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Name:
Layla (once07@ymail.com)
Datum:Mi 14 Apr 2010 20:17:48 CEST
Betreff:Dreifach
 

...es ist Monate her und kommt mir vor wie gestern. Ich hatte wochenlang Blutungen und habe zu lange gewartet bis ich zum Frauenarzt gegangen bin. Ich habe nicht mit einer schwangerschaft gerechnet, weil der test negativ war, ..vielleicht, weil es ein paar wochen zu früh war damit der test es erkennen konnte. Als ich erfuhr, dass ich schwanger war, war es ein schock. Ich werde nie mehr das Bild vergessen. Die kleine Hand hat sich so gar bewegt. Ich hatte noch 3 tage zeit zu entscheiden. Es war von einem Mann den ich über alles liebe, aber wir haben uns zu viel gestritten -uns gegenseitig mehr genommen als gegeben. Drei Jahre eine leidenschaftliche hin- und her Beziehung. Als wir miteinander schliefen war mehr der alkohol schuld als das Gefühl zusammen sein zu wollen. Außerdem waren die Blutungen kein gutes Zeichen, auch wenn die Untersuchungen zeigten, dass alles mit dem Kind in Ordnung ist. F. und ich lieben uns, aber konnten nicht zusammen sein, ich habe zeitgleich ein Studiumplatz der kühnsten Träume bekommen. Ich habe abgetrieben. Wochen später erfuhr ich von dem Tumor von F. Er hat höchstens noch ein Jahr zu leben. Jeden morgen zur U-Bahn geh ich an einem Kindergarten vorbei und der große Stein der Straße neben dem Eingang träg den Nachnamen von F. Warum habe ich mich gegen die Chance entschieden, den Menschen den ich liebe, ein Kind zu schenken, der bald von dieser Welt gehen wird? Es tut weh. Das Gefühl einer Schwangerschaft ist eigentlich so gewaltig schön und besonders, gepaart mit der Angst des Risiko`s und mit der Frage, ob reicht, was man zu bieten hat. Wenn es weg ist, wird einem bewusst, was man als Frau weggegeben hat. Ein gewaltigen Teil von sich selbst. Ich fühle mich nicht mehr ganz und habe einen Menschen den ich liebe, das einzige Kind genommen, was er hätte von sich auf dieser Welt zurücklassen können. Ich bin dreifach schuldig.

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80


Name:
eva (evanhantumbo@online.de)
Datum:Di 13 Apr 2010 23:17:15 CEST
Betreff:Nie wieder
 

Bei mir liegt diese schreckliche Entscheidung Jahre zurück,aber klar und im reinem mit mir selbst werde ich nie.Egal wieviel Zeit vergeht.Ich werde meine Kinder nie vergessen.Für mich kommt so eine Entscheidung nie nie wieder in Frage.Hätte alles geben um es rügängig zu machen.

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79


Name:
nicole (nkrug84@aol.com)
Datum:Mi 07 Apr 2010 20:28:24 CEST
Betreff:Fehler
 

Hallo, ich bin 25 Jahre und habe auch den größten Fehler meines Lebens gemacht. Ich habe in der 9.SSW abgetrieben. Der Vater des Kindes ist seit fast 2 Jahren in einer festen Beziehung. Mit uns fing es vor über 2 Jahren schon an. Habe erst vor einigen Wochen von seiner Beziehung erfahren. Wollte es eigentlich beenden, konnte es aber nicht. Dann wurde ich schwanger und ich habe mich zuerst nicht getraut es ihm zu sagen. Er hat es dann aber relativ ruhig aufgenommen. Hat mir dann aber sehr schnell klar gemacht, dass er das Kind nicht möchte. (Er ist ja schließlich in einer Beziehung.) Er würde den Kontakt abbrechen, wenn ich es behalte. Falls ich abtreiben würde, würde er mich so gut es geht unterstützen. Nachdem er mir lange genug vor Augen geführt hat, dass es die richtige Entscheidung ist, bin ich mit ihm zum Gespräch gegangen. 5 Tage später war die Abtreibung, wo er mich begleitet hat. Direkt danach fühlte ich mich sehr gut und dachte es war alles richtig was ich gemacht habe. Jetzt ca. 3 Wochen später geht es mir von Tag zu Tag schlechter. Ich verkrieche mich jeden Tag nach der Arbeit zu Hause und will niemanden sehen oder sprechen. Jetzt hat er den Kontakt auch noch zu mir abgebrochen und ist mit seiner Freundin in den Urlaub gefahren. Ich weiß einfach nicht mehr wie es weiter gehen soll. Habe das Gefühl ich falle immer tiefer. Es gibt nichts positives mehr in meinem Leben. Ich werde so etwas NIE wieder machen...

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78


Name:
Gine (GineW@web.de)
Datum:Sa 13 Mär 2010 20:04:12 CET
Betreff:...
 

Hallo,
ich habe mit diesen Zeile immer und immer wieder angefangen und sie auch jedesmal wieder gelöscht, weil ich den Mut nicht fand. Ich bewundere euch alle, für eure Offenheit und versuche es nun noch einmal.
Mein Abbruch ist nun 15 Tage her. Ich bin 24. Mein erstes Kind, ein Sohn, ist 4 Jahre alt. Ich habe meinen Sohn alleine großgezogen. Sein Vater hatte mich in der Schwangerschaft verlassen. ... 4 Jahre später stand ich nun wieder vor dem selben Problem. Schwanger - 10. Woche! Ja oder Nein.
Niemals hätte ich erwartet, dass ich wieder vor die Wahl gestellt werde - Abtreibung oder du kannst gehen!
Aus der Angst herraus, dass auch dieses Kind ohne Vater aufwächst, die finanziellen Sorgen, und und und habe ich mich für den Abbruch entschieden. Wahrscheinlich aber nur, weil ich feige war. Zu feige, um meinem zweiten Kind das Leben zu schenken.
Es ist jedesmal verletzend, wenn Freunde mich fragen, wie es mir geht. "Soweit ganz gut!", ist jedesmal meine Antwort. Etwas anderes wollen sie doch ohnehin nicht hören. Oder würdet ihr sagen: "Mir geht es mies. Ich weine mich Nachts in den Schlaf, werde wegen der Alpträume wach und weine mich wieder in den Schlaf!"????
Manchmal wünschte ich mir, ich würde eine Strafe bekommen, für das was ich getan habe. Kann mich nicht jemand anschreien? Muss mir jeder versuchen zu helfen, wo doch ich die jenige bin, die den Antrag bei der Kasse gestellt hat, die zum Beratungsgespräch gegangen ist, die sich eine Überweisung geholt hat und dann auch tatsächlich ins Krankenhaus gefahren ist. Wo doch ich die jenige bin, die sich ihr Kind hat nehmen lassen!!!!
Eine Freundin sagte mir am Tag danach, dass das bestimmt bald wieder besser ist. Ein bis zwei Wochen und die Sache wäre schon fast wieder vergessen. Das ist es aber nicht. Ich muss jeden Tag an meine kleine Maus denken. Wäre es ein Junge oder ein Mädchen? Blond wie Mama, oder eher dunkel wie Papa? Wie siehst du nur aus, mein Schatz?? Bestimmt wunderschön.
Ich glaube, es wäre ein Mädchen geworden. Meinem Baby habe ich den Namen Zoe gegeben. Zoe wie die Hoffnung, dass ich sie eines Tages sehe, dass ich sie eines Tages in den Arm nehmen kann, wie ich es eigentlich immer hätte tun sollen.

Für mich dreht sich die Welt weiter, für meinen Sohn sollte ich stark sein. Ich hoffe eines Tages kann ich mir das verzeihen.
Aber niemals möchte ich vergessen, dass es Zoe gibt.

Liebe Grüße und alles Gute an alle

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77


Name:
Martina Kempf (MartinaKBreisgau@aol.com)
Datum:Mi 03 Mär 2010 05:56:08 CET
Betreff:Buch zu "Leiden nach Abtreibung"
 

Nachtrag: Hiermit möchte ich nun anfragen, ob jemand bereit wäre, seine e-Mail für mein genanntes Buch zur Verfügung zu stellen. Mit vielem Dank im voraus und besten Grüßen von Martina

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76


Name:
Martina (MartinaKBreisgau@aol.com)
Datum:Mi 03 Mär 2010 04:59:38 CET
Betreff:Buch zu "Leiden nach Abtreibung"
 

An alle Frauen, die im Rahel-Forum eine e-Mail geschrieben haben.
Liebe Frauen, Eure Niederschriften im Rahel-Forum haben mich sehr bewegt und traurig gemacht.Ich bete dafür, daß Ihr alle vollständige Heilung erfahren könnt und wieder glücklich seid.
Nun habe ich nicht selbst abgetrieben, bin aber dabei, ein kleines Büchlein zur Problematik der Abtreibung zu verfassen, das den Druck deutlich machen soll, der oft vom Umfeld an Schwangere herangetragen wird. Dazu sammle ich Beispiele aus dem Leben.
Außerdem möchte ich auf die negativen Folgen der Abtreibung für die Seele und den Körper der Frauen hinweisen, dies wird in der Beratung viel zu wenig getan. Das Ziel soll eine bessere Aufklärung der Frauen sein, um sie vor diesem Schritt zu bewahren, aber auch eine bessere Orientierung der Öffentlichkeit in der Frage des Schutzes des ungeborenen Lebens. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einige von Euren E-Mails aus diesem Forum in meinem Buch abdrucken könnte, einfach als Beispiel, wie Frauen unter der Abtreibung leiden. Der Name kann natürlich verändert werden, auch Details, die Rückschlüsse auf die Person erlauben, die Anonymität soll auf jeden Fall gewahrt werden können.
Nun möchte ich Euch wünschen, daß Ihr die Liebe unseres Gottes erfahren könnt durch die Vergebung Gottes, die für jeden möglich ist. Ich wünsche Euch vollständige Heilung durch Jesus Christus, der schon lange für unsere Sünden gestorben ist, damit wir zurückfinden zu Gott. Ich glaube, daß auch die Kinder Euch vergeben und darauf warten, Euch in der Ewigkeit zu sehen, so daß alles gut wird, und ihr für immer vereint seid. Mit herzlichen Grüßen von Martina

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75


Name:
Chels (Polyphonesea@aol.com)
Datum:Mi 24 Feb 2010 13:48:40 CET
Betreff:Verzweiflung
 

Hallo,

ich hatte letzten Freitag einen Schwangerschaftsabbruch in der 12. Woche. Der Vater, bei dem ich dachte, endlich mal angekommen zu sein, ist nicht mit zu dem Termin gegangen, was mich so verletzt hat, dass ich auf seine Kontaktversuche am Freitag nicht mehr reagiert habe. Die Prozedur war so schlimm für mich.....so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Nicht, dass ich meine Entscheidung bereue - ich bin bereits 40, wollte nie Kinder und nehme wegen einer chronischen Erkrankung euch seit Jahren ein Medikament, das fruchtschädigend ist. Aber ich komme gar nicht klar mit der Sache. Nachdem ich meinem Partner klar gemacht habe kam von Vorwürfen an mich, bis zu Selbstvorwürfen und Scham alles am Wochenende von ihm. Nur gekommen ist er nicht. Und während er mich am Sonntagnacht in einem Telefonat noch beknit hat, ihm eine Chance zu geben, weil er mich liebt, meinte er gestern Morgen, dass sein Gefühl nicht ausreicht für eine weitere Beziehung. Dabei hätte ich ihn gerade jetzt so gebraucht. Ich habe noch keine Ahnung, ob und wie ich mit der ganzen Situation fertig werden soll.......und habe Angst, dass es mich immer wieder einholen wird.

VG
Chels

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74


Name:
ich bins (twix80@hotmail.de)
Datum:Do 11 Feb 2010 18:07:14 CET
Betreff:Abtreibung
 

Hallo
habe vor 10 Tagen in der 7.Woche abgetrieben was ich nun sehr bereue...ich hatte Zysten am Eierstock,wurde mit Antibiotika etc zugepumpt niemand dachte an eine mögliche Schwangerschaft nichtmalk der Frauenarzt...nun hatte ich keine Periode mehr alle Tests negativ bis zum bestimmten Datum,test schwanger 5. Woche...was tun???ich hab es wegmachen lassen und kölnnte seitdem nurnoch weinen :-( mein Freund reagierte richtig arschlochmässig auf die SSw und lies mich hängen...darum machte es keinen Sinn für mich es zu behalten...er war am Abbruchstag dabei ignorierte mich dort aber total,was noch schwerer und schlimmer war....ich werde damit einfach nicvht fertig und weiss im moment nicht wie es weiter gehen soll :-(((((bin 30 und habe einen 9 jährigen Sohn.hab mir immer schon ein 3.Kind gewünscht gehabt nun kann ich keine Babys mehr sehen

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73


Name:
Jemima (jemima3@gmx.de)
Datum:Di 19 Jan 2010 20:01:43 CET
Betreff:Ich fühle mit euch
 

Hallo am alle Frauen im Rahel Blog,
ich habe gerade ein paar Eintragungen von euch gelesen und musste nur heulen, es tut mir so leid, dass ihr das alle durchmachen müsst.
Ich habe nicht wie alle hier eine Abtreibung hinter mir, doch möchte ich das Thema der Folgen von Abtreibungen näher betrachten.
Nun kurz zu mir, ich studiere im 7. Semester Sozialpädagogik in Berlin und möchte gerne meine Diplomarbeit, ab April, zu dem Thema Folgen von Abtreibung schreiben.
Ich möchte damit auf Frauen wie euch aufmerksam machen, die nach der Abtreibung nicht wissen wohin mit dem Schmerz.
Ich würde mich deshalb freuen, wenn ich mit der einen oder anderen reden oder schreiben könnte, wie die Beratung vor der Abtreibung abgelaufen ist und ob auf Folgen aufmerksam gemacht wurde.
In Kontakt stehe ich mit dem Kaleb e.V. in Berlin.
Vielen Dank erst einmal für eure Offenheit in diesem Blog, ich bin tief gerührt von euren Schicksalen.
Ich möchte mit diesem Eitrag auch niemanden zu Nahe treten, wenn dies der Fall sein sollte, dann tut es mir leid.

Alles gute euch und Gottes Segen
Jemima

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72


Name:
nati (@feuerengelnti@hotmail.de)
Datum:Di 19 Jan 2010 19:52:32 CET
Betreff:sorry
 

ich bin einer der Frauen die es bereuen,
ich wünschte ich hätte es nicht getan
ich bin 23 verheiratet habe 2 tolle Kinder
bin Studentin
wir haben viel getan das nichts passiert wirklich
aber es ist doch mein Körper hat es wohl eher wahr genommen als ich es wollte
die Tests 2 nein der 3 ja und der Arzt ja er sagte auch es wäre nicht ok und es würde sehr wahrscheinlich abgehen
ich habe versucht nicht drüber nachzudenken und es war klar ich werde es nicht bekommen
ich habe nicht gedacht aber ich habe gefühlt mir würde ziemlich schlecht ich war nur am brechen mir ging es so schlecht ich merkte alles
ich berührte oft meinen bauch und redete mit meinen Schmetterling weiß nicht warum ich es so nannte aber ich wusste ich lass es fliegen
dann der tag morgens schlimm ich fühlte mich schlecht dann waren wir dann da ich zitterte war nicht ich es wahr schwer dann die Narkose halb weg schaute er nochmal nach und ich sah es ich sah das herz schlagen wie es sich bewegte er sagte noch ist alles ok dann war ich weg als ich aufwachte fing es schon an ich sah die Bilder und wusste das hätte ich nicht tunen dürfen aber zu spät ich habe es getötet am 16.1.2010 ist es 1 Monat her und ich leide nicht viele wissen es mit niemanden kann ich reden auch nicht meinen man ich fühle mich so alleine ich weine viel und muss ales runter schlucken wen ich alleine bin weine ich und rede mit meinen Schmetterling das es mir so leid tut und ich Beete um Verzeihung
ich will damit sagen es tut weh und ich komme nicht zurecht damit es tut mir so leid ich musste das einfach mal schreiben und hoffe das mich jemand versteht

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71


Name:
Michelle (sieglinde2008@yahoo.de)
Datum:So 10 Jan 2010 23:50:08 CET
Betreff:Vermisse meinen Wurm
 

Letzten Donnerstag habe ich wohl den grössten Fehler meines Lebens begangen. Ich habe mein Würmchen getötet im Glauben das richtige zu tun.
Ich selber bin 30 Jahre alt und in einer Beziehung die eigentlich nicht sein darf, zumindest die Umwelt soll nicht mitkriegen das wir ein Paar sind. Er , das ist ein 55 Jahre alter Mann der vor ca 3 Monaten seine Frau verlor. Fast sofort nach ihrem Tod hat er sich in mich verliebt. Dazu muss man sagen das wir uns schon vorher kannten, ich habe mich lange und intensiv um seine Frau gekümmert, war diejenige die sie noch ins Krankenhaus gebracht hat. Trotz dessen das er sich in mich verliebt hat, hat seine Trauer hier natürlich Raum, und seine verstorbene Frau ebenso. Leider bin ich aber trotz Verhütung schwanger geworden und am Donnerstag war die Abtreibung. Seitdem geht es mir mit jedem Tag schlechter.
Vom Verstand her dachte ich mit allem abgeschlossen zu haben, war mir sicher die richtige Entscheidung zu treffen aber nun bin ich nur noch traurig und völlig verzweifelt. Klar er konnte nicht zu mir und dem Kind stehen und dadurch das wir Nachbarn sind und ich mich mit seinen erwachsenen Kindern gut verstehe wäre es sehr schwer bis unmöglich geworden den Kontakt abzubrechen. Ich weiss alles klingt verwerflich, man könnte mich hassen, aber das hilft mir jetzt auch nicht weiter. Fakt ist einfach das seit mein Würmchen nicht mehr in meinem Bauch ist, sich alles anders anfühlt. Leer einfach und ich bin nur noch am Weinen
Er war die ganze Zeit bei mir, bzw ist jetzt noch da . Tröstet versucht mir halt zu geben aber plötzlich hasse ich ihn. Wenn er lieber den Tod meines ungeborenen Kindes in Kauf nimmt als zu uns zu stehen ist das dann Liebe?
Wenn er nur um gut dazustehen mich als seine Haushälterin ausgibt als Anhängsel, ist das dann liebe?
Wenn das Kind in seinem Leben keinen Platz hat habe ich dann einen?
Eigentlich unfaire Gedanken denn er war wirklich da als es mir total schlecht ging und wenn es mir schlecht geht aber vielleicht kann mich ja jemand von Euch verstehen
Ich sehe seine Kinder und fühle mich alleingelassen. Hätte nicht jemand von denen doch zu uns gestanden hätten sie es gewusst
Ich dachte nach dem Abbruch würde es mir leichter fallen das Lügennetz aufrecht zu erhalten aber leider wird es immer schwerer und am liebsten würde ich alle aufklären und meinem Wurm und mir damit das Recht zu trauern erkämpfen
Traurige verzweifelte Grüsse

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70


Name:
Julia (babyjule_16@web.de)
Datum:Fr 08 Jan 2010 00:56:49 CET
Betreff:...
 

Hallo,

ich lese nun schon seit einiger Zeit die Einträge von euch mit und fasse mir jetzt einfach mal den Mut auch von meiner Geschichte zu erzählen...

alles angefangen hat es im Juli 2008...habe erfahren, dass ich schwanger bin. bin in der 7.SSW. =schock!
nur ne Affaire ( anhaltend seit 3 Jahren) aber nicht fest zusammen. Ich dachte: oh nein, was machst du jetzt!? du hast doch die pille genommen und auch immer richtig, nie durchfall gehabt etc. ( heute weiß ich, dass ich eine Hormonschwäche habe, wesewegen die Pille nicht "gewirkt" hat ) war etwas überfordert und wusste nicht so recht ein noch aus. Abtreibung kam für mich eigentlich nie in Frage.... doch dann wusste ich nicht mehr wie ich mir helfen sollte. IHM habe ich nichts gesagt, er war immer sehr eigen was das Thema Kinder, SS etc.angeht. Nach langem hin und her überlegen und der tatsache, dass jetzt schon 3 Wochen vergangen waren, kam ich zu dem Entschluss: Ja, ich lasse es weg machen. das ist die einzig richtige Lösung, für alle... Was will ein Kind, dessen Vater es nicht liebt, eine Mutter die allein ist!? Ich war auch bei Pro Familia, lies mir diesen Zettel geben und mein Doc willigte ebenfalls ein.
Dann der Tag: 25.Juli 2008!!! 9:03 Uhr letztes Ultraschall-Bild ( das einzige Andenken das ich noch habe ) um 9:22 Uhr bekam ich dann die Narkose.... als ich wieder aufwachte starrte ich sinnlos und unter Tränen gefüllten Augen an die Decke... Ich wusste: mein Baby ist weg. es ist tot! ich habe es umgebracht! :-( ich fasste mir an den bauch und fühlte nichts... Da ich niemandem von dem Termin erzählt hatte, musste ich ganz alleine den heimweg antreten... zuhause angekommen lag ich 3 Tage nur im Bett. nix gegessen, kaum getrunken... Telefon, Handy aus... Ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen... mir ging es so schlecht, das ich mich mehrfach übergeben musste. erste knapp eine Woche später traute ich mich ( und auch nur in Begleitung einer Freundin ) wieder auf die Straße. wir gingen shoppen, sie brachte mich auf andere Gedanken.

Im Herbst 2008 erzählte ich dem besagten "Vater" in einem heftigen Streit von der Abtreibung. seine erste Reaktion war: hast du mir das jetzt erzählt, damit ich Mitleid habe und bei dir bleibe!? und wer sagt überhaupt das es von mir ist? ich war fassungslos... wie konnte ein mensch nur so gemein sein!? konnte er mich denn nicht verstehen?!
ich habe (s)mein Kind getötet. MEINS! es war in meinem Bauch... ahnungslos und unschuldig! :-( und ich habe es umgebracht.

Über die zeit hinweg wurde das verhältnis zwischen ihm und mir wesentlich besser... ich gestand ihm meine liebe... letzes Jahr am 25.Juli 2009 war er bei mir... ich hatte es mir gewünscht. wollte bei ihm sein, diesen Tag nicht allein verbringen. auch wenn er es nicht tat, ich hatte das gefühl wir trauern beide um unser kind! :-(
Heute sind wir fest zusammen, er gestand mir seine liebe und alles läuft super... wir sprachen sogar schon über heiraten, Kinder... er möchte welche, er sagt ich bin die Mutter seiner Kinder... ich wäre bestimmt ne gute Mutter sagt er immer... Ja, ne tolle mutter, die ihr eigenes Kind tötet dachte ich mir!

Was ich damit sagen möchte ist, auch wenn es heute, jetzt gut läuft und alles "toll" ist, bleibt doch immer Angst, Trauer, Schuldgefühle und die Hoffnung niemals wieder vor solch einer Entscheidung stehen zu müssen.
Ich kann nur jeder hier raten, überlegt es euch 1000 x. Die Sache an sich zu überwinden ist vielleicht einfach, aber der Folgeschmerz wird immer in euren herzen sitzen. Die frage was wäre es gewesen? wie hätte es ausgesehen? die zeit vergeht man denkt sich; ich hätte jetzt ein kind von einem Jahr... ich glaub ich muss jetzt aufhören, sonst falle ich wieder in dieses riesengroße Schwarze loch und es wird sehr schwer dort wieder raus zu kommen....

alles liebe und gute für euch und eure "kinder"
ps. auch wenn es sich für viele vielleicht "krank" anhört, zünde ich am tag des entbindungstermins und am tag der abtreibung eine kerze an und denke ganz fest an das kind! es hilfe ein wenig über das, was war hinweg zu kommen...

Julia
.

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69


Name:
Jessy (jessica.prinzen@web.de)
Datum:Sa 02 Jan 2010 18:08:59 CET
Betreff:Suche jemanden zum reden
 

Hallo zusammen,

Mein Name ist Jessy und ich bin jetzt 20 Jahre alt. Vor mehr als einem Jahr, habe ich abgetrieben und fühle mich immer noch nicht viel besser. Ich habe hier schon einmal einen Eintrag gemacht und ein nettes Mädchen kennen gelernt. Leider hat der Kontakt nach einiger Zeit nicht mehr gehalten. Ich bin auf der Suche nach jemanden, der Lust hat, sich per Mail zu "unterhalten" über die Ereignisse und Erfahrngen. Ich habe damals gemerkt das es wirklich hilft. Also meine Mail Adresse habt ihr ja dann. Es würde mich sehr freuen, wenn eine von euch mir schreiben würde.

Liebe Grüße

Jessy

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68


Name:
kaja (home@llooll.de)
Datum:Di 17 Nov 2009 23:11:13 CET
Betreff:hilfe nach SS- Abbruch
 

Hallo an Euch,
ich habe heute mit einer Dame von Kaleb gesprochen... ich brauche Hilfe. Es wird so schlimm, dass ich jeden Tag an mein Kind denke. Ich vermisse es sooo sooo unglaublich. Es fehlt mir in meinem Leben. obwohl die Abtreibung schon 1993 war, wird der schmerz nicht weniger, ganz im gegenteil.

Ich hab am 30.12.einen Termin bei einer Beratungsstelle und hoffe irgendwie hilfe zu bekommen. Vergessen werde ich nicht, und mir wir auch nicht vergeben ABER ich muss irendwie lernen mit dem KInd, was ich verstoßen habe, zu leben.

Ich vermisse es von ganzem Herzen udn ich vermisse es!!! Alles in mir schreit nach meinem Kind.

LG Kaja

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67


Name:
Claudia (Claudia.Sinistra@googlemail.com)
Datum:Do 12 Nov 2009 19:36:23 CET
Betreff:Ich habe Angst zur Strafe keine Kinder mehr bekommen zu können...
 

Hallo,
ich bin heute auf diese Seite gestoßen und habe die einzelnen berichte gelesen. Nun will ich auch meine Geschichte erzählen... Ich muss im voraus sagen das ich leider schon zwei Abbrüche hinter mir habe. Der erste war vor sechs Jahren, ich hatte eine Affäre und wurde schwanger. Ich wollte dises Kind in jedem Fall behalten, meine damalige Affäre war absolut dagegen und betrieb psychoterror mit mir. Ich hielt lange stand und konnte irgendwann nicht mehr. Ich entschied mich gegen das Kind uund ließ es wg machen. Meine Affäre hatte mir versprochen für mich da zu sein, das wir das gemeinsam schaffen würden, doch er ließ mich im Stich! Ich begab mich ca. sech Monate nach dem Abbruch in eine Klinik, dort arbeitete ich das Thema auf...es ging mir wieder besser und ich konnte damit leben diesen Schritt getan zu haben aber ich schwor mir nie wieder eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Seit dem sind sechs Jahre vergangen. Ich hatte vier jahre lang eine Beziehung, dann lernte ich diese Jahr im Februar meinen jetztigen Freund kennen. Es ist eine ganz starke liebe und für uns war von anfang an klar das wir Kinder haben wollten. Allerdings wollten wir warten bis ich mit meinem Examen fertig bin, das ich im März haben werde. Ich verhütete zu diesem Zeitpunkt mit Persona, da ich einen sehr regelmäßigen Zykls habe. Irgendwann haben wir dann angefangen zu schludern...wir wussten beide wenn es passiert wäre das in Ordnung. Als ich dann tatsächlich am 9. September ein postives Ergebniss in den Händen hielt spielten meine Gefühle verrückt, ich freute mich und weinte da ich mit meinre vierjährigen Beziehung noch nicht ganz abgeschlossen hatte. Aber ich war mir sicher dieses Kind bekomme ich!! Mein Freund stand absolut hinter mir und sagte das wir das zusammen schaffen. So wurde aus der Unsicherheit Freude. Ich musste ien paar mal ins Krankenhaus da ich immer wieder leichte Schmierblutungen hatte. Ich hatte eine solche Angst dieses Kind zu verlieren...aber alles war in Ordnung...und dann fingen die Zweifel und die Depression an...ich musste oft an meine vorherige Beziehung denken und dachte immer wieder...aber ich wollte doch immer mit Micha Kinder...dann war nur noch das gefühl da, dass ich es nicht schaffe, das ich alles falsch gemahct habe, das ich das Kind nicht annehemn kann...zudem nehme ich Antidepressiva die auf ein minimum reduziert wurden....es war für mich nicht mehr zum aushalten, ich hatte immer wieder Bilder im Kopf wie ich das Kind abweisen würde und schlecht behandeln würde, konnte nicht mehr richtig schlafen...aber der Gedanke an Abtreibung kam später...irgendwann war er da...einfach so....mein Freund merkte immer mehr das es mir wirklich nicht gut ging, wir redeten über die Möglichkeit eines Abbruchs und gingen dann zu einer Berstungsstelle...wir schrieben nach dem Gespräch eine pro und contra Liste und bewerteten diese mit Punkten...Ich konnte zu diesem Zeitpunkt nicht über mein Gefühl entscheiden, da beides für mich nicht mehr ging, kein Kind aber auch kein Abbruch! Deshalb die Liste...als wir sie ausgewertet hatten war die Entscheidung klar, wir würde das Kind ncht bekommen. Mir ging es dann etwas besser da ich/wir endlich eine Entscheidung getroffen hatten. Erst sollte es ein medikamentöse Abbruch werden...am Tag des Abbruchs entschied ich mich dagegen und suchte mir einen anderen Arzt. Dort fühlte ich mich gut aufgehoben und in meiner Entscheidung aktzeptiert. Wir ließen den Eingriff vornehmen...als ich mit meinem Freund im Wartezimmer saß weinten wir..ich konnte einfach nicht glauben das ich es schon wieder tun würde, hatte aber auch keine Kraft aufzustehen um zu gehen. Dann war es soweit ich wurde in den OP geführt und mir wurde die Narkose gesetzt...als ich wieder erwachte weinte ich. Mein Freund war aber da und tröstete mich.
Eine Woche ging es mir gut damit...aber ab der zweiten Woche bekam ich heftige Schuldgefühle und konnte es einfach nicht glauben was ich schon wieder getan hatte. Seit dem geht es mir sehr schlecht, mein Freund und ich haben schon heftig deshalb miteinander gestritten, da er auch nicht mehr kann bzw. nicht richtig aufmachen kann. Ich wünsche mir jeden Tag es rückgängig machen zu können aber ich weiß es geht nicht...ich fühle mich leer mir fehlt etwas ganz besonderes mein Kind...und jeden Tag stelle ich mir die Frage: "Warum hatte ich nicht genug Kraft...wie konnte ich das tun..ich Fassungslos über mich selbst. Wenn ich beim arbeiten bin, bin ich abgelenkt und denke nicht so viel darüber nach, doch sobald ich im Zug sitze und wieder daheim bin geht es los... Warum, warum...um Gottes Willen warum habe ich das schon wieder getan...ich habe nur noch einen Gedanken...ich will wieder schwanger sein...in der Hoffnung das ihre Seele damit zurück kommt....ich hab Ansgt keine Kinder mehr bekommen zu können, das ich meine einzige und letzte Chance vertan habe....ich weiß nicht mehr weiter, ich hoffe nur das ich mir das eines Tages verzeihen kann...
Über antworten oder Erfahrungen von euch würde ich mich sehr freuen...fühle mich sehr allein..

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Name:
Gabi (gabiherrmann@gmx.de)
Datum:So 01 Nov 2009 11:43:19 CET
Betreff:9 Jahre danach
 

Hallo an euch,
heute nacht, nach 9 Jahren, hatte ich einen Traum. ich befand mich mit einigen anderen Frauen in einem Raum, und wir hatten alle einen Schwangerschaftsabbruch hinter uns. Ich fühlte mit den Händen meinen Bauch - er war leer. Ich wachte auf, aus diesem Traum, und dachte sofort an die Zeit vor 9 Jahren.... es war nicht nur der gleiche Monat, es war der Tag an dem ich mein Ungeborenes habe "wegmachen" lassen.

Es ist nicht so dass ich mich schäme, es ist so dass ich mich als Versagerin erlebe. Ich hatte vor 23 Jahren schon einen Abbruch.
Beide Abbrüche lassen mich nicht los. Ich lasse sie nicht los, weil ich es so gerne rückgängig machen möchte.
Ich habe zwei Kinder, bin sehr lange alleinerzeihend. Die beiden sind inzwischen groß, und ich vermisse unser Nesthäkchen, wo ich glaube es hätte zur Welt kommen sollen!

Der erste Abbruch war die reinste Hölle. Ich war Anfang 20, mein Freund noch jünger und mitten in der Karriereplanung. Ich wollte das Kind, er bearbeitete mich tagtäglich um mich zum Abbruch zu bewegen. Ich wehrte mich so gut ich konnte - und die Zeit verging. Dann kamen immer mehr Ängste, und ich hatte Angst alleine mit einem Kind zu sein. Damals wand ich mich vertrauensvoll an meine Mutter, die riet mir zum Abbruch damit ich mir mein Leben in Ruhe aufbauen könne. Es sei nicht schlimm, meinte sie. Ich war in der 12. Woche als ich dem Psychoterror meines Freundes erlag und zu einer Ärztin ging, von der ich wusste sie würde einem Abbruch zustimmen. Sie machte einen Termin in einer Privatklinik. Dort befand ich mich mit ca. 10 anderen Mädchen/ Frauen in einem Zimmer. Eine nach der anderen wurde in den Keller geschoben, und kam danach wieder rauf. Mir ging es schlecht. Dann war ich dran. Danach war ich leer. Am nächsten Tag bekam ich Fieber, am übernächsten Tag wurde das Fieber noch schlimmer und der Arzt schien besorgt. Ich bekam Medikamente. Eine Woche lag ich da, mein Freund besuchte mich und schimpfte dass er endlich in Urlaub will! Ich heulte nur noch.
Drei Monate später trennte ich mich von ihm und zog aus der gemeinsamen Wohnung aus.

Vor 9 Jahren begann ich wieder den gleichen Fehler. Meine Partnerschaft war nicht gut, und doch hatte ich das gefühl ich liebe diesen Mann. Er war nicht der Vater meiner Kinder, und er brachte auch nicht viel in unser Familienleben ein. Als ich dann schwanger wurde und es ihm sagte, schaute er nur aus dem Fenster. Dabei freute ich mich auf unser gemeinsames Kind, wurde aber jäh aus meinen Träumen von einer gemeinsamen familie gerissen.
Er hätte mich aber nicht zu einem Abbruch aufgefordert, aber er hatte auch keine gemeinsame Zukunftsvision. Wir wohnten nicht mal zusammen.
Und wieder diese Angst alleine, nun mit drei Kindern, dazustehen.

Es war immer die Angst dass ich das nicht schaffen würde. Ich war froh dass ich es mit den Beiden, die da waren, es hinbekomme. Ich glaubte dass ich mehr Kraft nicht aufbringen könnte.

Zurückblickend muss ich sagen dass ich in beiden situationen nicht einen Mensch kannte, der mir zur Seite gestanden wäre um mich zum Austragen des Kindes ermutigt hätte. Im Grunde hieß es immer: das musst du alleine entscheiden. Und das stimmt ja auch irgendwie.

Pro Familia meinte: Sie haben doch schon zwei Kinder,und wenn die Situation jetzt so schlecht ist dann sparen sie sich doch das dritte!
Heute meine ich immer, dass die mich damit irgendwie provozieren wollte.... das ich mich hätte besinnen sollen.
ich weiß es nicht.
Ich weiß nur dass ich es nicht wieder tun würde, und dass ich jeder anderen in dieser situation versuchen würde zu helfen dass sie das Kind behält.

Ich muss damit leben. Jedes Jahr um diese Zeit werde ich depressiv, und erst weiß ich gar nicht warum es mir so schlecht geht. Bis ich dann erkenne dass wieder ein Jahr vorbei ist und überlege wie alt mein Kind nun wäre.
Ich vermisse es. In diesem Leben werde ich es nie kennen lernen. Aber ich darf mich deswegen nicht aufgeben! Nur weiß ich, dass ich nie mehr so unbelastet sein kann wie vor dem Abbruch, den Abbrüchen.

Danke fürs Lesen! und viel Kraft für alle die in einer ähnlichen Lage sind, oder die kurz vor einer Entscheidung stehen!
Alles Gute für euch.

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Name:
Lisett (lisettmarcel@gmx.de)
Datum:Mi 21 Okt 2009 09:08:31 CEST
Betreff:Abbruch
 

Hallo ihr lieben,
Ich bin 25 jahre und ich habe am 30 november 2007 einen ssw abbruch gehabt... bin mutter von 3 kindern und ich muss sagen ich bereue es so sehr ich habe gestern im netz viedeos von einer abtreibung gefunden und ich war geschockt..... am meisten war schlimm für mich wo ich das viedeo gesehen habe es heist das ist ein brief an dich..... nu der gedanke lässt mich heulen.... ich habe es gemacht6 weil es mir so schlecht ging ich konnte kaum laufen musste nur brechen mir tat schon richtig der bauch weh und ich hatte aber noch 2 kinder zu versorgen.... also war es für mich das beste hätte ich vorher solche bilder gesehen hätte ich es nicht gemacht..... ich zünde jedentag eine kerze für das kleine an..... ich habe solche großen schuldgefühle..... ich habe nicht mal ein bild von ihm.... heul....
an dem tag wo ich bei meiner ärztin war da hat sie mir noch gesagt weil ich so gewint habe (wir können ja später noch mal eins machen) das waren die worte die ich davor gehört habe..... ich hoffe das kleine kann mir verzeihen.... ich habe keine ahnung ob es irgendwann besser wird oder ob ich für immer solche gefühle haben werde..... ich finde es tragisch das sich soviele frauen in solch einer situation befinden.... ich bin heute wieder schwanger in der 5ssw aber ich muss sagen dieser gedanke abbruch kam mir garne in den kopf egal was wird es kommt ...... mein mann hat gestern auch dieses viedeo gesehen und selbst er fing an um unser kleines zu weinen er sagte wie konnten wir sowas zulassen????? er hat gestern zum ersten mal verstanden was in mir 2 jahre schon vorgeht.... es ist schlimm wenn man nicht darüber reden kann und man niemanden hat der einen versteht....
so liebe leute jetzt kennt ihr meine geschichte und ich muss sagen ich habe am anfang mit mir gekämpft aber hier sind ja gleich gesinnte


Liebe grüße

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64


Name:
Tini (@DSC_Arminia@web.de)
Datum:So 04 Okt 2009 23:46:00 CEST
Betreff:Meine Geschichte
 

Weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
Ich bin 32 Jahre alt, habe 2 Kinder(Mädchen 7 Jahre und Junge 2 Jahre) und bin verheiratet.
Meine Geschichte beginnt Ende Juli 2009.
Mir fiel es schwer zu realisieren, das ich evtl. schwanger sein könnte. Aber als dann die Regel ausblieb, war mir klar, da stimmt was nicht.
Ich sprach mit meinem Mann. Für ihn war schnell klar, das wir uns kein 3. Kind leisten können. Unser kleiner ist sehr anstrengend, vermutlich auch hyperaktiv und schläft nachts schlecht. Also stand auch für mich schweren Herzens die Abtreibung im Raum. Mein Mann sagte, er hält zu mir.
Hab mir nen Termin bei meiner Ärztin geholt und mit ihr gesprochen. Mußte dann aber noch ne Woche warten, da sie auf dem Ultraschall noch keine SS feststellen konnte. Diese Woche war ein reine Qual für mich. Dann hatte auch noch mein Kleiner seinen 2. Geburtstag. Einen Tag nach dem Geburtstag dan der nächste FA Termin mit Ultraschall. Es war eine intakte SS.
Meine Ärztin machte dann einen Gesprächstermin in der Klinik. Dieser war auch schon 2 Tage später. Dieser Termin war die reinste Hölle. Kam mir vor weie ein stück Vieh beim Ultraschall. Und dann hatte ich noch meinen Sohn im Buggy daneben sitzen, weil keiner da war der auf ihn aufpassen konnte.
Und dann wurde der Termin festgelegt. Am 21.August sollte ich um 7 Uhr da sein.
Am 18. August wurde dann noch meine Tochter eingeschult. Da niemand aus der Familie etwas mitbekommen sollte, schlief unsere Große dann vom 20.08. auf den 21.08. bei ihrer Freundin. Der Mutter erzählten wir ich hätte eine Zyste, die mir ambulant entfernt wird. Das erzählten wir dann auch unseren Familien.
Mein Mann brachte mich dann am 21.08. zum KH, hielt an der Tür und fuhr weg, weil er unseren Kleinen betreuen mußte.
Um 7 Uhr war ich dann da. Und erfuhr das ich um 10.30 Uhr erst dran bin. Eine lange Zeit. Ich lag im Bett, dachte nach und sah fern.
Doch um 9 Uhr wurde ich abgeholt. Und gegen 9.45 Uhr wurde die Narkose gesetzt. Um 10.30 Uhr wurde ich wieder wach. Ich fühlte mich leer, konnte aber nicht weinen.
Gegen 14 Uhr kamen mein Mein und mein sohn auf Station und holten mich ab.
Alle diese Wege hab ich alleine gemacht. Mein Mann hat mir nicht zur Seite gestanden.
Ich kann noch immer nicht mit ihm reden. Bisher mit niemanden. Würde gerne mit ihm reden. Doch zur Zeit sind öfter Meinungsverschiedenheiten zwischen uns.
Wir schlafen zwar wieder miteinander, aber es ist nicht mehr da was es mal war. Ich mag ihn nicht mehr verführen. Und irgendwie empfinde ich auch nichts mehr beim Sex.
Nun kommt alles raus, was ich in mich reingefressen habe. Es tut so weh. Während ich dies hier schrieb mußte ich zum ersten Mal weinen!

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63


Name:
Tanja (stellacadente1987@hotmail.de)
Datum:Mo 21 Sep 2009 21:03:13 CEST
Betreff:Schwangerschaftsabbruch
 

Hallo ihr lieben,
auch ich möchte meinen Beitrag zu diesem Thema niederlegen.. Einfach weil ich grad das Verlangen danach habe, alles niederzuschreiben ..
Mein Schwangerschaftsabbruch war am 14. Januar 2009. Das hört sich jett lang her an, aber ich habe immer noch damit zu kämpfen.
Als ich beim Frauenarzt war und mir dieser sagte, dass ich Schwanger bin, war ich ebreits in 8. Woche. Zu Hause redete ich mit meinem Freund. Er sagte mir zwar, dass egal wie ich mich entscheide, er bei mir bleibt, machte mir aber auch bewusst, dass der Zeitpunkt gerade ziemlich unpassend war. Wir hatten gerade erst unseren Sonnenschein bekommen, der zu dem Zeitpunkt gerade mal 5 Monate alt war.. Ich machte mir viele Gedanken, hatte schlaflose und Tränen volle Nächte hinter mir.. Wie würde es aussehen im August, wenn der/die kleine zur Welt kommt.. Luca wär da gerade mal 1 Jahr.. Mein Freund kaum zuhause, weil er beruflich sehr eingeschränkt ist. Würde ich Luca da noch gerecht werden? Ich hatte Angst davor, das ich ihm nicht mehr meine ganze Liebe schenken würde, ich seine schönsten Phasen, seine ersten Schritte usw. nicht bewusst wahr nehmen kann und dann war da noch mein Freund, der eigentlich sowieso dagegen war.. Andererseits wollte er Luca auch nicht und liebt ihn jetzt abgöttisch.. Ich hatte gehofft, mit meiner Mutter darüber sprechen zu können, doch auch sie zählte mir nur die negativen Seiten auf, die passieren würden, wenn ich das Kind bekommen würde.
Am 14. Januar war es dann soweit.. Wir fuhren in die Klinik, und wurden erst sehr freundlich empfangen.. Mein Termin war um 7.00 Uhr, doch kam ich erst nach 2 Stunden Wartezeit dran.. Diese Zeit waren die Hölle für mich.. Ich saß im Wartezimmer, hörte die anderen reden, die auch einen Abbruch vornehmen wollten, für die alles so selbstverständlich war.. und mir liefen nur die Tränen.. Mir kam es vor wie an so einem Fließband.. alle paar Minuten wurde eine andere aufgerufen.. Ich konnte nicht mehr.. Schießlich war ich dran.. Der Arzt kam zu mir und besprach mit mir sein Vorhaben.. Doch so wirklich bekam ich nichts mehr mit.. Ich weinte und weinte und der Arzt fragte mich ob, ich diesen Schritt wirklich gehen will.. ich sah die Augen meines Freundes und tat es.. Als ich dann auf dem Op-Tisch lag und die Schwester mir die Narkose verpasste, wollte ich alles hin schmeißen.. doch es war zu spät.. als ich aufwachte war ich allein.. Ohne meinem Kind und ich weinte immer noch.. Innerhalb weniger Minuten, hatten sie es mir genommen.. Und ich hatte keine Kraft besessen, mich dagegen zu währen.. Die anderen Frauen im Aufwachraum redeten miteinander als wären sie gerade bei der Kosmetikerin.. Nur mir ging es schlecht.. Noch nicht mal mein Freund durfte zu mir.. Ich musste warten, bis sie mich entließen, bis ich ihn in die Arme schließen konnte..
Dieses Erlebniss geht mir immer noch sehr nahe.. Ich habe immernoch Abende an denen ich nur weine und mich alleine fühlen.. Mit wem sollte ich reden?? Mit meiner Familie, die alle denken ich hätte es verkraftet? Die von Anfang an gesagt haben, dass eine Abtreibung das Beste wäre?? Mit meinem Freund?? Der sagt, er würde mich verstehen, es aber letztendlich doch nicht tut, weil er keinen blaßen Schimmer von dem hat, was in mir vorgeht??? Mich doch nur in den Arm nimmt und sagt, das kriegen wir schon hin und es wird schon??
Nein, nichts wird.. Ich habe mein Kind verloren !!!!

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62


Name:
nici (nicithi@gmx.de)
Datum:Do 27 Aug 2009 19:07:38 CEST
Betreff:gehen viele männer nach einem abbruch??
 

hallo!

auch ich habe "ES" getan - am 15.04. hatte ich einen schwangerschaftsabbruch. mein freund und ich waren zu dem zeitpunkt 4 monate zusammen und gerade frisch von unseren ehepartnern getrennt. auf beiden seiten jeweils bereits 3 kinder - also 6 zusammen! ich habe beruflich gerade wieder fuß gefaßt - er ist finanziell ziemlich angeschlagen - "ES" war eine vernunftsentscheidung, die ich mir auf der gefühlsebene wohl nie verzeihen werde...
mir fehlt mein kind - ich wäre JETZT im 6. monat - wo ist mein bauch, der runder wird - wo bewegt sich etwas in mir - wo ist der mann, der vater werden sollte????
mein partner hat versprochen "hinter" mir zu stehen - er hat beruflich einen evangelischen hintergrund und ist pädagoge - er ist NICHT mit gegangen am 15.04. - ich bin mit meiner freundin gefahren und habe es alleine schaffen müssen...
danach haben wir uns zwar irgendwie gefangen, aber ich habe mich - unbewußt - immer seltsamer verhalten.... bis ich begriffen habe, dass mein abweisendes und verschlossenes verhalten auf den schwangerschaftsabbruch zurückzuführen ist, war die beziehung schon beendet - ich habe die steilvorlage geliefert und er ist gegangen....
auch nachdem ich mich ihm erklärt habe, lehnt er jeden kontakt mit mir ab - er sagt, ich bin nicht die richtige und er will sich neu verlieben...
ich habe mein kind verloren und den partner dazu - wahrscheinlich musste alles so kommen, aber es zerreißt mir das herz, weil ich das gefühl habe ohne IHN den abbruch nicht wirklich verarbeiten und vergeben zu können - und das muss ich wohl, um weiterleben zu können....
würde mich freuen, wenn jemand ähnliches erlebt hat und mir raten oder helfen kann....
l.g. nici

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61


Name:
kaja (home@llooll.de)
Datum:Mo 27 Jul 2009 18:30:29 CEST
Betreff:Mein geliebtes und doch verstoßenes Kind
 

Hallo zusammen,

mein Name ist Kaja und ich bin 39 Jahre alt. Inzwischen bin ich Mutter von vier wundervollen kindern. Lisa geb 13.11.1988 / Sina geb. 31.10.2003/ Louis geb. 22.12.2005 und kiano geb. 16.10.2008.

Zu meiner Geschichte: (1993)

Ich war 23 Jahre alt, verheiratet und Mutter einer 5-jährigen Tochter. Ich hörte des damals oft, dass frau doch mal einen 1/2jährige Pillenpause machen sollte. Da könne sich der körper mal von den ganzen hormonen befreien. Gut, das ksichlang plausibel und da wir damals auch nicht so viel Geld übrig hatten, setzte ich einfach die Pille ab. Ich bin vor lisa nicht gerade schnell ss geworden und so hab ich auch garnicht großartig über verhütung nachgedacht. Mein Ex-mann schon mal garnicht.

Es dauerte dann auch ca. 6monate, als mich so ein komisches Gefühl beschlich … Irgendwas sagte mir, mach doch mal einen SS-Test. (da ich keinen Regelkalender führte, wußte ich auch garnicht wann ich meine Regel hätte bekommen müssen etc) Der Test, den ich gleich geholt hatte und gebraucht hatte, zeigte an: SCHWANGER. Ich war geschockt… bin zu meinem Ex-mann auf Arbeit und hab ihm gesagt, dass ich schwanger sei. Er war sehr geschockt und erklärte mir auch gleich, dass er das kind nicht haben möchte. Wir hatten eine Tochter und das reichte.

Ich stand kurz vor meiner IHK-Prüfung zur Bürokauffrau (hatte nach meiner Tochter noch einen zweiten Beruf gelernt) und wollte gerade beruflich fußfassen. Alles drehte sich. Ich hatte Angst …. Mein Mann stellte mich vor die Entscheidung: „das kind oder ich“! Wenn Du das kind behälst, bin ich weg!! Was sollte ich tun???? Ich hatte solche Angst.. Alleine mit zwei kindern??? Zwei jahre schule und dann doch keine berufliche Zukunft… wer nimmt mich mit zwei kindern.. alleinstehend???

Meine Frauenärztin hatte US machen müssen, um zu sehen wie weit ich bin. (ich konnte ihr ja nicht mal sagen wann ich meine letzte Periode hatte) Sie druckte ein US bild aus und zeigte mir mein kind… ich konnte die kleinen Ärmchen und Beinchen sehen. Keine ahnung wie weit ich wirklich war. Ich muss aber schon recht weit gewesen sein. Das weiß ich jetzt!!! Es wurde dann ganz schnell ein Termin für einen Abbruch in einer Tagesklinik gemacht und ich ließ mir mein kind nehmen. Anfangs war ich recht froh alles hinter mir zu haben.. Ich habe dann oft von meinem kind geträumt, habe es mir vorgestellt, habe geweint und es vermisst.

Von jahr zu jahr wird mein schmerz größer!!!!!! Ich vermisse mein kind…… ich fühle mich sooo schuldig. Es ist ein großer schmerz in mir der NIE vergeht. Ich trage so schwer an meiner Schuld!!! Manchmal kann ich es kaum ertragen.. Ich hoffe, mein Kind kann mir verzeihen. Hätte ich doch einfach gekämpft, mich durchgesetzt. ABER nein… ich habe mir mein kind rausreißen lassen.

Wie gern würde ich alles rückgängig machen und es im Arm halten… ich konnte es nie halten, stillen und liebkosen… ich war feige und schwach. Manchmal denke ich, es ist richtig das ich leide. Ich habe es nicht besser verdient!!!!

Ich habe jetzt vier tolle kinder und doch trage ich so viel schmerz in mir, dass ich manchmal glaube, daran zu zerbrechen.

Liebes kindlein, verzeih mir!!!! Verzeih mir, verzeih mir.. ich könnte es stundenlang laut in die Welt schreien!!!!! Ich muss oft still und leise weinen. Es soll niemand hören und sehen. Ich spreche mit niemanden darüber. Fühle mich schlecht…. Ich habe etwas unverzeihliches getan und habe kein Recht auf Trost. Wer hat mein kind getröstet als es aus mir gerissen wurde??? Einfach so, auf einmal war alles vorbei. Gerade noch wohl behütet im Mutterleib und plötzlich zerrissen…… Zerrissen!!! Ich habe immer wieder diese Bilder vor Augen… Da kommt so ein schlauch und zerfetzt mein kind in stücke. Warum, hab ich das zugelassen??? Es gibt keine Entschuldigung, kein Verzeihen.. es gibt nur die Schuld. Die habe ich zu tragen, Tag ein Tag aus. Genauso ist es richtig.

Ich bedanke mich, dass ich meine Gedanke hier niederschreiben durfte. Den schmerz macht es nicht erträglicher, aber ich konnte meine Gedanken einfach mal mitteilen.

Danke dass es diese Form der Äußerung gibt.

Traurige Grüße

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60


Name:
yvonne (@yvi.jpfm@web.de)
Datum:Mi 27 Mai 2009 21:58:53 CEST
Betreff:5 jahre später tut es immernoch weh
 

ach 5jahren tut es immernoch weh


es war der 27.04.2004 als ich zur routineuntersuchung zum frauenarzt musste. es war ein schöner tag; warm und die sonne schien. ich hatte mittagspause und ging schnell rüber zur meiner frauenärztin. als sie mich untersuchte sagte sie nur "oh glaube wir müssen mal rüber ins andere zimmer.." ich wusste sofort, was sie mir gleich sagen würde. und so war es auch.. sie sagte" herzlichen glückwunsch, sie sind schwanger. schon ziemlich weit. also kommen sie montag vorbei um sich den muttterpass abzuholen"
in mir brach alles zusammen, ich und ein kind?? wie sollte das gehen?? ich war noch in der probezeit und mit meinem freund lief es auch nicht gut.. mehr als schlecht um ehrlich zu sein...ihm ist öfters mal die hand ausgerutscht... auch verbal ging es immer heiss her...
ich verlängerte meine pause und ging nach hause, um mit ihm zu reden... immerhin war es schon zu spät, um abzutreiben. auf dem weg nach hause wurde mir einiges klar.. die übelkeit, die ich für eine magenverstimmung hielt, die unterleibschmerzen. doch ich hatte verhütet. wie konnte das sein?? ich hatte die ganze zeit meine periode bekommen, die schwangerschaftstest waren alle negativ.. alle 3... doch dann machte es klick... ich war im januar im krankenhaus.. die medikamente habe die wirkung der pille beeinflusst.. wie konnte ich das damals vergessen haben??
in meinem kopf herrscht ein krieg zwischen muttergefühlen und dem gefühl es nicht zu wollen... mein freund machte mir die tür auf und fragte warum ich weinen würde,,, weinte ich?? das habe ich nicht mitbekommen.. ich war so verwirrt.. also fackelte ich nicht lange und sagte, dass ich schwanger bin und das schon ziemlich weit.. anstatt mir zu sagen, dass wir das schon schaffen, sagte er mir, dass er mit seinem vater alles klärt und wir nach holland fahren... ich dachte ich höre nicht richtig...
den ganzen restlichen tag auf der arbeit sah ich nur das ultraschallbild vor mir. es hatte arme, beine man sah das es ein baby ist...
abends zu hause waren seine eltern da und alle redeten auf mich ein, dass es zu früh für uns ist ein kind zu bekommen... doch bitte wann ist man alt genug ein kind zu bekommen??? ich lag dann abends in der wanne streichelte mein bauch und weinte.. weinte, weil ich nicht stark genug war es alleine durchzuziehen,, weinte weil ich es schon liebte und es doch nicht bekommen konnte,
montags bin ich zum arzt und sagte, das ich es nicht bekommen könnte, ich adressen von holland bräuchte, sie rechnete nochmal genau nach und sagte es geht noch hier, doch dann müsste alles ganz schnell gehen,,,
am nächsten tag hatte ich einen Termin bei pro famillia. dort ging alles ganz schnell.. niemand hatt versucht mich davon abzubringen,,

donnerstags kam ich ins krankenhaus.. dort bekam ich tabletten, damit die gebärmutter anfängt zu arbeiten,,,mir ging es so schlecht, den ich wollte das nicht doch damals dachte ich, ich hätte keine andere wahl..
freitags kam ich um halb zwölf in op.. man sagte es dauert nicht lange..
um halbdrei bin ich im aufwachraum wieder zu mir gekommen.. mir ging es hundselend.. mich schauten mehrere besorgte gesichter an.. ich wusste sofort das irgendwas nicht stimmte. doch niemand sagte was..

oben im zimmer brach mein freund in tränen aus so schlimm sah ich aus.. ich hatte 1,5 liter blut verloren und wäre fast gestorben... die blutkonserven standen schon bereit und waren immernoch für mich reserviert,,.sie hätten mir beinahe die gebärmutter entfernt... ich wusste sofort, dass ich ein riesen fehler gemacht hatte... doch nun war es weg.. ich hatte mein baby getötet... wie konnte ich nur...

als ich auf toilette wollte, bin ich zusammen gebrochen... das blut schoss aus mir raus... sie brauchten 3 pfleger um mich wieder ins bett zu bringen,,

ich fühlte mich leer,,, es tat so weh..

nach 2 tagen hörten die blutungen auf.. ich dacht, das wäre gut. doch falsch gedacht -- es sammelte sich in der gebärmutter, es konnte zur blutvergiftung führen... sie wollten nochmal operieren.. die gefahr, dass ich wieder so viel blut verlieren würde war gross.. doch sie versuchten das blut mit tabletten raus zu bekommen..
was zum schluss auch funktionierte... gott sei dank..
ich lag knapp 2 wochen im krankenhaus... danach war ich noch über eine woche zu hause...

ich habe kaum was gegessen und nur geweint.. zum schluss habe ich bei einer grösse von 165 cm nur 47 kg gewogen

ich weinte um mein baby und mein freund ging feiern.. ihm war es egal.. es war weg und gut..

nen halbes jahr später trennten wir uns..

das erste jahr danach bin ich total abgestürzt... falsche leute usw...mir war alles egal--- mein leben war mir egal..

dann vor gut 4 jahren bin ich da hin gezogen wo ich noch heute lebe... ich habe von vorne angefangen.. neuer job, neue freunde, neues leben...

bis heute tut es mir weh fünf jahre danach und der 30.04. ist nach wie vor ein harter tag die erinnerungen tuen weh..

es gibt gott sei dankmittlerweile zeiten da denke ich gar nicht mehr daran... doch jedesmal wenn ich kinder in dem alter sehe tut es weh... wie würde mein kind aussehen??

ich liebe mein jetziges leben, aber mir verzeihen kann ich noch nicht,,,
ich sage mir immer, dass ich richtig gehandelt habe... doch die frage, was wäre wenn lässt sich leider nicht beantworten.......

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59


Name:
BineWolf (@SabineSchreiber78@web.de)
Datum:Mi 27 Mai 2009 15:21:15 CEST
Betreff:immer noch Schuldgefühle...
 

Hallo, ich heiße Sabine bin 31 Jahre alt und hatte im Oktober 2007 einen Abbruch. War damals mit einem Mann zusammen, der nur Sex von mir wollte, ich glaubte aber an eine Beziehung. Habe mir immer Kinder und Familie gewünscht. Dann war ich plötzlich schwanger. Habe mich erstmal einfach nur gefreut. Als ich es ihm sagte, hat er ganz anders reagiert als erwartet. ERstmal zumindest. Er war sehr ruhig und lieb und hat so getan als würde er mit mir überlegen, was wir machen. Ich habe schon von Heirat und Familie geträumt. Ich war so naiv. Systematisch hat er mich von allen Menschen in meiner Umgebung abgekapselt, hatte plötzlich jeden Abend Zeit nur für mich. Hat mir eingeredet, wir müssten noch 2 Jahre warten, bis wir mehr Geld haben. Hat mir eingeredet alleine würde ich es nicht schaffen. Es war eine sehr sehr schlimme Zeit. Er konnte sehr gut argumentieren. Hat mir mit allem gedroht. Sogar damit mir etwas anzutun wenn ich nicht abtreibe. Ich war so dumm. Ich wollte eine intakte Familie und auch einen Vater für mein Kind. Er hat dann den Termin bei einem Arzt gemacht. Der hat mich noch nicht mal mehr gefragt, ob ich das eigentlich will. Ich war wie gelähmt, wollte weglaufen aber ich wusste nicht wohin und dann habe ich es machen lassen. Es hat noch nicht mal weh getan und ich konnte nur denken, es muss doch weh tun wenn man sein Kind tötet. Danach waren wir noch ca. 1 Monat zusammen. Ich habe endlich verstanden, dass er mich nur ausgenutzt hat und nur mit mir schlafen wollte. Für diese Erkenntnis musste mein Kind sterben. Im Januar 2008 habe ich meinen Mann kennengelernt, wir haben am 12.12.2008 geheiratet. Er ist das Beste was mir je passieren konnte. Er kennt meine Geschichte. Hatte bei der BEratungsstelle nach dem Abbruch eine Trauertherapie. Das hat gut getan, aber ich glaube, es reicht nicht. Wir wünschen uns ein Kind, leider werde ich nicht schwanger. Ich habe große Angst, dass ich mir mit meinen Schuldgefühlen selber im Weg stehe. Und daher einfach nicht schwanger werde. Am schlimmsten ist das Gefühl Gott gegenüber. Kann Gott mich noch lieben, nachdem ich so etwas getan habe???
Diese Frage stelle ich mir oft. Aber ich habe Angst zur Beichte zu gehen, lebe auf dem Land und hier sind die Pastore noch sehr konservativ. Allen die diese Erfahrung gemacht haben, viel Mut und viel Kraft. Allen die vor der Entscheidung stehen, lasst es nicht machen, es gibt fast immer einen anderen Weg.

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58


Name:
Jani (janinarabe@web.de)
Datum:Di 19 Mai 2009 00:50:22 CEST
Betreff:Mein Baby...Luca-Malin
 

Hallo,

ich bin grad 23 geworden, meine Abtreibung ist etwa 9 Monate her.
Es ist mit keinem Tag besser geworden. Nein-nur schlechter.

Es ist alles kaputt gegangen und es hat ülötzlich nichts mehr Sinn gemacht.
Die Beziehung ging kaputt, er hat mich sogar noch richtig ausgenutzt (sexuell), meine Arbeit...
Zeitverschwendung - in meinen Augen.

Ich leide seither an schweren Depressionen. Starke Schuldgefühle machen mir Tage und Nächte zur hölle.
Erst kann ich nicht einschlafen, dann habe ich die schlimmsten Albträume.
Darüber hinaus strafe ich mich, unterbewusst, mit aufritzen meiner Arme und gestatte mir oft tagelang nicht zu essen, bis ich dann Nachts Fressattacken bekomme.
Diese Depression löst auch körperliche Beschwerden aus.

Taube - brennende Zunge
Kopfschmerzen
Druck auf den Augen bis hin zum verschwommenen sehen
Magenschmerzen
Antriebslosigkeit
Ermüdung

Dazu kommen soziale probleme

Isolation
Hass auf andere weil sie mich nicht unterstützt haben
kein Vertrauen mehr in andere
Beziehungs"unfähigkeit"

Ich habe bereits einen Psychologen konsultiert.
Musste ein halbes Jahr warten bis ich einen Termin bekam.
Hatte erst eine einzige Sitzung bei ihn. Der Folgetermin war erst
2 ganze Monate später und wurde dann aus Krankheit seiten des Arztes nicht wahrgenommen.
Das bedeutete wieder 2 Monate warten. Von diesen 2 Monaten ist jetzt immer noch ein Monat
übrig... ich schaffe das aber nicht mehr.

Es muss doch möglich sein schneller und vorallem regelmäßiger therapiert zu werden...
Es ist doch akut bei mir... ich habe angst vor mir selber !

Jani

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57


Name:
Sabse (@ dicke72@gmx.de)
Datum:Do 07 Mai 2009 20:14:14 CEST
Betreff:Ungewollt schwanger
 

Hallo Zusammen,
ich weiß, ihr könnt mir nicht helfen; diese Endscheidung muß ich ganz allein treffen, aber ich habe angst es nicht zu verkraften.
Ich bin verheiratet und Mutter eines Sohnes (fast 4). Ich bin schwanger, aber nicht von meinem Mann.
ICh habe es ihm auch schon gesagt und er will, dass wir zusammen bleiben - aber ich soll dieses Kinde nicht bekommen.
Wir wollten zwar noch ein zweites Kind, aber leider können wir ohne Hilfe keine bekommen.Ich habe mir so sehr gewünscht, eines Tages auf normalen Wege schwanger zu werden. Ich muß mich entscheiden. Er sagt, wenn ich das Kind behalte, soll ich der ganzen Nachbarschaft sagen, dass es nicht von ihm ist und er würde auch nicht dafür aufkommen. Ich kann ja verstehen, dass er das Kind nicht will und ich weiß, dass ich ihn verletzt habe, aber ich frage mich, wie es mir damit geht, wie ich damit klar komme. Es wäre die richtige Entscheidung für meine Familie, aber was ist mit mir? Habe ich überhaupt ein Recht mir Gedanken über mich zu machen. Ich muss doch auch an meinen Sohn denken.
Bitte verurteilt mich nicht - mir ist bewußt was für eine Schuld ich auf mich geladen habe.

Danke für euer Zuhörn
Sabse

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56


Name:
Mona (simona.prosl@hotmail.com)
Datum:Mi 29 Apr 2009 23:23:17 CEST
Betreff:Ein Zeichen!
 

Ich bin in der 6. Woche schwanger! Aber leider sagte mein Mann sagte, ich soll es abtreiben - denn wir könnten uns kein Kind leisten. Und wir hätten ja schon zwei. Er ist jetzt 2 Jahre alt. Ich habe eine Tochter mit 14jahren - aus erster Beziehung mitgebracht.
Ich weiß es mal eine Woche, dass ich schwanger bin, und von dem tag an, bekam ich solchen Druck von meinem Mann, dass ich in meiner Angst über die Zukunft einen Termin ausgemacht habe. Der war am 28.04.09 um 10.30. Wir waren auch dort, ich weinte die ganze Zeit, und als ich dran kam, fragte mich noch die Schwester, ob ich es mir noch mal überlegen wollte - aber mein Mann hat mich so beinflusst, dass ich nur nein sagte. Ich lag schon auf den Stuhl, mir sollte schon die Narkose gegeben werden, als mich der Arzt noch mit Ultraschall untersuchte und sagte, es ginge nicht, es sei noch zu klein, ich solle in 2-3 Wochen kommen. Oder ich nehme diese Abtreibungspille und dann in 48 Stunden wieder eine und dann würde es ausgeschieden werden - aber das wollte ich auf gar keinen Fall - da töte ich es doch mit meinen Händen, indem ich die Pille selbst schlucke.
Ich stand auf und ging wieder in den Warteraum, wo mein Mann auf mich wartete, er war überrascht mich schon zu sehen, und ich erzählte es ihm, dass es zu früh wäre für eine operative Abtreibung.
Er war nicht erfreut, er wollte es schon hinter sich haben! In 2-3 Wochen sollte ich wieder dorthin, und ich weiß, dass ich es nicht machen lassen kann!!! Das war ein Zeichen, es soll leben!!!

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55


Name:
Janet (arachnophobia_27_w@yahoo.de----------)
Datum:Fr 17 Apr 2009 23:56:06 CEST
Betreff:niemand wir mir die frage beantworten
 

niemand weiß die antwort - warum ich am 15.04 zugelassen habe, dass die person, die sich ICH nennt diese 3 tabletten geschluckt hat und damit ihr ungeborenes kind tötet.
es war die falsche entscheidung
es war nicht nur der falsche mann - es war auch die falsche entscheidung
es gibt tatsächlich kein zurück mehr - sie ist weg - ich bin leer - und werde diese leere mit nichts auffüllen können

und der, der mit mir vollem bewußtsein mein kind, welches ich hergab, zeugte - den interessiert es überhaupt nicht - er ist dankbar, dass ich ihm die entscheidung und verantwortung abgenommen hab - es interssiert ihn so sehr, dass er tanzend,pfeifend,lachend durch die weltgeschichte tingelt

schade .... dass ich lediglich gehandelt - jedoch nicht nachgedacht habe

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54


Name:
Anonym33 (eve_sonnenschein@web.de )
Datum:Fr 10 Apr 2009 00:36:03 CEST
Betreff:Leide noch immer
 

Hallo,
ich bin 33 Jahre alt und hatte 2001 eine Abtreibung!
Ich kann es nicht vergessen, weil es eigentlich ein Wunschkind ist. Wir haben darauf hingearbeitet, dass ich schwanger wurde. Als es geklappt hat und der Test positiv war, war ich total happy. Doch dann kamen plötzlich Zweifel, hatte Angst es finanziell nicht zu schaffen vor allem, weil mein damaliger Freund schwarz war und ich wusste, meine Eltern stehen nicht hinter mir. Ausserdem war er schon mal im Gefängnis und hatte keinen Job. Ich konnte meinem Kind nichts bieten.Hatte Angst ... Als ich ihn auch noch mit meiner besten Freundin ertappte, habe ich abgetrieben. Vergesse nie das Bild im Wartezimmer,wo ein Mischlingskind am Fussboden gespielt hat. Ich dachte, noch kannst du wegrennen ... Das Problem war auch noch, dass die Narkose nicht gewirkt hat, es "para" ging!!! Hatte währenddessen geschrien, es fühlte sich an als würde ich innerlich zerfetzt werden!!! Habe danach im Halbschlaf noch über den Arzt geschimpft! Habe so ein schlechtes Gewissen, weil ich mir das Kind doch gewünscht hatte, hab sogar dafür in der Kirche gebetet!!!! Seitdem zerreisst es mir das Herz, wenn ich Kinder und Schwangere sehe, alle meine Freunde haben Kinder und mein Freund will keine!! Könnte heulen!!! Es tut so weh ...

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53


Name:
Sabine (Herzblatt16@gmx.net)
Datum:Mi 01 Apr 2009 18:21:47 CEST
Betreff:Auch ich habe abgetrieben
 

Ich heiße Sabine und bin 24 Jahre jung.
Mein Abrruch war vor 5 Jahren und ich leide noch heute trotz der Tatsache das ich abtreiben wollte.
Dachte es sei für das Kind nicht gut wenn es nur die Mutter hat und die dann auch noch die Schulbank drückt.
Heute weis ich es hätte anders sein können!Nein es hätte anders sein müssen!
Ich Lebe im Main-Taunus-Kreis und würde mich über Kontakte mit Betroffenen sehr freuen.
Vielleicht findet man ja einen Weg mal ein treffen irgendwo in Hessen zu organisieren.


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Name:
natalie (mizzez_telfair@yahoo.com)
Datum:Sa 03 Jan 2009 13:57:08 CET
Betreff:unvergesslich für mich ....
 

ich 19 jahre alt, hatte am 12.11.08 eine abtreibung. ich war in der 9 ssw. meine geschichte lief so ab ...
ich hatte meinen partner kennengelernt, etwa ein monat. wir sind uns immer näher gekommen und hatten geschlechtsverkehr. bis dahin dachte ich mir nichts und war glücklich mit ihm. doch dann bekam ich ein komischen gefühl und meine tage blieben auch aus, doch diese waren immer unregelmäßig, daher sorgte ich mich. doch dieses gefühl blieb und daher machte ich einen schwangerschaftstest um sicher zu gehen, positiv ... ich machte noch einen, positiv ... und machte noch einen und auch dieser war positiv. ich konnte es nicht fassen und dachte es wären falsche ergebnisse, denn ich verhüte. darauf hin hab sofort die frauenärztin angerufen. konnte auch sofort kommen, ultraschalluntersuchen und da da sah ich es schon ... ein winziger kreis und ab da wusste ich, ich bin wirklich schwanger. die erste person die ich anrief war meine beste freundin, ging jedoch nicht ran. zweite person war mein bruder, auch er erwartet ein kind und sagte mir er wäre für mich da. zu hause wusste meine mutter sofort das was los ist. ich musste nicht viel sagen und sie wusste es. es liefen ihr nur tränen runter, sie war am bodenzerstört...mein vater war nur sprachlos und bekam kein wort raus. ich weinte nur ... sie haben von mir verlangt meinen partner sofort anzurufen und bescheid zu sagen. dies tat ich, ich erhielt nach vielen anrufen und smsn keine antwort bis 12 uhr nachts ... und ich erzählte es ihm. er freute sich zu erst doch ich wusste dies hätte keine zukunft, denn ich war nicht bereit. ich bin im zweiten lehrjahr als krankenschwester, bin frisch ausgezogen ... wie sollte ich ein kind bekommen, von einem mann mit dem ich erst seit kurzem zusammen bin, denn ich wohlmöglich kaum kenne. meine eltern sagten sie wären da für mich und würden mir helfen. ich soll mir die entscheidung gut überlegen....doch ich kam nie weg von diesem gedanken es abzutreiben. ich wollte mir meinen zukunft nicht verbauen. dann kam auch noch dazu das mein partner zu einen arschloch wurde und meinte er würde finanziell für das kind sorgen doch seine karriere ist ihm im moment wichtiger. da brach eine welt für mich zusammen. und dies hat meine entscheidung noch mehr befestigt, denn auch von den kommentaren meiner eltern konnte ich hören sie wären mehr für eine abtreibung....ich will nicht sagen das ich gezwungen worden bin, jedoch beeinflusst wurde.
zwei wochen später ging ich zum beratungsgespräch...und wie ich mir dort so zuhörte, bin ich erschrocken...ich klang so kühl und menschlos. ich sagte ihr mir würde das nix aus machen, ich habe keine verbindung zu diesem kind da ich es nicht gesehen habe und da es noch kein kind ist. eine woche später untersuchungstermin für die abtreibung. da sah ich das es schon gewachsen ist ... es war viel größer. man konnte schon etwas erkennen. und begann zu zweifeln .... nächster tag - tag der abtreibung. morgens um 7 wachte ich auf, mir war nicht gut, tränen standen mir in den augen, doch ich ging trotzdem hin. ich wurde reingeschoben. ärtze, schwestern taten ihre arbeit, keiner kümmerte sich darum das mir tränen runterliefen, wie es mir ging, ob ich es wirklich wollte. da wurde mir schon das narkosemittel gespritzt und ich war weg....als ich aufwachte lagen 3 frauen neben mir. auch abtreibungen und unterhielten sich als ob nichts wäre. ich weinte leise vor mich hin. und da war mir klar, dass es weg ist, dass ich es wirklich getan habe. und ich fühlte mich leer. diesen ganzen tag verschlief ich...ich wollte niemanden sehen. doch ich kam damit ziemlich gut klar...bis mir die schwangeren, kleinkinder, säuglinge verstärkt auffielen. dann sah ich abtreibungsbilder im internet...und ich fühlte mich wie eine mörderin. und bis zum heutigen tag kann ich diese abtreibung nicht vergessen, mir kommen täglich tränen und wünschte ich hätte es nicht getan doch jezt ist es zu spät. manchmal bekomme ich sogar gedanken die mir sagen auch ich soll nicht mehr leben, da ich ein leben genommen habe ... von dem vater hörte ich nichts mehr, denn ab da zeigte er mir sein wahres gesicht. meine eltern, fragten mich einmal ob es mich beeinflusst und ich antwortete nur nein. seit dem hat es jeder vergeseen ausser ich ........ es versteht mich keiner, es weiss keiner wie ich mich fühle ... und ich weiss nicht mehr weiter

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Name:
Friedel (bitzkit@gmx.de)
Datum:Mo 15 Dez 2008 21:14:26 CET
Betreff:Abtreibung verarbeiten, als Mann
 

Hallo zusammen

Ich habe vor ca. fünf Jahren die Erfahrung gemacht ein Kind abzutreiben. Nicht ich war es, der körperliche Erfahrungen gamacht hat, sondern meine damalige Freundin. Was mir bis heute fehlt, sind Gespräche mit anderen Männern. Für viele Männer spielt es vielleicht nicht so eine große Rolle, weil sie keine körperlichen Erfahrungen gemachte haben. Ich merke allerdings, das ich noch darunter Leide bzw. viel zu verarbeiten habe. Auch wenn es "nur" psychisch-emotionale Erfahrungen waren.

In der Zeit der Abtreibung habe ich meiner Freundin beigestanden, sie unterstütz und ihr geholfen. Dabei bin ich allerdings zu kurz gekommen. Sie hatte damals wenig Verständnis, was ich auf jeden Fall gut verstehen kann, weil sie diejenige war, die mehr zu verarbeiten hatte und viel stärker betroffen war. Ich hab ihr gesagt, dass ich hinter ihr stehe, egal wie sie sich entscheidet. Natürlich hat sie die Entscheidung viel mehr getroffen als ich. Ich habe aber auch nicht gefordert, dass sie sich andres entscheidet.

Es ist nicht so, dass ich nicht hinter der Entscheidung stehen würde. Ich denke, auf jeden Fall, dass es die richtige Entscheidung war (die meine Freundin getroffen hat) unser Kind abtreiben zu lassen. Doch habe ich immerwieder Phasen in denen ich viel über diese Zeit nachdenke und versuche zu verarbeiten, natürlich sind diese Phasen auch mit Trauer verbunden.

Mich interessiert, wie andere Männer damit umgehen, welche Fragen sie sich stellen und wie sie sie beantworten.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich eine Gespräch unter Männern über dieses Thema führen könnte. Viele Grüße
Friedel

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Name:
Mareike (Janeike@gmx-topmail.de)
Datum:Mi 10 Dez 2008 15:01:35 CET
Betreff:Emotionen nach der Abtreibung
 

Hallo!

Letztes Jahr am 25.12.07 bin ich schwanger geworden. Im Januar hatte ich einen Abbruch durch die Abtreibungspille. Ich denke mit diesem Thema klar zu kommen, jedoch holt mich immer wieder trauer ein, obwohl es die richtige Entscheidung war. Nicht betroffene können oft nicht verstehen, warum man sich immer noch oder immer wieder im Konflikt befindet. Vor fast drei Wochen habe ich den Kontakt zu dem Vater abgebrochen. Er macht mich durch sein Verhalten mir gegenüber immer wütend, verzweifelt, traurig, enttäuscht u.s.w. Ich habe den Kontakt abgebrochen nicht weil ich es hatwollte, sondern weil es mich zu sehr verletzt hat! Ich fühle mich einfach einsam und weiß manchmal nicht mehr wohin mit meinen ganzen Emotionen...

Gruß Mareike

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49


Name:
mirjam (mimi-hex@hotmail.com)
Datum:Do 04 Dez 2008 22:34:07 CET
Betreff:Du fehlst mir....
 


wenn ich alleine bin, denke ich so viel an dich,
was damals war, dafür hasse ich mich....

dachte so würde es besser sein,
nun fühle ich mich einsam und allein....

weiss nicht ob ich mir das je verzeihen werde,
solange ich lebe auf dieser erde...

konnte dir kein leben schenken,
musste zuerst alles wieder zum rechten lenken....

habe mir das leben mit dir so oft ausgemalt,
und du hast mich sogar einpaarmal angestrahlt....

es tut so verdammt weh,
ich weiss das ich dich niemals seh....

wie soll es blos weitergehen,
mein leben darf nicht nur aus trauer und wut bestehen....

mein kind ich will dir sagen es tut mir leid,
das leben war damals noch nicht bereit.....

ich werde dich immer in meinem herzen tragen,
das wollte ich dir noch einmal sagen.....

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48


Name:
Sabrina (chibbi@hotmail.de)
Datum:So 30 Nov 2008 21:41:10 CET
Betreff:Fühle mich so leer und schuldig
 

Ich habe vor einer Woche in der 9 SWW abgetrieben... Ich bin frisch in der Ausbildung und das baby war für mich als auch für meinen Freund eine überraschung... Wie ich schwanger geworden bin muss ich an dieser stelle ja nicht erklären es ist einfach so geschehen obwohl ich dachte alles würde ich richtig machen und mir würde das nicht passieren..schanger werden.. naja wie dem auch sei mein freund und ich wollten dieses baby berhalten die freude war groß und ich habe mich eigentlich schon darauf eingestellt bald mutter zu werden. Ich bin 23 Jahre alt mache eine überberiebliche lehre, wie ihr euch vielleicht denken könnt lief mein leben bissher nicht so rosig, beruflich habe ich mich erst vor kurzem wieder auf die beine bekommen. Zumal mein Ganzes junges Leben von Schmerz, Schicksaalsschlägen und Gewalt beherrscht wurde bin ich immer wieder aufgestanden auch wenns noch so schwierig war. Dennoch vor kurzem als ich über alles nachdachte, über die zukunft über die belastungen, schule, betrieb, keine unterstüzung von familien seite her, ich habe plötzlich angst bekommen dieser herausforderung nicht gewachsen zu sein... ich redete viel mit meinem partner, er wollte dieses kind doch auch er hat angst gehabt..keine arbeit, schulden und ein von sorgen geplagtes leben ebenso wie meines... ich fühlte das ich schon gefühle für meinen kleinen engel hatte, ich träumte von dem baby ich streichelte meinen Bauch.. Aber an diesem einen Tag wachte ich morgens auf und mein Herz sowie mein Kopf sagten mir nach langem überlegen das es noch nicht an der Zeit ist... Ich hatte angst zu versagen. ich weinte doch mein entschluss stand fest. Ich sagte es meinem Freund und er sagte mir das ich ganz alleine entscheiden soll was für mich nach meinem Gefühl das beste sein wird. Ich tat es. Beratungsgespräch bald darauf der Termin, dann ging es alles sehr schnell... NArkose, aufwachen und da war sie diese leere... ich fühle mich nun so schuldig, ich plage mich mit alpträumen, ich fasse mir immernoch an den bauch...ich stelle mir vor wie mein kind gelitten hat als man es mir entriss...ich denke ich bin eine mörderin.. ich versuche mir aber auch zu sagen das es einfach nicht der richtige zeitpunkt war.. ich will doch nur meine ausbilung machen, um einmal in meinem leben etwas zu packen... ich möchte meinem kind was bieten ich will ihm vorbild sein... aber nun bin ich mir garnicht mehr sicher wer oder was ich bin.... ich bin seit dem eingriff kaum noch ich selbst obwohl ich versuche mir nach aussen hin nichts anmerken zu lassen. Ich lache damit andere mich nicht weinen sehen... Ich beneide und beglückwünsche schwangere Frauen obwohl es mir innerlich das Herz zerreißt sie zu sehen... ich weiß nit mehr weiter ich suche Frauen die sich vielleicht auch so ähnlich fühlen.. damit ich mich nicht so alleine und schuldig fühle.. ich suche HALT weil ich nun angst habe abzustürzen.
Wenn das hier jemand liest und intresse hat oder mir irgendwie helfen kann irgendwas sagen bzw. schreiben kann was mir irgendwie helfen könnte, denen wäre ich so dankbar Bitte sagt mir was kann ich tun...

Sabrina

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47


Name:
jess (jessica.prinzen@web.de)
Datum:Di 25 Nov 2008 20:11:36 CET
Betreff:kann die antwort nicht öffnen!!!
 

Ich bin überglücklich, das mir jemand auf meinen eintrag geantwortet hat, doch leider kann ich sie nicht öffnen und nun bin ich sehr verzweifelt. Ich hoffe das vllt die antwort erneuert werden kann oder mir jemand anderes hilft. habe auch eine email an die betreiberin (oder ähnliches) geschrieben!

Lg jess

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46


Name:
jess (jessica.prinzen@web.de)
Datum:So 23 Nov 2008 23:39:29 CET
Betreff:such menschen die mich verstehen...
 

hey...

also ich weiß eig gar nicht so genau was ich hier mache...abgesehen davon hab ich ein wenig angst...
ich bin 18 jahre alt und hatte im april eine abtreibung und na ja ich bin immoment wieder sehr schlecht drauf, vor allen dingen weil mein baby am samstag "geburtstag" hatte. ich hab leider niemanden mit dem ich reden kann und vor allen dingen niemanden der mich versteht..vllt gibt es ja hier jemanden mit dem ich reden kann und na ja ich würd mich sehr über antworten freun..würd gern leuten die mich verstehen meine geschichte erzählen..

Liebe Grüße

Jess

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45


Name:
Ad (adrian@snapshots.cc)
Datum:Mi 12 Nov 2008 18:29:20 CET
Betreff:Abtreibung was danach
 

Hallo!

Ich weiß nicht ob es üblich ist das sich auch Männer hier äußern aber ich bin auf der Suche nach hilfe für eine gute freundin. sie hatte einen abruch und bereut es zutiefst. das schlimme daran ist, dass sie mit niemanden außer mir darüber reden kann. ihrer familie usw. kann oder will sie es nicht erzählen. ich merke einfach, dass es so nicht besser wird. ist es am besten, wenn man sich psychologische hilfe sucht?

lg, ad

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44


Name:
Diana (@troll_d@gmx.de)
Datum:Di 11 Nov 2008 19:07:17 CET
Betreff:Hört das nie auf?
 

Heute, genau heute vor 11 jahren, pünktlich um 11.11 Uhr am 11.11. wurde mir die Narkose gesetzt und ich hab mich gegen mein Wunschkind entschieden. Ich war 21 Jahre alt, hatte Schulden und einen neuen Job, nach einer Trennung von meinem Ex mit dem ich zusammen Kinder haben wollte hatte ich nochmal ein One-Night-Stand und genau da passierte es. Er wollte davon nix wissen da ich seiner Meinung nach ehe mit jeden rummachte. Ich spürte seit der vierten Woche das was nicht stimmt nur verschloss ich die Augen da ich ja insgeheim ein Kind wollte egal mit oder ohne ihm. In der zwölften Woche machte ich einen Test der positiv war. Ich war geschockt, Freunden denen ich davon berichtete wollten damit nix zu tun haben. Meine Verzweiflung stieg, was sollte ich tun? Bei einem Einkaufsbummel bemerkte meine Mutter das was nicht mit mir in Ordnung sei und wollte das ich rede nur fand ich es im Einkaufscenter nicht passend nur sie drängelte mich so lange bis ich vor Wut explodierte und laut durch das Einkaufscenter schrie: Ich bin schwanger!!! Sie wurde kreideblass, einige Leute blieben stehen und ich raste wie angestochen durch das Center bis zu einem Bistro wo mich meine Eltern auch fanden.

Danach folgten stundenlange Gespräche und meine Mutter ging gleich davon aus das ich es abtreiben werde, nein das hatte ich nicht vor. Ich war festen Willens es zu behalten komme was wolle. Heute ist mir klar was will ich auch von ihr erwarten, diejenige die selber keine Kinder haben wollte und mich nur durch überreden ihres ersten Mannes bekommen hat.
Das unfairste Mittel was sie in meinen Augen jemals einsetzen konnte war eine Enscheidungsfrage: Das Kind oder wir ... (wie der Satz weiter ging habe ich verdrängt) Zeit für klares Denken war nicht mehr viel, ich war bereits in der zwölften Woche. Vom Frauenatzt bekam ich die Adresse von pro-familia wo man den "Darfschein" sich holen kann und eine psychologische Beratung bekommen sollte. Nur von Beratung hab ich da nicht viel gesehen, es wurden nur die medizinischen Abläufe erklärt mehr nicht, aber kein Weg aufgezeigt für eine alleinstehende junge Mutter allein finanziell mit Kind klar zu kommen. Was hat das mit PRO Familie zu tun, der Name ist falsch.

Am nächsten Tag war der Termin in der Klinik, ich fuhr früh alleine zu dem angegebenen Zeitpunkt hin, die Schwestern waren mehr wie unfreundlich und grob, sie zerrten einen durch die Behandlunsgräume als ob man nix wert wäre. Auf mein Heulen bekam ich nur einen Anrunzer ich solle mich nicht so haben und die psychologische Beratung bestand wieder nur aus technischer Information. Im Heulkrampf unterschrieb ich den Bogen und eigentlich wollte ich nur da raus aber da war er wieder der Satz meiner Mutter: Das Kind oder wir. Ich hatte Angst nachdem schon jetzt alle gegen mich gewendet haben wie sollte es später werden. Auf die Idee das neue Menschen in mein Leben kämen, kam ich nicht.

Dann ging alles schnell. Nach dem Aufwachen hatte ich mörderische Unterleibsschmerzen, die anderen Patienten riefen die Fleischerschwestern aber Schmerzmittel wollten diese mir nicht geben.

16 Uhr durfte meine Vertrauensperson mich abholen, es war meine Mutter. Keine Frage wie es mir geht sondern das wir zur Straßenbahnhaltestelle gehen. Dann schrie ich sie an das sie gefälligst ein Taxi holen solle weil ich Schmerzen habe und der Berufsverkehr mir wurscht wäre ...


Seit 9 Jahren leide ich unter Depression, erst jetzt kam ich dahinter das es ein Post Abortion Syndrom ist. Seit Jahren versuche ich mit meiner Mutter darüber zu reden aber von ihr kommt nur Argumente was ich alles nicht hätte tun können (Studium, Weiterbildungen, Reisen, Party, Tauchsport) aber sie kommt nicht auf die Idee das es vielleicht alles Flucht sein gewesen könnte.
Seit mehreren Jahren habe ich nun Probleme mit meinem Unterleib, durch Hormonstörungen, Systen und anderen Dingen uvm. Erst letzens zeigte mir ein Telefonat mit meiner Mutter das sie nix kapiert hat. Auf den Hinweis das ich mir eine Zyste operieren lassen wollte meinte sie das man auch damit gut leben könne. Als ich ihr sagte das man aber dadurch nicht schwanger werden müsste, kam von ihr das ich mir das mit dem Kind und meinen Lebensstil überlegen sollte.

Dazu fiel mir nix mehr ein, jetzt wo ich endlich einen Partner wieder habe.

Aber Ruhe finde ich bisher trotzdem keine, heute ist es wieder besonders schlimm.

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43


Name:
Ly (sammelbox-lydia@t-online.de)
Datum:Do 10 Jul 2008 15:17:35 CEST
Betreff:Abbruch
 

Hallo!
Ich hatte 1998 einen Abbruch. Mir ging es schnell danach wieder gut. Manchmal habe ich an das Kind gedacht, wie an einen Engel. Ich habe mir keine Vorwürfe gemacht. Erstens war es damals nicht der richtige Mann für mich und zweitens konnte ich mir Gründe für den Abbruch in meiner Vergangenheit vorstellen.
Im April 2008 hatte ich noch einen Abbruch. Es war ein Albtraum. Ich hatte nicht geglaubt das ich noch einmal in diese Situation gerate. Ich lernte meinen Mann vor sechs Jahren kennen und bin total glücklich mit ihm. Er hat sich über unsere Schwangerschaft gefreut, mit einer normalen Angst vor der Zukunft. Ich hab mich anfangs auch gefreut, war aber auch irgendwie verwirrt. Mir ging es körperlich sehr schlecht mit Übelkeit, Ekel, Panik usw. Finanzielle Probleme haben wir auch. (Wer nicht!). Und wenn das alles gewesen wäre, hätte ich versucht die Zeit durchzuziehen. Doch plötzlich legte sich in meinem Kopf ein Schalter um. Ich freute mich keinen Moment mehr auf das Kind und wollte einfach nur noch so schnell wie möglich da raus. Eines Abends brach ich unter Tränen zusammen und sagte meinem Mann, das ich es nicht schaffen würde. Er sicherte mir zu hinter mir zu stehen, egal wie ich mich entscheide. (Das stimmt auch immer noch.) Danach ging alles schnell, Arztbesuch, Beratungsstelle...OP. Alles wie in Trance. Dann die Erleichterung.
Und jetzt? Ich bin verzweifelt. In Therapie war ich ja vorher schon, wegen der Bewältigung meiner Vergangenheit. Dann schreibe ich seit 1999 Gedichte, was mir besonders jetzt sehr zu Gute kommt. Ich habe mir ein Buch gekauft "Das Kind das ich nie geboren habe". Ich hab gelesen und geweint, an die schönen Momente gedacht und mich gefragt: Wo liegt eigentlich der Knackpunkt???
Im nächsten Jahr werde ich 40 Jahre alt. Und der Traum ein "normales" Leben mit einer eigenen, diesmal glücklichen Familie zu leben bleibt unerfüllt.
Mit meinem Mann bin ich nach wie vor glücklich und dankbar dafür. Wir werden zusammen diesen Weg gehen, ohne Familie, dafür mit unseren besten Freunden.
Ich warte auf eure Antworten und wünsche euch alles Liebe.

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42


Name:
Carolin (silke.carolin@freenet.de)
Datum:Fr 06 Jun 2008 21:42:37 CEST
Betreff:Abtreibung
 

Hallo,

habt ihr ein rat für mich? ich hatte im november eine abtreibung. mein freund drängte mich dazu. und ich bin ja auch erst 18 und in der lehre. das soll jetzt keine ausrede sein. aber seit dem tag der abtreibung bin ich nich mehr ich selbst. ich bin nur noch am heulen und mir tut es so unendlich leid, was ich getan habe. könnt ihr mir nicht sagen, was ich machen kann, damit ich es vergessen kann bzw. nich mehr dran denken muss. ich weiß nämlich nich mehr was ich machen soll. eine zeitlang musste ich kaum noch dran denken, aber da ich bald geburtstag habe und das kind einen tag vorher geboren werden sollte ist es wieder total schlimm geworden, und vor allem mein freund hat ja schon ein kind und erzählt mir immer toll es ist. was soll ich machen? ich hab doch niemanden mit dem ich darüber reden könnte.

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