an dich,
was damals war, dafür hasse ich mich....

dachte so würde es besser sein,
nun fühle ich mich einsam und allein....

weiss nicht ob ich mir das je verzeihen werde,
solange ich lebe auf dieser erde...

konnte dir kein leben schenken,
musste zuerst alles wieder zum rechten lenken....

habe mir das leben mit dir so oft ausgemalt,
und du hast mich sogar einpaarmal angestrahlt....

es tut so verdammt weh,
ich weiss das ich dich niemals seh....

wie soll es blos weitergehen,
mein leben darf nicht nur aus trauer und wut bestehen....

mein kind ich will dir sagen es tut mir leid,
das leben war damals noch nicht bereit.....

ich werde dich immer in meinem herzen tragen,
das wollte ich dir noch einmal sagen.....

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (8)
 
48


Name:
Sabrina (chibbi@hotmail.de)
Datum:So 30 Nov 2008 21:41:10 CET
Betreff:Fühle mich so leer und schuldig
 

Ich habe vor einer Woche in der 9 SWW abgetrieben... Ich bin frisch in der Ausbildung und das baby war für mich als auch für meinen Freund eine überraschung... Wie ich schwanger geworden bin muss ich an dieser stelle ja nicht erklären es ist einfach so geschehen obwohl ich dachte alles würde ich richtig machen und mir würde das nicht passieren..schanger werden.. naja wie dem auch sei mein freund und ich wollten dieses baby berhalten die freude war groß und ich habe mich eigentlich schon darauf eingestellt bald mutter zu werden. Ich bin 23 Jahre alt mache eine überberiebliche lehre, wie ihr euch vielleicht denken könnt lief mein leben bissher nicht so rosig, beruflich habe ich mich erst vor kurzem wieder auf die beine bekommen. Zumal mein Ganzes junges Leben von Schmerz, Schicksaalsschlägen und Gewalt beherrscht wurde bin ich immer wieder aufgestanden auch wenns noch so schwierig war. Dennoch vor kurzem als ich über alles nachdachte, über die zukunft über die belastungen, schule, betrieb, keine unterstüzung von familien seite her, ich habe plötzlich angst bekommen dieser herausforderung nicht gewachsen zu sein... ich redete viel mit meinem partner, er wollte dieses kind doch auch er hat angst gehabt..keine arbeit, schulden und ein von sorgen geplagtes leben ebenso wie meines... ich fühlte das ich schon gefühle für meinen kleinen engel hatte, ich träumte von dem baby ich streichelte meinen Bauch.. Aber an diesem einen Tag wachte ich morgens auf und mein Herz sowie mein Kopf sagten mir nach langem überlegen das es noch nicht an der Zeit ist... Ich hatte angst zu versagen. ich weinte doch mein entschluss stand fest. Ich sagte es meinem Freund und er sagte mir das ich ganz alleine entscheiden soll was für mich nach meinem Gefühl das beste sein wird. Ich tat es. Beratungsgespräch bald darauf der Termin, dann ging es alles sehr schnell... NArkose, aufwachen und da war sie diese leere... ich fühle mich nun so schuldig, ich plage mich mit alpträumen, ich fasse mir immernoch an den bauch...ich stelle mir vor wie mein kind gelitten hat als man es mir entriss...ich denke ich bin eine mörderin.. ich versuche mir aber auch zu sagen das es einfach nicht der richtige zeitpunkt war.. ich will doch nur meine ausbilung machen, um einmal in meinem leben etwas zu packen... ich möchte meinem kind was bieten ich will ihm vorbild sein... aber nun bin ich mir garnicht mehr sicher wer oder was ich bin.... ich bin seit dem eingriff kaum noch ich selbst obwohl ich versuche mir nach aussen hin nichts anmerken zu lassen. Ich lache damit andere mich nicht weinen sehen... Ich beneide und beglückwünsche schwangere Frauen obwohl es mir innerlich das Herz zerreißt sie zu sehen... ich weiß nit mehr weiter ich suche Frauen die sich vielleicht auch so ähnlich fühlen.. damit ich mich nicht so alleine und schuldig fühle.. ich suche HALT weil ich nun angst habe abzustürzen.
Wenn das hier jemand liest und intresse hat oder mir irgendwie helfen kann irgendwas sagen bzw. schreiben kann was mir irgendwie helfen könnte, denen wäre ich so dankbar Bitte sagt mir was kann ich tun...

Sabrina

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (5)
 
47


Name:
jess (jessica.prinzen@web.de)
Datum:Di 25 Nov 2008 20:11:36 CET
Betreff:kann die antwort nicht öffnen!!!
 

Ich bin überglücklich, das mir jemand auf meinen eintrag geantwortet hat, doch leider kann ich sie nicht öffnen und nun bin ich sehr verzweifelt. Ich hoffe das vllt die antwort erneuert werden kann oder mir jemand anderes hilft. habe auch eine email an die betreiberin (oder ähnliches) geschrieben!

Lg jess

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (7)
 
46


Name:
jess (jessica.prinzen@web.de)
Datum:So 23 Nov 2008 23:39:29 CET
Betreff:such menschen die mich verstehen...
 

hey...

also ich weiß eig gar nicht so genau was ich hier mache...abgesehen davon hab ich ein wenig angst...
ich bin 18 jahre alt und hatte im april eine abtreibung und na ja ich bin immoment wieder sehr schlecht drauf, vor allen dingen weil mein baby am samstag "geburtstag" hatte. ich hab leider niemanden mit dem ich reden kann und vor allen dingen niemanden der mich versteht..vllt gibt es ja hier jemanden mit dem ich reden kann und na ja ich würd mich sehr über antworten freun..würd gern leuten die mich verstehen meine geschichte erzählen..

Liebe Grüße

Jess

 Antworten auf diesen Eintrag | Zeige Antworten auf diesen Eintrag (7)
 


Seite zurück |Zurück zur Homepage| Nächste Seite