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Name:
Hanna88 (ruf_hanna@yahoo.de)
Datum:So 05 Jun 2016 15:59:08 CEST
Betreff:Ein Alptraum aus dem man nicht mehr aufwacht
 

Ich war jemand, der immer gegen Abtreibungen war und auch der Meinung, dass wenn man ohne Grund (Vergewaltigung/ Gesundheit) so einem Eingriff vornimmt aus Strafe keine Kinder mehr bekommen sollte.
Mit Lebenserfahrung ändert sich dann auch die Einstellungen zu bestimmten Dinge. Man sollte nie über jemand urteilen, in dessen Situation man selbst noch nicht war.

Vor kurzem setzte ich die Pille ab, da Ich sie eher als Gift für den Körper ansah. Ich hatte einmal Sex und war dann schwanger. Warum ich so leichtsinnig war? Ich weiß es nicht, dachte wohl nicht, dass ich so schnell nach dem absetzen Schwanger werden würde.

Am 20 April wurde die SS festgestellt. Es waren gemischte Gefühle. Freude und Wut zugleich.
Da ich in der 1:1 Betreuung arbeite. Darf ich an der Feststellung nicht mehr arbeiten gehen.
Behalten? Nicht behalten? Ich wusste nicht was tun. Der kleine Wurm hatte doch eine Chance verdient.

Als ich es dem Vater erzählt hab, war er schockiert und sagte auch gleich, dass er für das Kind nicht sorgen will. Damit hatte ich aber gerechnet, auch wenn die Hoffnung immer da war, dass er seine Meinung noch ändern würde.
Er meinte, er würde das nicht pacKen wenn ich es bekommen würde, seine Eltern würden ihn bestrafen, er will kein Kind das er unter Drogen gezeugt hat und vorallem er will für es Sorgen können.
(Er wurde als Kind Missbrauch von seinem Vater, seine Mutter hat nichts getan. Mit 11 kam er zu seinen jetzigen Adoptiveltern. Er hatte viele Beziehungen, nimmt nun seit längerem mehrere Drogen. Trinkt öfter mal. Raucht. Kein Führerschein wegen Drogen. Also alles in allem hat er sein Leben nicht im Griff.)
Mit ihm hatte ich keine Beziehung. Es war seit über 3 Jahren so ein hin und her. Dies machte mich inzwischen Psychisch auch kaputt. Hatte ich den Kontakt abgebrochen hat er sich jedesmal wieder gemeldet. Aber das ist eine andere Geschichte.

Am 13. März hatte ich den Termin zum Abbruch. Aber ich konnte nicht. Ich wollte mein Kind behalten. Der Vater und sein Freund redeten auf mich ein. Es war mir egal.

Da ich ja nicht mehr arbeiten war, mir dauernd schlecht war, saß ich fast nur zuhause und hatte viel Zeit zum Nachdenken. Es wäre besser für das Kind wenn ich es nicht bekomme. IcH hätte finanzielle Probleme, würde das Leben des Vater noch schlimmer machen, für einen Fehler den ich begangen hab, ich müsste ausziehen und alleine mit dem neugeborenen Leben (was mir total Angst machte), doch das aller aller schlimmste war für mich der Gedanke es könnte Krank sein. Laut manchen Studien, haben bestimmte Drogen Einfluss auf das Sperma und können Behinderungen zur Folge haben (ich will das doch meinem Kind nicht antun, ich arbeite in der Pflege und hab schon viel Leid gehen). Wenn es krank auf die Welt kommt, obwohl es keinen Grund gab dann wäre es so. Aber wenn dieses Kind krank gewesen wäre, es dann in seinem Leben gelitten hätte. Dieses Vorstellung hat mir so unglaublich im Herzen weh.

Also versuche ich erneut einen Termin auszumachen. Musste aber 3 Wochen warten, da alle im Urlaub waren und der OPTag Freitags war. Also am 3.6. Der Tag der mein Leben zerstört hat.

Es gab so viele Anzeichen, dass ich es nicht tun hätte dürfen. Warum hab ich des den dann getan? Ich versteh es nicht.

Den Embryo hab ich mit nach Hause, ich wollte nicht das es auf den Müll geworfen wird wie ein Stück Abfall. Heute werde ich es beerdigen und dafür beten.

Es ist ein schrecklicher Schmerz der kaum auszuhalten ist. Das ich danach in ein Loch falle wusste ich, aber das Loch hat keinen Boden mehr. Ein endloses Fallen.
Ich muss nur eine Schwangere sehen, ein Kind oder das Wort Mutter und ich falle noch schneller.

Ich würde alles tun um es rückgängig zu machen. Ich will nur noch zu meinem Kind. Ich will es wieder bei mir haben und das würde nur gehen, wenn ich zu ihm geh.

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171


Name:
Julia (@remama2014@gmail.com)
Datum:Do 14 Apr 2016 17:09:45 CEST
Betreff:Antwort auf mein Posting hier aktuell
 

Hallo,

leider kann ich aus systembedingten Gründen die Antwort, die auf meinen Eintrag gesendet wurde, nicht lesen. Schade. Das Rahel-Team habe ich informiert und sie arbeiten daran.
Vielleicht schreibt mir der Absender an meine Mailadresse? Würde mich sehr freuen.

Viele Grüße

Julia

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170


Name:
Julia (@remama2014@gmail.com)
Datum:Fr 01 Apr 2016 19:55:50 CEST
Betreff:Kann Antwort nicht sehen
 

Hallo liebes Team von Rahel,

auf meinen aktuellen Eintrag habe ich eine Antwort erhalten ( wird unten angezeigt), aber kann sie nicht öffnen.
Könnt Ihr bitte helfen?

Danke !

Julia

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169


Name:
30 Jahr her (glondaglitsch @gmx.ch )
Datum:Fr 01 Apr 2016 19:24:32 CEST
Betreff:Gedenken an meine verlorene Tochter
 

Nicht sein
nicht Bein
nicht Seel
nicht mein
so klein
so fein
es konnt nicht sein
Meerschaum
und du gefallen wie ein Blatt von Baum
und ich nur Schatten meiner selbst .
Geknickt wie Blüten rohr
Der Mut zufror
Gute stimme kam nicht an mein Ohr
Hätt ich s gewagt ..
Hätte ichs getan
Hätt ich dich geboren
aber so
so vieles verloren

wo befand sich mein Seel
das ich mein Kind nicht hörte
heute wärst du gewiss 30 Jahr
mit locken und lachen
Deine Brüder verweisst und ohne dich
mein Mutterherz oft in Gedenken an dich
seh dich im Licht mit silberreif im langen dunklen Haar
dein Vater Tochter los
ohne dich doch noch oft Trostlos
auch noch nach vielem Jahr .
Wind im Land
Traum von Kinderhand
verhallt im frühen Abendwind

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168


Name:
Julia (@remama2014@gmail.com)
Datum:Mi 30 Mär 2016 19:36:26 CEST
Betreff:Abgetrieben Kinder anerkennen
 

Hallo,

ich lese hier in unregelmäßigen Abständen immer mal mit, weil auch ich eine Abtreibung hatte und mich das Thema einfach nicht loslässt.

Was ich als zusätzliche große Belastung empfinde: wir Abtreibungs-Mütter können eigentlich niemandem sagen, dass wir ein oder mehrere Kind / Kinder verloren haben, wenn wir gefragt werden, ob wir Kinder haben. Die politisch korrekte Antwort, die erwartet wird, muss lauten: Nein, ich habe kein Kind.

Es fällt mir zunehmend schwerer so zu reden und mein Kind immer wieder tot zu schweigen.
Ich habe vor kurzem zu einer Frau gesagt, als sie mich gefragt hat, ob ich Kinder habe: " Ja, aber sie lebt nicht mehr." Auf Ihre Nachfrage, wie alt sie denn war, sagte ich: " Sie war noch sehr klein."
Damit liess sie es dann bewenden. Ich wollte auch nicht mehr sagen.

Es machte sich gleichzeitig Erleichterung sowie auch Furcht, über das, was ich gesagt hatte, in mir breit. Ich möchte ja niemanden anlügen. Aber mein Kind war ja da und ist nun tot. Ich möchte meinem Kind wenigstens die Würde geben, dass es existiert hat - dass es da war, dass es ein Recht hat, genannt zu werden. Denn nicht das Kind, sondern ich war ja nicht stark genug, den Weg weiter zu gehen.

Darf man das so sagen, wie ich es getan habe, ohne dass es unrecht ist?


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167


Name:
Katha (katharina-sb@web.de)
Datum:Mo 07 Mär 2016 11:30:42 CET
Betreff:Schwangerschaftsabbruch
 

EINE EMAIL AN MEINEN SEHR NETTEN GYNÄKOLOGEN, HIER FÜRS FORUM ZUM NACHLESEN. FALLS ES EUCH ÄHNLICH ERGEHT, WIE MIR, DANN SEID MUTIGER ALS ICH ES WAR (zur Info: Ich war bis vor zehn Monaten Single und habe einen geliebten fünfjährigen Sohn aus einer vorherigen, gescheiterten Beziehung. DIe Schwangerschaft, um die es hier geht, beruhte auf einer damals noch ziemlich instabilen acht Monate alten Fernbeziehung):

Sehr geehrter Herr Dr. XXX,

ich bin die Patientin, die nach dem ersten 'Schwangerschaftsabbruch' bei Ihrem Kollegen Dr XXX im Januar immer noch schwanger war und der sie noch einmal Bedenkzeit eingeräumt hatten, bevor ich dann am 1.Februar diesen Jahres bei Ihnen wunschgemäß den Abbruch habe vornehmen lassen. Ich schreibe Ihnen heute kurz, weil ich erstens einmal DANKE sagen möchte dafür, wie freundlich und einfühlsam Sie auf meine Situation reagiert haben. Das hat mir sehr gut getan und ich habe mich sehr gut betreut gefühlt von Ihnen! Leider gab es von Ihrer Sorte zu wenig Menschen in meinem Umkreis, sodass ich nicht den Mut hatte, die Schwangerschaft fortzuführen, was ich einen Monat nach der OP wider Erwarten sehr bereue.

Zweitens schreibe ich Ihnen, weil ich Ihnen gerne rückmelden möchte, dass Sie im Nachuntersuchungs-Gespräch einige Dinge gesagt haben, die mich bis heute bewegen und die mir tatsächlich geholfen haben, aus der gefühllosen Verhärtung nach dem Abbruch herauszukommen.

Sie hatten absolut Recht, dass bei der Empfängnis dieses Kindes ein latenter (beiderseitiger) Kinderwunsch vorhanden war-ich würde sagen, er war nicht mal besonders latent, nur dass ich später so getan habe, als sei es ein Versehen gewesen, weil es mir peinlich war, so irrational und leichtsinnig schwanger geworden zu sein. Zweitens sagten Sie, die Seele brauche für die Verarbeitung dieser Dinge etwas länger-und das stimmt. Erst nach dem Gespräch mit Ihnen kamen die Tränen und und ich habe gemerkt, dass ich alle Emotionen vollkommen eingekapselt hatte, zum einen weil ich durch meine Eltern (trotz meiner schon 32 Jahre) sehr unter Druck gesetzt wurde, den Abbruch zu machen und zum anderen weil mein Freund selber dermaßen verunsichert war durch die schwierige Situation, dass wir letztendlich dann nicht mutig genug waren, ein Kind, dass ich mir im Herzen insgeheim gewünscht habe, zu bekommen. Als wir damals den Schwangerschaftstest gemacht haben, haben wir uns beide gefreut.

Es hat mich sehr gerührt, dass Sie mir damals zugeraten haben, dass Kind nach der 'mißglückten' OP doch zu bekommen, ja mir sogar eine neue Hebamme besorgt hätten, und ich war ein paar Stunden nach unserem Gespräch sehr sicher, es bekommen zu wollen, bis ich im Konflikt mit meinem Umfeld und der finanziell schwierigen Lebenslage wieder eingeknickt bin. Heute denke ich: Liebe für das Kind wäre dagewesen - mehr hätte es nicht gebraucht, auch wenn andere es mir suggeriert haben. Ich frage mich jeden Tag, was das wohl für ein Mensch geworden wäre, der nun nicht hat auf die Welt kommen dürfen und ich träume viel von dem Kind und wundere mich über diese nächtlichen Besuche aus dem Unterbewußtsein. Wenn ich meinen fünfjährigen Sohn so anschaue, dann denke ich oft, dass das zweite Kind sicher auch auf seine Art so gelungen und liebenswert geworden wäre, wie er und er ein guter Bruder geworden wäre für das Baby und ich auch eine gute Mutter für zwei.

Sie hatten mit der Wahrnehmung, die sie von mir hatten, sehr Recht und das hat mich sehr beeindruckt, denn sie haben besser erkannt, wie die Dinge liegen, als ich selber.

Ich werde niemals mehr einen Schwangerschaftsabbruch machen lassen, und schon gar nicht, weil mir andere Menschen Horrorszenarien prophezeien oder ihre Unterstützung aufkündigen. Über eine Schwangerschaft kann man nicht rational entscheiden, man muss auch das Herz mitsprechen lassen, denn sonst tut es später weh. Das habe ich jetzt fürs Leben gelernt.

Dass Sie in diesem ganzen Schlamassel so empathisch und freundlich waren, ist der einzig gute Aspekt an der Sache.

Beste Grüße

XXX

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Name:
Katha (katharina-sb@web.de)
Datum:Mo 07 Mär 2016 11:29:16 CET
Betreff:Schwangerschaftsabbruch
 

EINE EMAIL AN MEINEN SEHR NETTEN GYNÄKOLOGEN, HIER FÜRS FORUM ZUM NACHLESEN. FALLS ES EUCH ÄHNLICH ERGEHT, WIE MIR, DANN SEID MUTIGER ALS ICH ES WAR (zur Info: Ich war bis vor zehn Monaten Single und habe einen geliebten fünfjährigen Sohn aus einer vorherigen, gescheiterten Beziehung. DIe Schwangerschaft, um die es hier geht, beruhte auf einer damals noch ziemlich instabilen acht Monate alten Fernbeziehung):

Sehr geehrter Herr Dr. XXX,

ich bin die Patientin, die nach dem ersten 'Schwangerschaftsabbruch' bei Ihrem Kollegen Dr XXX im Januar immer noch schwanger war und der sie noch einmal Bedenkzeit eingeräumt hatten, bevor ich dann am 1.Februar diesen Jahres bei Ihnen wunschgemäß den Abbruch habe vornehmen lassen. Ich schreibe Ihnen heute kurz, weil ich erstens einmal DANKE sagen möchte dafür, wie freundlich und einfühlsam Sie auf meine Situation reagiert haben. Das hat mir sehr gut getan und ich habe mich sehr gut betreut gefühlt von Ihnen! Leider gab es von Ihrer Sorte zu wenig Menschen in meinem Umkreis, sodass ich nicht den Mut hatte, die Schwangerschaft fortzuführen, was ich einen Monat nach der OP wider Erwarten sehr bereue.

Zweitens schreibe ich Ihnen, weil ich Ihnen gerne rückmelden möchte, dass Sie im Nachuntersuchungs-Gespräch einige Dinge gesagt haben, die mich bis heute bewegen und die mir tatsächlich geholfen haben, aus der gefühllosen Verhärtung nach dem Abbruch herauszukommen.

Sie hatten absolut Recht, dass bei der Empfängnis dieses Kindes ein latenter (beiderseitiger) Kinderwunsch vorhanden war-ich würde sagen, er war nicht mal besonders latent, nur dass ich später so getan habe, als sei es ein Versehen gewesen, weil es mir peinlich war, so irrational und leichtsinnig schwanger geworden zu sein. Zweitens sagten Sie, die Seele brauche für die Verarbeitung dieser Dinge etwas länger-und das stimmt. Erst nach dem Gespräch mit Ihnen kamen die Tränen und und ich habe gemerkt, dass ich alle Emotionen vollkommen eingekapselt hatte, zum einen weil ich durch meine Eltern (trotz meiner schon 32 Jahre) sehr unter Druck gesetzt wurde, den Abbruch zu machen und zum anderen weil mein Freund selber dermaßen verunsichert war durch die schwierige Situation, dass wir letztendlich dann nicht mutig genug waren, ein Kind, dass ich mir im Herzen insgeheim gewünscht habe, zu bekommen. Als wir damals den Schwangerschaftstest gemacht haben, haben wir uns beide gefreut.

Es hat mich sehr gerührt, dass Sie mir damals zugeraten haben, dass Kind nach der 'mißglückten' OP doch zu bekommen, ja mir sogar eine neue Hebamme besorgt hätten, und ich war ein paar Stunden nach unserem Gespräch sehr sicher, es bekommen zu wollen, bis ich im Konflikt mit meinem Umfeld und der finanziell schwierigen Lebenslage wieder eingeknickt bin. Heute denke ich: Liebe für das Kind wäre dagewesen - mehr hätte es nicht gebraucht, auch wenn andere es mir suggeriert haben. Ich frage mich jeden Tag, was das wohl für ein Mensch geworden wäre, der nun nicht hat auf die Welt kommen dürfen und ich träume viel von dem Kind und wundere mich über diese nächtlichen Besuche aus dem Unterbewußtsein. Wenn ich meinen fünfjährigen Sohn so anschaue, dann denke ich oft, dass das zweite Kind sicher auch auf seine Art so gelungen und liebenswert geworden wäre, wie er und er ein guter Bruder geworden wäre für das Baby und ich auch eine gute Mutter für zwei.

Sie hatten mit der Wahrnehmung, die sie von mir hatten, sehr Recht und das hat mich sehr beeindruckt, denn sie haben besser erkannt, wie die Dinge liegen, als ich selber.

Ich werde niemals mehr einen Schwangerschaftsabbruch machen lassen, und schon gar nicht, weil mir andere Menschen Horrorszenarien prophezeien oder ihre Unterstützung aufkündigen. Über eine Schwangerschaft kann man nicht rational entscheiden, man muss auch das Herz mitsprechen lassen, denn sonst tut es später weh. Das habe ich jetzt fürs Leben gelernt.

Dass Sie in diesem ganzen Schlamassel so empathisch und freundlich waren, ist der einzig gute Aspekt an der Sache.

Beste Grüße

XXX

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Name:
Mia (Bia@gmx.at)
Datum:So 06 Dez 2015 19:42:37 CET
Betreff:Abtreibung ja oder nein ?
 

Hallo liebe Frauen. Ich bin in der 8. Woche schwanger und habe in drei Tagen den Abtreibungstermin. Zwei Termine habe ich schon verfallen lassen, ich dachte die Freude stellt sich vielleicht ein, aber es ist nur der Schmerz da. Ich habe mich von meinem Freund getrennt und bin mit meinem 12 jährigen Sohn zur Untermiete bei meiner Mutter eingezogen. Ich habe solche Angst das Kind nicht lieben zu können, zuviel Verletzungen entstanden in der Beziehung. Ich habe keine Gefühle für das Ungeborene. Aber ich habe zwei Termine verfallen lassen, da ich auch Angst vor den Folgen der Abtreibung habe. Ich weiß nicht was ich machen soll, meine Gefühle und Gedanken sind in einem Nebelmeer. Was ist wenn ich wieder klar denken kann und mich lieber gegen das Kind entschieden hätte, warum schaffe ich es nicht meine Termine einzuhalten und es durchzuführen. Ich hoffe ich habe bald etwas mehr Klarheit, denn die Zeit verinnt und der Termin kommt näher. Ich kann es kaum verhindern.

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164


Name:
Mia (Bia@gmx.at)
Datum:So 06 Dez 2015 19:42:09 CET
Betreff:Abtreibung ja oder nein ?
 

Hallo liebe Frauen. Ich bin in der 8. Woche schwanger und habe in drei Tagen den Abtreibungstermin. Zwei Termine habe ich schon verfallen lassen, ich dachte die Freude stellt sich vielleicht ein, aber es ist nur der Schmerz da. Ich habe mich von meinem Freund getrennt und bin mit meinem 12 jährigen Sohn zur Untermiete bei meiner Mutter eingezogen. Ich habe solche Angst das Kind nicht lieben zu können, zuviel Verletzungen entstanden in der Beziehung. Ich habe keine Gefühle für das Ungeborene. Aber ich habe zwei Termine verfallen lassen, da ich auch Angst vor den Folgen der Abtreibung habe. Ich weiß nicht was ich machen soll, meine Gefühle und Gedanken sind in einem Nebelmeer. Was ist wenn ich wieder klar denken kann und mich lieber gegen das Kind entschieden hätte, warum schaffe ich es nicht meine Termine einzuhalten und es durchzuführen. Ich hoffe ich habe bald etwas mehr Klarheit, denn die Zeit verinnt und der Termin kommt näher. Ich kann es kaum verhindern.

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Name:
Ajdan (nadjaj210@gmail.com)
Datum:Mi 25 Nov 2015 07:07:38 CET
Betreff:Abtreibung 2014
 

Hallo zusammen,...
ich weiß garnicht so recht wie ich anfangen soll, aber naja. Ich sitze wieder mal hier, wach und voller Gedanken. Ich bin 25 Jahre alt und habe im November 2014 erfahren, dass ich schwanger "war", zu dem Zeitpunkt war ich auch noch mit meinem Partner zusammen, jedoch kamen mir Zweifel auf:(... Ich in einer befristeten Anstellung und er (27) auch, zudem in einem Beruf tätig, wo ich mehr verdiente. Er wohnte noch zuhause und da ich Ärger mit meinen Eltern hatte, war ich seit 1 1/2 Monaten bei ihm und seiner Familie. Ich erzählte meine Bedenken über all das, bekam Vorwürfe an den Kopf geschmettert, zudem noch Aussagen, dass (Kind) wäre von einem fremden, wer abtreibt gehört ins Gefängnis etc. mein Entschluss stand dann nach Wochen langer Überlegung fest, ich erzählte es meinen Eltern und diese sagten, dass egal welche Entscheidung ich treffe, sie hinter mir stehen. Kurz vor dem Termin, schmiss mich dann mich Sack und Pack mein damaliger Freund raus, ich zog auf kurz oder lang zu meiner Mutter. Am 15.12.2014 war es dann soweit :(, ich ließ es weg machen. ich fürchte mich vor dem Dezember, der voraussichtliche ET Termin am 24 Juni 2015 saß ich mit Tränen überströmt am See. Doch der Dezember wird wieder so schlimm, ich merke es mit jedem weiteren Tag der kommt. Es gibt Wochen, da geht es mir gut, doch dann sind wieder so Phasen wo ich innerlich zerbreche... Liege oft nachts wach und denke über mein Leben nach, im Endeffekt hab ich das größte auf dieser Welt weg machen lassen, ich kann mir selbst nicht verzeihen...:( ich weiß nicht was ich machen soll. Gedanken, besser zu gehen, kommen auch immer wieder. Ich kann mit meinem Gewissen nicht weiter leben. Zudem ist in meinem Umfeld viel das Thema "Kinder" egal wo ich bin, immer das gleiche... Die ist schwanger, die ist schwanger usw...

Ich danke euch, dass ich es einfach mitteilen durfte...
Lieben Gruß

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162


Name:
Ajdan (nadjaj210@gmail.com)
Datum:Mi 25 Nov 2015 05:05:06 CET
Betreff:Abtreibung 2014
 

Hallo zusammen,...
ich weiß garnicht so recht wie ich anfangen soll, aber naja. Ich sitze wieder mal hier, wach und voller Gedanken. Ich bin 25 Jahre alt und habe im November 2014 erfahren, dass ich schwanger "war", zu dem Zeitpunkt war ich auch noch mit meinem Partner zusammen, jedoch kamen mir Zweifel auf:(... Ich in einer befristeten Anstellung und er (27) auch, zudem in einem Beruf tätig, wo ich mehr verdiente. Er wohnte noch zuhause und da ich Ärger mit meinen Eltern hatte, war ich seit 1 1/2 Monaten bei ihm und seiner Familie. Ich erzählte meine Bedenken über all das, bekam Vorwürfe an den Kopf geschmettert, zudem noch Aussagen, dass (Kind) wäre von einem fremden, wer abtreibt gehört ins Gefängnis etc. mein Entschluss stand dann nach Wochen langer Überlegung fest, ich erzählte es meinen Eltern und diese sagten, dass egal welche Entscheidung ich treffe, sie hinter mir stehen. Kurz vor dem Termin, schmiss mich dann mich Sack und Pack mein damaliger Freund raus, ich zog auf kurz oder lang zu meiner Mutter. Am 15.12.2014 war es dann soweit :(, ich ließ es weg machen. ich fürchte mich vor dem Dezember, der voraussichtliche ET Termin am 24 Juni 2015 saß ich mit Tränen überströmt am See. Doch der Dezember wird wieder so schlimm, ich merke es mit jedem weiteren Tag der kommt. Es gibt Wochen, da geht es mir gut, doch dann sind wieder so Phasen wo ich innerlich zerbreche... Liege oft nachts wach und denke über mein Leben nach, im Endeffekt hab ich das größte auf dieser Welt weg machen lassen, ich kann mir selbst nicht verzeihen...:( ich weiß nicht was ich machen soll. Gedanken, besser zu gehen, kommen auch immer wieder. Ich kann mit meinem Gewissen nicht weiter leben. Zudem ist in meinem Umfeld viel das Thema "Kinder" egal wo ich bin, immer das gleiche... Die ist schwanger, die ist schwanger usw...

Ich danke euch, dass ich es einfach mitteilen durfte...
Lieben Gruß

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Name:
steffi (bamberg_stefanie@yahoo.com)
Datum:Mi 19 Aug 2015 20:03:19 CEST
Betreff:hilfe gesucht
 

Hallo,
ich schreibe hier heute, da ich sonst niemanden zum reden habe...ich habe vor drei jahren ein kind im zweiten monat verloren und in diesem jahr schweren herzens abgetrieben.diese abtreibung war für meinen partner und somit - wenn man den bloßen willen und die überzeugung betrachtet - nicht ganz freiwillig.bevor jetzt blöde kommentare kommen, ich mache mir mehr als genug vorwürfe, das kann ich nicht gebrauchen.ja, ich bin erwachsen und ja, ich hätte das auch alleine geschafft.ich leide jeden tag unter meiner entscheidung und bereue diese sehr.es gibt tage, da geht es mir gut und wieder andere, da reicht ei minimaler auslöser und ich möchte niemanden mehr sehen und hören und mich einfach nur noch verkriechen.da ich angst habe dass mir irgendwann die last zu viel wird und ich mir etwas antue (war vorher wegen schweren depressionen in behandlung), möchte ich einmal von euch hören, wie ihr eure abtreibung verarbeitet habt.ob therapie, familiengespräche, ignorieren,...schreibt mir einfach alles ich bin für jede hilfe mehr als dankbar!

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160


Name:
Sari (e.sarikaya@gmx.de)
Datum:Mo 02 Feb 2015 09:11:14 CET
Betreff:Therapeuten
 

Hallo zusammen,

mein SS-Abbruch ist 5,5 Jahre her und verarbeitet habe ich es nicht wirklich. Immer wieder kommt die Reue und die Verzweiflung.
Daher möchte ich einen Therapeuten aufsuchen. Kennt Ihr einen in Raum Frankfurt a.M.?

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159


Name:
Angelika (anghildebrandt@web.de)
Datum:Sa 10 Jan 2015 21:54:04 CET
Betreff:Der Name für mein Sohn. Dominicus
 

Der Herr lässt nicht locker, ich muss es der Welt sagen. Mir passiert immer wieder, dass Gott mich immer wieder dafür erinnert, was ich zu tun habe. So wie Gott mir gesagt hat “Du wirst gegen Abtreibung erzählen.“ Ich finde keine Ruhe. Ich habe vor Weihnachten einer polnischen Frau die Bibel geschenkt, sie ist richtig neugeboren. Sie küsste mich sogar und fragt öfter über Gott. Nun hat sie mir ein Geschenk zu Weihnachten gemacht und per Post zu geschickt. Ich konnte am Bild nichts erkennen, ein helles Licht hervorkommt in Form einer verschwommenen Gestalt. Sie erklärte es mir später, das Bild heißt“Ein unbekanntes Gesicht“. Ich dachte „Na ja,schön“ Nun kam am nächsten Tag am Dienstag meine Tochter zu mir und war aufgeregt. Mama, ich habe so einen Traum gehabt. Sie hielt Handy in der Hand, weil sie noch gegoogelt habe. Sie erzählte, das sie auf dem Dachboden(wo wir Unbrauchbare Dinge lagern) ihren Bruder gefunden habe. Er war klein, Fingerklein und hatte eine Verletzung am Auge. Sie wollte sich um ihn kümmern, weil ich es nicht wollte. Dabei hatte sie selbst schon eine kleine Tochter, der sie erklärte „das wäre dein Onkel“(Hinweis für meine Tochter von Gott, dass sie ihre Kinder drauf hinweist. ). Es tat meiner Tochter alles so leid und sie sagte “Warum hat der keinen Namen?“ und dann habe ich auf einmal in den Augen voller Liebe gehabt ( im ihrem Traum) ihn Dominicus genannt.
Sie wachte auf und sagte“So einen Namen gibt’s doch gar nicht, es gibt Dominik“ und googelte . Sie schockiert, was der Name für eine Bedeutung hat. Dabei wusste sie gar nicht, dass ich so einen Namen für meinen Sohn beim Herrn gefragt habe. Ich googelte vor Weihnachten nach dem Namen, nach dem ich bei dem Lebensforum in Kassel war und mit der der Frau gesprochen habe, die Hilfe für die Frauen nach der Abtreibung anbietet. Wir sprachen darüber, dass man die Kinder nennen soll. „Name…Gott gehörend,oder bei Gott geborgen. Aber ich fand nichts gleiches, hatte aber nur im Kopf Louis…ich schaute nach Deutung und fand es nicht schön, aber dachte, weil ich es im Kopf habe, will der Herr es vielleicht. Ich betete „Herr,ich will einen Namen „Bei Gott geborgen, Gott gehörend….
Ich habe nur geweint, als ich es hörte. Nun wusste ich, was unbekanntes Gesicht bedeutet, das Bild, das mir die Arbeitskollegin geschenkt hat. Ich sagte zu Jesus, ich möchte ein Gedicht schreiben… eigentlich ist die Melodie auch da, aber ich kann sie nicht aufschreiben…
Dominicus
Als ich 10 Gebote las…
Die Tränen reinigten mich,
da sagte ich zum Herrn…das.
nur das 5- te Gebot brach ich nicht…

In dieser Nacht hat` ich ´n Traum,
ein Leben mit`m jungen Mann.
Die Liebe kannte ich kaum,
Er war 21 und dann…

…Dann war mein Traum vorbei,
es fehlte etwas im Herz.
Ich hatte inneren Schrei…
Mein Sohn…oh was für ein Schmerz.
Ich hab dich mein Kind nicht geboren.
Ich hab dir kein Schlaflied gesungen.
Ich hab deine Liebe verloren,
Dominicus, dem Herrn gehörend.
Ich flehe dich an, mein Herr…
Vergebung verdiene ich nicht.
Ich bete nur, heile mein Herz
Und nimm meinen Sohn in dein Licht.

Gott hörte mein Seelenschrei
und heilte mein Herzens Schmerz.
Nur sagte ganz streng dabei:
„Tu es nie wieder…es schmerzt…

MIR und dir, deinem Kind.
Sage es weiter der Welt,
so das die Liebe gewinnt
selig ist der,…mein Wort hält.
Ich hab dich mein Kind nicht geboren.
Ich hab dir kein Schlaflied gesungen.
Ich hab deine Liebe verloren,
Dominicus, dem Herrn gehörend…
Zu Weihnachten kam mit der Post
Ein Bild, als Geschenk für mich.
Die Künstlerin nannte das Bild
„ein unbekanntes Gesicht“

Ich hab dich mein Kind nicht gekannt,
Ach hätte ich nur einen Namen,
dann würd` ich in meinem Herz,
…erschließen….und sa.agen AMEN.

Die Tochter kam aufgeregt,
sie googelte Deutung der Namen.
Das Handy zu Seite gelegt
Und sagte ganz ernst zu mir „Mama….
Ich habe meinen Bruder gesehen,
im Traum, FINGERklein und verletzt.
DOMINICUS…dem Herrn gehörend
Den Namen, den gibst du ihm jetzt.

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158


Name:
Rahel (anonym@xx.de)
Datum:Di 23 Dez 2014 09:46:48 CET
Betreff:Weihnachten - ein Kind wird geboren.
 


Bei mir trifft sich die Familie. Alle kommen. Nur einer - er kann - er wird nie ankommen.

Mein lieber Junge, alle anrührenden Weihnachtslieder, die ich auflege, sind dir gewidmet.

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157


Name:
Isa (isaisttraurig@web.de)
Datum:Do 18 Dez 2014 21:58:38 CET
Betreff:Brief an meine Tochter, die ich nie geboren habe
 

Meine kleine Tochter,

ich wusste, an dem Tag, als Du gezeugt wurdest, dass Du ein Mädchen werden würdest.
Isabelle wäre Dein Name gewesen. Issi hätte ich Dich gerufen.
Ich hab mir Dich gewünscht, in der Minute, als Du gezeugt wurdest. Vorher und auch heute noch.
Du warst meine Familie.

Meine Vorstellung von Dir war klar. Bei den Gedanken an Dich wusste ich genau, wie Du riechen und aussehen würdest.
Eine kleine Stupsnase und kleine Flauschhaare nach der Geburt und später hättest Du blonde leicht lockige Haare, wärst frech und könntest Deinen Vater und mich um Deinen kleinen Finger wickeln, weil Dein lächeln einfach zu süß gewesen wäre.
Du wärst wie ich als Kind gewesen- niemals um eine Antwort verlegen und doch herzallerliebst.
Ich hab uns beide kuscheln sehen- ich hab das gefühlt.

Über 12 Jahre ist dies nun her.
Du wärst heute in der Schule und würdest so langsam das erste Interesse an Jungs entdecken und mich damit ständig in Panik verfallen lassen.

Oft denke ich an Dich. Was wäre wenn Du leben würdest? Wie wären die letzten Jahre mit Dir gewesen?

Ich komme immer wieder zu dem Schluß, dass ich das nicht geschafft hätte.
Mein Leben war die letzten Jahre zu verquer, unstet und chaotisch. Ich bin einsam- seit meiner Geburt und wollte das niemals für Dich.
Dein Vater ist längst nicht mehr bei mir.
Wir kannten uns nicht lange und wir waren wie Feuer und Wasser und dennoch wünschen wir uns Dich, damit wir beide eine perfekte Familie sein können und beide nicht mehr so einsam sind.
Als Du dann da warst, hatten wir zu viel Angst. Selber zwei Kinder aus kaputten Familien und zwar auf der Suche nach einer eigenen Familie aber beide mit Ende Zwanzig zu ängstlich, dass wir es gemeinsam schaffen würden.
Wir beide wollten Dich. Meine Entscheidung gegen Dich stand fest, als ich in die Augen Deines Vaters sah, nachdem ich ihm sagte, dass ich schwanger mit Dir bin.

Ich habe Dich nicht leben lassen. Ich habe mich gegen Dich entschieden. Nicht ich alleine. Auch Dein Vater war gegen Dich. Aber ich habe Dich getötet. Er war hinterher da. Aber trösten konnten wir und nicht. Wir redeten einfach nicht darüber. Am nächsten Tag "war alles o.k.". So gehen kaputte Menschen mit solchen Ereignissen um. Einfach weitermachen, Tränen wegdrücken, totschweigen und weiter. Obwohl Du einer meiner größten Wünsche warst, war das die Entscheidung. DEIN TOD! Meine Angst zu versagen und keine gute Mutter zu sein war größer als Dein Lebenswunsch- so groß, dass es lediglich diese eine Entscheidung gab- nämlich gegen Dich.

Das ist nun knapp 12.5 Jahre her. Eine bewusste Entscheidung war das. Zumindest dachte ich das damals. Mit Abstand betrachtet, fühlt sich die Zeit an, als hätte ich Nebel im Kopf gehabt.
Von dem Tag vor dem Arztbesuch hab ich ein Foto von mir gemacht. Selbst darauf schaue ich, als wache ich gleich aus einem Alptraum auf. Seit dem Tag sehe ich nicht mehr aus wie ich. Ich sehe mich im Spiegel nicht mehr. Irgendwas in meinen Augen ist verschwunden und hat sich gegen Traurigkeit eingetauscht. Ich lache kaum noch. Nie wieder aus vollem Herzen gelacht, maximal ein Lächeln.

Ich hab an dem Tag ein Stück von mir sterben lassen, obwohl ich wusste, dass es falsch war.
Ich konnte nicht mehr anders entscheiden.
Nach dem Termin war da erst Erleichterung und die Verwunderung, dass ich nicht mal geweint habe. Bis heute nicht über meine Entscheidung. Ohne Tränen dachte ich eine zeitlang, dass es richtig war, weil es sich nach nichts anfühlte. Es interessierte mich lange nicht. So als hätte ich etwas weggeworfen, was nicht mehr passt- eine alte Hose oder einen ausgewaschenen Pulli.

Erst dachte ich, Dich sterben zu lassen wäre richtig und da es sich auch nach NICHTS anfühlte, war es auch RICHTIG! Irgendwie hattest Du etwas besseres verdient.
Nicht zwei kaputte Menschen, die mit sich alleine schon nicht klar kamen.
Aber es fühlt sich bis heute still an - zu still.
Und dann traute ich mich, hinzusehen, hinzufühlen und erschrak.
Traurigkeit füllt die Stelle, an der Du gestorben bist. Das weiß ich jetzt, wenn auch noch nicht lange.

Einfach tot, die Stelle, dessen Platz Du in meiner Seele und in meinem Herzen eingenommen hast.

Bis heute ist mein Bauch ein wenig dick geblieben- ich sehe immer noch ein wenig schwanger aus und das ändert sich auch nicht.
Bis heute bin ich nicht mehr schwanger geworden- selbst, als ich Jahre später geheiratet habe und einem weiteren Kind ein halbwegs stabiles Leben hätte bieten können. Versucht haben wir es, mein Mann und ich. Jahrelang. Nun bin ich 40 und zu alt.
Ich denke nicht, dass es noch einmal klappen wird, obwohl ich es mir wünsche. Mir das Gefühl wünsche, dass ich hatte, als Du in meinem Bauch warst und ich zum ersten Mal hörte, dass ich schwanger bin. Tiefer Frieden und tiefstes Glück.

Die Narbe, die ich mir selber mit Deinem Tod zugefügt habe, sitzt zu tief. Viel zu tief.
Bis heute fühlt sich alles taub an. Gedanken an Dich, Gefühle, die mit Dir zusammen hängen.
Es fühlt sich neutral an, aber es ist es eben nicht.
Da ist kein Platz für ein zweites Kind- weil Du immer noch da bist und ich mir nicht verzeihen kann, dass ich mich gegen Dich entschieden habe.
Ja, die Entscheidung war falsch und ist nicht zu entschuldigen. Daher bitte ich Dich auch nicht um Verzeihung und verzeihe mir nicht.

Ich hätte Dich besser zur Welt gebracht, auch wenn der Gedanke sich schwierig anfühlt, Dich die letzten 12.5 Jahre begleitet zu haben, sogar mit Panik erfüllt. Ich hätte das wahrscheinlich nicht geschafft!
Schwierig, weil ich Angst hatte und bis heute noch habe.
Wie sollte ich eine gute Mutter für Dich gewesen sein, wenn ich sie selber nie hatte? Nie ein stabiles Umfeld Dir hätte geben können?

Ja, es tut mir wahnsinnig leid, dass Du gestorben bist. Dass Du WEGEN MIR gestorben bist. Du warst ein kleiner Mensch, ein Teil von mir und Deinem Vater.
Dafür hatte ich das Recht nicht. Ich hätte Dir eine Chance geben müssen, uns geben müssen und auch mir.
Mir sagen müssen, dass ich das schaffe- komme was wolle.
Aber ich habe mich anders entschieden- ich war ein Feigling.

Es tut mir leid, liebe Tochter, liebe Isabelle, das ich Dich habe sterben lassen.
Es tut mir leid um jedes Kichern, jedes Lächeln, jedes Wehwehchen, dass ich von Dir verpasst habe.
Es tut mir leid für diese Entscheidung, Dich, MEINE Tochter, getötet zu haben!
Könnte ich die Zeit zurück drehen, würde ich bewusster entscheiden. Dich vielleicht zur Welt bringen und dann an Eltern abgeben, die Dich hätten besser aufziehen können als ich. Auch wenn wir nicht zusammen leben würden, würdest Du leben.
Denn die letzten 12.5 Jahre hättest Du eine schlimme Kindheit mit mir gehabt und das hättest Du nicht verdient. Gerade mal ein paar Jahre bin ich jetzt halbwegs zur Ruhe gekommen und stabil.
Deine Kindheit wäre die Hölle gewesen mit mir.

Warum ich mir sicher bin, dass Dein Leben dies nicht geändert hätte?
Weil ich ich bin und mich kenne. Ich hab mir geschworen, ehrlich mit mir umzugehen und ich wäre Dir keine gute Mutter gewesen- egal, wer das Gegenteil behaupten würde.
Weil ich einsam bin, tief in meinem Herzen. Weil ich traurig bin, seit ich denken kann. Weil ich immer nur mit mir und meinem Leben klar kam- immer auf dem Sprung weg, wenn es zu eng wurde. Weil ich unzulänglich mit mir umgehe, mein Leben nicht zu schätzen weiß. Wie sollte ich also Dein Leben zu schätzen wissen?
Mir ging es nie um materielle Dinge, die ich Dir nicht hätte bieten können. Mir geht es um Wärme, Nähe und Geborgenheit. Dies wäre Dir von mir untersagt geblieben. Ich lasse Menschen nicht an mich ran- nicht mal Kinder. Meine Seele ist und bleibt verschlossen.

Du hättest außen vor gestanden- IMMER.
Und ich weiß nur zu gut, wie es ist, mit einer emotionalen in sich gekehrten- depressiven- Mutter großzu werden.
Du hast etwas besseres verdient.

Es tut mir leid Issi, mich gegen Dich entschieden zu haben.

Ja, es tut mir leid. So unbeschreiblich wahnsinnig leid, dass ich Dich getötet habe!
Und wie ich das hier schreibe, kullert die erste Träne über mein Gesicht. Die erste, nach Deinem Tod, an dem ich Schuld bin. Die erste, seit 12.5 Jahren!
Und dennoch: bitte verzeih mir, Issi. Dass ich Dich nicht habe Leben lassen. Und ich versuche mir zu verzeihen, dass ich Dich getötet habe.

Issi, ich liebe Dich, auch wenn ich Dich niemals gesehen hab und Du gerade mal ein paar Wochen alt warst.

Deine Mutter

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156


Name:
Lacia (Mercedes.kurtovic@hotmail.de)
Datum:Di 25 Nov 2014 20:53:32 CET
Betreff:Wäre er nicht Gewesen
 

Hallo ,
Ich habe es am 14.01.2013 getan .. Ich habe abgetrieben und bereue es so sehr . Ich bin inzwischen 21 als ich von meiner Schwangerschaft erfuhr war ich 20 und mein freund 19. Ich habe von meiner Schwangerschaft erfahren als ich im Krankenhaus war weil mein freund mir damals eine Platzwunde über dem Auge verpasste .. Ja er ist gewalttätig! Ich sollte eine Tetanus Spritze bekommen aber die Schwester hatte vorher einen Schwangerschaftstest gemacht weil ich mir nicht sicher war ob ich schwanger bin . Aufjedenfall war er dann positiv und ich hatte mich sehr gefreut darüber ich war zwar überrascht aber erfreut . Als ich dann mein Freund vom kh aus anrufte war das erste was er sagte als ich es ihm gesagt habe , du machst es weg! Ich wusste nicht was ich tun sollte wollte ihn überreden das ich es behalten will aber dafür schlug er mich immer wieder und sagte das er dafür sorgt das ich es nicht bekomme ihm war das alles egal. Als ich dann das erste mal beim Frauenarzt war habe ich es gesehen so klein wie eine Erbse aber das Herz schlug schon ich war in der 7 Woche ich habe ein Ultraschall Bild bekommen und habe versucht mein Freund mit dem Bild zu überzeugen aber alles half nichts.
Ich hatte Angst um mein Kind wenn es da wäre und er es dann schlägt oder wenn ich es behalten hätte das er es mir rausboxt. Ich hab es dann getan und es zum eigenen Schutz abgetrieben so ein Leben hat kein Kind verdient das die Mutter in Angst vor seinem/ihrem Vater lebt. Als ich dann in der klink war und es soweit war habe ich Millionen mal mit dem Gedanken gespielt abzuhauen ich habe geweint aber er stand die ganze Zeit vor der Tür das ich nicht abhaue ich habe es getan als ich dann aufwachte habe ich wieder geweint und trauere meinem Engel noch heute nach ich kann damit nicht Leben was soll ich tun ?

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155


Name:
Rahel (info@rahel-ev.de)
Datum:Mo 27 Okt 2014 08:44:22 CET
Betreff:Verletzt iund enttäuscht
 

Liebe Forumsbesucherinnen,
der Rahel e.v. hat dieses Forum eingerichtet, damit sich Frauen und Männer über ihre Erfahrungen austauschen können. Den aktiven Rahel-Frauen hat es sehr geholfen sich mit ebenfalls Betroffenen auszutauschen.
Allerdings dürft ihr bei dem Schritt "Ich trage meine Geschichte ins Forum ein." nicht stehen bleiben. Je nach persönlicher Situation sind auch Gespräche oder auch psycholische Beratung nötig.

Wenn eure Situation unerträglich ist, bitte wendet euch auch an Menschen in eurem Umfeld. Geht in eine Beratung. Oder - gerne könnt ihr auch bei den Rahel-Kontakt-Adressen anrufen.

Ute Maria Meiser

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154


Name:
Luiza (tinnaa@hotmail.de)
Datum:So 26 Okt 2014 20:48:14 CET
Betreff:Abtreibung
 

Ich hatte vor paar Tagen eine abtreibung.ich habe mein Baby getötet ich habe dafür unterschreiben ich war blind ich war wie tot.ich hatte es 2 Wochen vorher erfahren mein Partner und ich hatten ins dafür entschieden ich musste sehr damit kämpfen aber schließlich wusste ich es ist das beste.ich hatte mich vor paar Jahren von mein Mann getrennt habe 2 Kinder 6 und 4 und den neuen kannte ich seid einem Jahr.ein Tag vor der abtreibung hatte er mich verunsichert er sagte wir sollten es behalten.ich hatte mich sooooo gefreut.ich hatte es aber abgeschlossen es war ok das ich es doch abtreibe was sollte das jetzt also bringte ich meine kinder in die Kita und ging zu den Termin um abzutreiben.ich hoffte die ganze Zeit das ich einen Unfall habe damit ich nicht hinfahren kann doch es passierte nichts.als ich in die Klinik war konnte ich vor zittern nicht sprechen ich hatte so Angst ich war wie benebelt.ich unterschrieb aber das ging alles so schnell.ich wachte auf und ich war von Tränen gebadet ich war leer ich hatte mein Baby umgebracht.ich fuhr nach Hause und wollte mich umbringen.mein Freund rief an und sagte zu mir Hey Mama alles ok wir sollten uns für unser Baby ein Name ausdenken ich fing an zu weinen und sagte ich war beim Arzt und er hat mir gesagt ich muss das Baby abtreiben morgen weil es nicht lebt.er hatte so Mitleid mit mir beruhigte mich.am Abend rief er mich an und sagte du hast mich angelogen du warst heute in der Klinik.ich konnte nicht ich müsste es ihn erzählen.er war so enttäuscht von mir.warum habe ich ihn angelogen warum habe ich es ihn nicht gesagt? Er will mich nie wieder sehen er will meinen Namen vergessen ich solle mich um meine Kinder kümmern und ihn in Ruhe lassen.ich habe 2 Menschen verloren mein Baby und mein Partner.es ist so schwer er ist nicht da ich fahr zu ihn doch er sagt zu mir er will mich nicht sehen er weint mit mir doch er umarmt mich nicht mal.er hat gesagt das er mich nicht mehr liebt.ich habe so ein Fehler gemacht ich von am Ende ich bereue es sosehr.er wird mir das nie verzeihen und ich mir auch nicht.ich denke die ganze Zeit daran mich umzubringen ich nehme mir eine raierklinge jedes Mal wenn ich daran denke das ich alles kaputt gemacht habe und halte es solange an mein Handgelenk bis ich blute.das hilft mir irgendwie bisschen.meine Kinder bekommen das nicht mit ich geh immer ins Bad und Weine und sage dann das nana Bauchschmerzen hat.der kleine hat sogar ein Bild für mich gemalt wo ich drauf bin mit einen riesigen Lächeln und einen Pflaster auf dem Bauch.er sagte ich werde wieder so lachen wie auf dem Bild.das hat mich so fertig gemacht.ich weis einfach nicht mehr weiter ich Rede mit keinem ich will mein Job kündigen und am liebsten will ich mich umbringen.ich habe soviel kaputt gemacht. Ich habe mein Baby getötet und mein Partner angelogen ich bin der schrecklichste Mensch der Welt.

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153


Name:
Angelika (anghildebrandt@web.de)
Datum:Fr 24 Okt 2014 19:48:30 CEST
Betreff:Vergebung
 

Hallo an alle Frauen,die ihre Knder abgetreiben haben.ich habe Gott sehr stark erlebt und habe hier schon im Forum unter der Nr114 geschrieben.Die Biel spricht uns hoffnungsvolle Worte,das Wort ist selbst von Gott eingegeben.
Apostg.3:19 So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden vertilgt werden;
Das ist eine große Hoffnung,für alle,die Fehler begangen haben. Gott reinigte mich und ich habe Vergebung empfangen durch Jesus Christus. Mir ist meine Abtreibung,mein Fehler durchaus bewusst. Ich würde es nie wieder tun,aber ich habe endlich Frieden in meinem Herzen. Wendet euch zu Gott und empang die Vergebung. Das habe ich erlebt und rufe euch zu Bekehrung.
Gottes Segen

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152


Name:
Angelika (anghildebrandt@web.de)
Datum:Fr 24 Okt 2014 19:46:18 CEST
Betreff:Vergebung
 

Hallo an alle Frauen,die ihre Knder abgetreiben haben.ich habe Gott sehr stark erlebt und habe hier schon im Forum unter der Nr114 geschrieben.Die Biel spricht uns hoffnungsvolle Worte,das Wort ist selbst von Gott eingegeben.
Apostg.3:19 So tut nun Buße und bekehrt euch, daß eure Sünden vertilgt werden;
Das ist eine große Hoffnung,für alle,die Fehler begangen haben. Gott reinigte mich und ich habe Vergebung empfangen durch Jesus Christus. Mir ist meine Abtreibung,mein Fehler durchaus bewusst. Ich würde es nie wieder tun,aber ich habe endlich Frieden in meinem Herzen. Wendet euch zu Gott und empang die Vergebung. Das habe ich erlebt und rufe euch zu Bekehrung.
Gottes Segen

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151


Name:
Julia (@remama2014@gmail.com)
Datum:Mi 15 Okt 2014 18:39:38 CEST
Betreff:Was hilft?
 

Hallo,

mein SS-Abbruch war Januar 2013. Der schlimmste Monat meines Lebens.
Irgendwie habe ich durchgehalten, aber ich bin kein Mensch mehr, nur noch Funktion.

Ich überlege oft, ob ich nicht Schluss machen sollte, weil ich keine Hoffnung mehr habe, dass es besser wird.

Wird es irgendwann besser?

Julia

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150


Name:
EnzymeOne (EnzymeOne@gmx.de)
Datum:So 28 Sep 2014 19:33:51 CEST
Betreff:Beziehung zu Kindsvater nach Abbruch
 

Hallo,
ich hatte einen Abbruch vor 10 Monaten. Mein Partner hatte mich dabei begleitet, obwohl er im Grunde nicht meine (damalige) Meinung teilte. Wir waren noch bis kurz nach "Geburtstermin" zusammen, dann verließ er mich, weil er die Geschichte nicht vergessen konnte. Ich komme nicht damit klar, ihn verloren zu haben. Meine Schuldgefühle wachsen weiter ins Unermessliche. Der Abbruch war der größte Fehler meines Lebens, den ich nicht mehr rückgängig machen kann. Ich möchte meinen Freund zurückgewinnen, möchte, dass er verzeihen kann. Wir habt ihr das Thema in der Beziehung effektiv aufgearbeitet?
Danke für Eure Antworten.

EO

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149


Name:
hope (gebrochenesHerz@fuerimmer.de)
Datum:Di 16 Sep 2014 20:28:04 CEST
Betreff:Unverzeihlich
 

Meine Abtreibung ist nun 2 Monate her. Es zerreist mir immer noch das Herz. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht unter Tränen an "meinen Krümel" denke.
Seit 9 Jahren bin ich in einer Beziehung. Mein Freund und ich wünschen uns schon länger ein Kind aber es hat bisher nicht geklappt. Dann hatte ich, zum ersten mal in meiner Beziehung einen Fehltritt, einen einzigen. Einen einzigen verdammten Seitensprung und von diesem bin ich schwanger geworden. Unfassbar!
Meinem Schatz habe ich davon nichts gesagt. Hin und her gerissen von meinem Gefühlen, ich wünsche mir so sehr ein Kind, habe ich mich schweren Herzens entschieden, es nicht zu bekommen. Bis zum Ende geweint... aber es ging nicht anders.
Bis heute hat mein Schatz nichts mitbekommen. Ich hab es geschafft es zu verbergen. Nur mein bester Freund weiß davon.
Keiner würde denken, welche Last ich in mir trage. Manchmal würde ich einfach gerne raus schreien, wie schlecht es mir geht. Aber ich kann und darf nicht.
Ich werde mir den Seitensprung aber vor allem diese Entscheidung nie verzeihen!
Ich wünschte, es würde in unserem doch so tolleranten, super entwickelten Land mehr Hilfe z.B Seölbsthilfegruppen für Mädchen/ Frauen zu diesem Thema geben. Für jeden Sch** gibt es was, aber für dafür. Ich habe nichts gefunden. Und wie ich mit dieser Entscheidung jemals fertig werden soll weiß ich nicht....

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148


Name:
Tinchen (kerstin-babe@web.de)
Datum:Fr 29 Aug 2014 01:13:13 CEST
Betreff:Eine Menge Gefühle und ne Menge Fragen
 

Ich habe vor 13 Tagen mein viertes Kind töten lassen. Im Nachhinein tut es so verdammt weh und ich bereue es sehr!
Meine Kinder sind jetzt 4, 5 und 7 Jahre alt. Wir haben eine Baustelle und die Kinder sind sehr anstrengend. Es geht bei uns leider sehr turbulent, laut und unharmonisch zu. Mein Mann meinte wir seien jetzt schon überfordert und werden dem allen nicht gerecht. Das war auch meine Angst, doch ich dachte, wenn wir zusammenhalten, dann schaffen wir das auch und vielleicht bringt das Kind ja etwas Frieden und Harmonie mit ins Haus.

Ich wollte eigentlich immer 4 Kinder. Hatte gerade angefangen etwas Abstand davon zu kriegen, da mir der Altersabstand zu groß wurde und wir anfingen etwas mehr Freiheiten zu gewinnen, da die Kinder jetzt doch schon etwas größer sind. Und jetzt war es in meinem Bauch. Mein Mann war sich sehr sicher ...er wollte sich ja schon vor der Nr.3 sterilisieren lassen... dass er kein weiteres Kind will. Er meinte, ich könne mich ja frei entscheiden, sagte mir aber im gleichen Atemzug, wenn es schwierig werden würde, müsste ich mich um dieses Kind alleine kümmern. Ich wusste, dass es auch so gekommen wäre. Ich hätte jedes mal ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn ich mal nicht so kann in der Schwangerschaft oder während der Stillzeit. Was wäre gewesen, wenn die Schwangerschaft schwierig ist, wie die erste? Oder wenn das Kind krank zur Welt kommt? Ich wusste, dass ich es nicht ohne die Unterstützung meines Mannes schaffen würde.
Also entschied ich mich, es ihm recht zu machen. Denn so würde ich ja seine Unterstützung bekommen.

Ich war so blöd. Wie konnte ich denken, dass das besser wäre. Ich bin meinem Mann dankbar, dass er jetzt für mich da ist (wobei es ihn jetzt schon anfängt zu nerven wenn ich schon wieder mit dem Thema anfange). Aber im gleichen Moment hasse ich ihn, weil er mir keinen anderen Ausweg gelassen hat.
Während ich hier schreibe, informiert er sich über Vasektomien. Und das tut noch viel mehr weh. Während in mir der Wunsch nach dem 4. Kind wieder absolut present ist, informiert er sich, die für mich einzige Möglichkeit wieder Frieden mit mir selbst zu schließen für immer zu unterbinden.
Ich bin mir momentan noch nicht sicher, was ich selbst davon halten soll, dass ich jetzt unbedingt doch noch ein Kind will, habe ich doch gerade eines töten lassen. Ich weiß ja, dass dieses Kind, mein Kind, unser Kind nie wieder zu uns kommen wird. Und jetzt ein anderes zu bekommen wäre doch... Kennt einer von euch dieses Gefühl? Will ich nur versuchen irgendetwas wieder gut zu machen was nicht wieder gut zu machen ist? Und mein Mann wird seine Meinung ja auch nicht ändern. Die steht fest. Ich bin völlig verzweifelt und weiß manchmal nicht wie es weiter gehen soll oder kann...

Ich weiß ich muss jetzt stark sein für meine anderen 3 Kinder, sie brauchen mich. Aber ich kann nicht. Ich bin wie tot. Leer, kann an nichts anderes mehr denken. Ich kann abends nicht ins Bett gehen, weil ich eh nicht schlafen kann. Immer wieder kommen mir die Bilder in den Kopf vom Tag der Abtreibung. Wie ich ferngesteuert in diesen Raum rein gelaufen bin und wusste einen großen Fehler zu begehen. Und dachte ich muss jetzt einfach mutig sein und da durch für meine Familie.
Und jetzt? Was bin ich jetzt für die Familie? Ein trauerndes, depressives Frack. Ich könnte den ganzen Tag weinen. Meine Kinder fragen dann was los ist. Und ständig ist mir was ins Auge geflogen oder sonst eine blöde Ausrede.
Ich habe schon überlegt es den Kindern zu erzählen. Natürlich nicht die komplette Geschichte, sondern dass ein Baby in unsere Familie kommen wollte und es nicht geschafft hat. Ich will dass sie wissen warum die Mama immer so traurig ist.
Es gab in unserer Familie einige Todesfälle in kurzer Zeit, meine Kinder mussten da schon viel durch machen. Am 14. März hat meine Schwester Termin mit ihrem 2. Kind, am 10. April meine Cousine mit ihrem ersten. Am 30. März wäre unser Kind an der Reihe gewesen. 1Tag vor dem 40. Geburtstag meines Mannes... Wie soll ich diesen nur feiern???
Wie kann ich unsere Babysachen weggeben und mein Neffe/meine Nichte da liegen sehen in unseren Sachen mit dem Wissen, die hätten wir jetzt selbst gebraucht? Ich habe das Gefühl es würde mir helfen darüber sprechen zu können, auch mit meinen Kindern, dass wir jetzt auch ein Baby gehabt hätten. Sie wünschen sich alle ein Baby und ich weiß, dass das Thema sein wird. Oder ist das rein egoistisch und unverantwortlich die Kinder damit zu konfrontieren? Diese Frage beschäftigt mich sehr und ist eigentlich auch der Grund meines Eintrages hier gewesen. Jetzt ist dieser schon recht lang geworden und sehr wirr wahrscheinlich, aber es tut gut, das alles einmal aufzuschreiben.

Den einzigen Sinn den ich in dem ganzen sehe ist der, dass ich nun endlich mit meinem Mann zur Eheberatung gehe, dieser Schritt war lange überfällig. Und letzte Woche noch hatte ich zumindest das Gefühl, das mein Mann mir endlich mal zuhört und mit mir spricht über die Dinge, die seit Jahren schief laufen. Doch irgendwie scheint das jetzt nach nichtmal 2 Wochen wieder nach zu lassen. Meinem Mann tut dieser Schritt (angeblich) im nachhinein auch leid, doch er ist ein Künstler im Verdrängen. Und dann bereue ich es noch mehr. Jetzt habe ich mein eigenes Kind verraten, es töten lassen für meinen Mann, und jetzt weiß ich nicht mal, ob das alles überhaupt noch eine richtige Zukunft hat. Ich weiß nicht, wie ich ihm das jemals verzeihen kann. Ob ich ihm das überhaupt jemals verzeihen kann, dass er mich wieder mal im Stich gelassen hat. Und dann, nach der kurzen Zeit, in der Zeit in der ich noch in tiefer Trauer stecke, noch bevor wir uns von unserem Kind verabschiedet haben, dann auch noch gleich den nächsten Schritt gehen will und sich sterilisieren lassen will. Wie habt ihr das denn geschafft euren Partnern zu vergeben? Oder habt ihr es überhaupt geschafft?

Am Wochenende wollen wir uns von unserem Kind verabschieden. Ich werde ihm einen Brief schreiben und dann werden wir es irgendwo begraben. Ich weiß noch nicht genau wo und wie. Mein Mann will das eigentlich auch nicht. In der Beratung hat er sich dazu bereit erklärt mir bei diesem Ritual beizustehen. Beteiligen wird er sich sicher nicht. Wer hat Erfahrung mit solch einem Ritual? Wie habt ihr das gemacht? Habt ihr euren Kindern Namen gegeben? Ich denke manchmal ich würde es gerne, aber ich weiß ja gar nicht ob es ein Junge oder ein Mädchen war...

Nächsten Freitag fange ich dann mit einer Therapie an und hoffe für mich selbst die Antworten auf meine Fragen zu finden. Ich würde mich aber sehr freuen, schon jetzt ein paar Antworten aus eigener Erfahrung zu bekommen besonders zu diesen Fragen:

1.Will ich jetzt nur noch ein Kind um meine Schuld wieder gut zu machen, weil meine Schwester und Cousine jetzt auch eins bekommen und ich diesen 'Dreier-Club' wieder vervollständigen will (beim Polterabend meiner Cousine im Juni lief ein Storch über den Fußballplatz und dieser hat wohl ganze Arbeit geleistet. Und ich habe dieses Dreierglück nach so vielen Todesfällen zerstört)

2. Wäre es völlig falsch und egoistisch meinen Kindern (kindgerecht natürlich) davon zu erzählen?

3. Wie habt ihr ein Ritual gestaltet?

Und 4. Wie konntet ihr eurem Partner vergeben?

Vielen Dank an alle, die bis hierher gelesen haben. Und danke im Vorraus an alle, die sich die Zeit nehmen und mir meine Fragen beantworten.

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147


Name:
gerda (gerdaauterith@hotmail.com)
Datum:Do 07 Aug 2014 08:49:13 CEST
Betreff:2 tage
 

es ist jetzt zwei tage her dass ich es mit mir habe machen lassen. bis zur letzten sekunde habe ich meinen freund angesehen und gehofft dass er stopp schreit. dass er den fehler erkennt.
als ich aufwachte war ich wie im nebel. es war vorbei. ich brauchte nicht mehr darüber nachdenken. auf der heimfahrt hatte ich kurz das wohlige gefühl von erlösung. mein baby hat einen besseren vater verdient, eine liebende familie eben.
leider hat das nicht lange angehalten. mein freund hat mich nach dieser schlimmen nacht auch verlassen. er wusste dass ich mit seiner eintscheidung nicht leben kann.
heute nacht war ich das erste mal alleine. es war furchtbar. ich hatte angst vor der phase des nachdenkens vor dem einschlafen.
ich hatte schlechte träume, wirr, beängstigend.
heute spüre ich das erste mal beängstigende wut auf mich. wie konnte ich das nur zulassen. ich will aus der haut fahren. etwas an die wand schmeissen.........
und dann kommt wieder trauer und hilflosigkeit. ich bin alleine. kein partner mehr der mich stützt und versteht.
wie überlebe ich das bloss? muss ich das überleben?

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146


Name:
Hilfe suchende (anne.gernhardt86@gmail.com)
Datum:Fr 18 Jul 2014 15:49:39 CEST
Betreff:Schwangerschaftsabbruch wegen Krankheit
 

Hallo Ihr lieben,

Zu meiner Geschichte, ich hatte seit März diesen Jahres einen Knoten in der schlüsselbeinkuhle weswegen ich auch ständig beim Arzt in Behandlung war doch leider nahm dieser mein Problem nicht so ernst...
Im Juni blieb meine Regel aus und ich bekam Anfang Juli einen Termin beim Frauenarzt, der mir mitteilte das ich bereits Ende dritter Monat schwanger sei. Auch wenn es nicht geplant war freuten ich und mein Partner sehr darüber doch nur bis zum nächsten tag... Ein Anruf meines Hausarztes ich solle gleich in die Praxis kommen die Ergebnisse meiner Biopsie währen gekommen...
Gesagt getan ich fuhr in die Praxis und erfuhr die Diagnose lymphdrüsen Krebs...
Nach etlichen beratungsgesprächen mit verschiedenen Ärzten und der Beratungs stelle für krebshilfe stimmten wir aufgrund der enormen Belastung des Kindes durch chemo, Bestrahlung und Co. Sowie dem Risiko für mein eigenes Leben einem Schwangerschaftsabbruch zu, dieser wurde nun in der 15ssw durchgeführt...
Seelisch bin ich völlig zerstört, ich kann weder essen noch schlafen, jedes mal wenn ich die Augen schließe sehe ich mein totes baby da ich es ja bei Bewusstsein bekommen musste....
Der Abbruch ist nun zwei Tage her und jetzt habe ich auch noch einen sehr schmerzhaften milcheinschuss worauf mich auch keiner vorbereitet hat, als wäre die Belastung noch nicht genug, ich weiß im Moment nicht mehr woher ich noch die kraft für den Krebs Kampf nehmen soll...

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145


Name:
Lena24 (anonym@anonym.com)
Datum:Mo 14 Jul 2014 12:16:17 CEST
Betreff:In einer neuen Beziehung - dem Partner von Abtreibung erzählen?
 

Hallo an alle,
mein Anliegen steht ja schon im Titel; ich bin im Moment in einer nicht ganz so einfachen Situation und suche Rat.
Kurz zu mir: ich bin 24 Jahre alt und hatte vor knapp 4 Jahren eine Abtreibung. Mit dem Kindsvater war ich noch lange zusammen, wir haben uns vor einem halben Jahr endgültig getrennt. Er hat mich zu Zeiten den Abtreibung sehr unterstützt und das obwohl wir uns kaum kannten; später allerdings wusste er nicht mehr mit meiner Trauer umzugehen und hat mir ständig vor die Nase gehalten wie alt unser Kind jetzt wäre etc.
Ich bin seit ein paar Monaten mit meinem neuen Partner zusammen. Ich verstricke mich in Lügen, weil ich mich nicht traue ihm davon zu erzählen. Die Abtreibung beschäftigt mich bis heute, ich hatte nie jemanden mit dem ich offen darüber reden konnte. Ich hatte immer Angst vor zu schnellen Urteilen und dass der Gegenüber nicht versteht oder verstehen will wie man diese Entscheidung treffen kann/muss. Ich lese oft in Foren wie es anderen Leuten nach einer Abtreibung geht. Wenn mein Freund in diesen Momenten ins Zimmer kommt schalte ich den Computer aus und er merkt wie verändert ich bin. Er weiß, dass ich ihm etwas verheimliche und wir geraten deswegen immer wieder in Streit.
Ich habe Angst, dass er mit der Wahrheit nicht klarkommt, deswegen weiß ich nicht, ob ich ihm von meinem ungeborenen Kind erzählen soll.
Wie seid ihr damit umgegangen? Was waren die Reaktionen als ihr es erzählt habt?

Danke!
Liebe Grüße.

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144


Name:
Hanna (@anonym@xxx.de)
Datum:Mo 23 Jun 2014 23:59:57 CEST
Betreff:Meine Geschichte
 

Ich würde gerne auch meine Geschichte aufschreiben um anderen Frauen zu zeigen das ein Abbruch der hauptsächlich von außen beeinflusst wird ein Fehler ist!

Ich war in der fünften Woche schwanger als ich den test machte, ich hatte vorher schon das gefühl das ich schwanger sein könnte und da hat sich es nochmal bestätigt. Genau eine Woche zuvor hat sich mein freund von mir getrennt und als ich es ihm sagte war er unglaublich wütend. Er wolle jetzt kein Kind, vor allem nicht von einer frau von der er sich gerade erst getrennt hatte. Ich solle es Abtreiben und die “Sache” erledigen.
Ich war unglaublich verletzt und durcheinander, ich wusste nicht was ich tun sollte. Einen tag später haben wir uns dann nochmal in ruhe unterhalten und ich merkte das er genauso durcheinander war, denn eigentlich liebte er Kinder.
Er meinte das es uns jetzt beiden für unseren weiteren geplanten weg im wege stehen würde, ich hatte ab September meine technikerschule vor mir und er seine meisterausbildung. Ich wollte auch erst heiraten und dann Kinder bekommen und nicht andersherum bzw wollte ich nicht alleinerziehende sein. Wir haben uns darauf geeinigt das es wohl das beste für uns ist wenn ich in die Klinik gehe. Nach dem gespräch habe ich noch viel nachgedacht und überlegt, ich war hin und hergerissen, ich wollte dieses Kind und wusste das ich auf die Unterstützung meiner Familie zählen könnte. Ich habe in den zwei Wochen von Test bis letztendlich Abbruch sehr oft mit dem Vater des Kindes gestritten weil ich ihm gesagt habe das ich glaube es zu schaffen. Er hat immer wieder auf mich eingeredet und mir gesagt das es nicht passt und ich mir das alles nicht so einfach vorstellen soll.
Ich wollte nie alleinerziehende sein und das Kind mit dem wissen großziehen das der Vater es nicht wollte. Der Vater meiner Nichte hat sich unglaublich auf das Kind gefreut, er durfte seine Tochter aber nie kennenlernen weil er vorher starb, mein Kind hätte einen Vater der es aber nicht will und dieser Gedanke tat mir unglaublich weh.
Letztendlich bin ich ihm zuliebe zum Arzt gegangen, als ich dort saß, bekam ich Panik. Bei dem Vorgespräch hat der Arzt auch gemerkt das ich mir nicht sicher war und er meinte ich solle doch mal mit meinen Eltern sprechen. Ich sagte das ich das nicht kann weil die definitiv für das Kind wären. Er hat mir dann nochmal Bedenkzeit gegeben und meinte das ich mich nicht von meinem exfreund beeinflussen lassen soll. Als ich alleine war habe ich ihn dann nochmal angerufen und er reagierte wieder motzig und meinte ich solle mich nicht so von außen bequatschen lassen (was er ja eigentlich auch getan hat).
Er war wütend und meinte das ich ihm dann sein ganzes leben zerstören würde und meines auch. Er arbeitet schon jahrelang darauf hin sich irgendwann ein haus bauen zu können und eine Familie zu haben und das wäre dann kaputt wenn er unterhalt zahlen müsste.
Er meinte dann das es ihm letztendlich scheiß egal wäre was ich mach, ich würde ein Sparbuch von ihm bekommen und er könne sich dann den nächsten baum suchen, gegen den er fährt.
Ich saß danach da und hatte unglaublich angst.
Ich hatte das gefühl ich müsse mich nun zwischen dem leben des ungeborenen Kindes und dem meines exfreundes den ich noch liebte entscheiden. Ich war dann wie in Trance und habe den verdammten Zettel unterschrieben! Ich wurde in den op Bereich geführt und mich umziehen, als ich dann da saß und warten musste gingen mir alle möglichen Gedanken durch den Kopf! Ich hatte solche angst aber ich wollte nicht das mein erfreuen sich was antut!
Als es vorbei war ruf ich meinen Bruder und Papa an das sie mich holten, wir haben vorher besprochen das wir allen erzählen ich hätte eine Fehlgeburt gehabt. Das erste Kommentar meines Papas als er hörte das ich schwanger bin, war das wir jetzt neue Dirndl kaufen müssen. Mein Bruder der mich richtig verstanden hat meinte dann das ich schwanger “war”!
Mein Papa war traurig und auch meine Mama meinte sie hätten sich auf ein viertes Enkelkind gefreut und wir hätten das schon irgendwie gepackt!
Ich bin unglaublich traurig das ich so dumm war und diesen Fehler gemacht habe! Mein exfreund hat mich am selben tag noch besucht und geweint und sich entschuldigt für das was er mir angetan hat!
Ich wusste vorher das ich es bereuen werde und daran zerbrechen werde, ich bin unglaublich emotional und sensibel und brauche auch Hilfe beim verarbeiten.
Jetzt, zwei tage später, denke ich die ganze zeit warum ich diesen Fehler gemacht habe. Wäre ich doch einfach gegangen aus der Klinik, egal was mein exfreund gesagt hat, vielleicht hätte er sich doch noch zum Kind entschlossen!
Es war der größte Fehler meines Lebens und werde ihn mein lebenlang bereuen. Ich werde meinen kleinen schatz nicht vergessen, denn diese leere in meinem bauch werde ich für immer fühlen!
Ich möchte das andere Frauen die auch verzweifelt sind und nicht wissen was sie tun sollen auf ihr herz hören und nicht darauf was andere sagen!
Ihr seid wirklich nicht alleine, es gibt so viele die euch helfen werden ihr müsst es nur zulassen!

Ihr müsst wissen was das richtige ist!!

Ich glaube an zweite Chancen und bete das mein kleines nochmal eine chance zu leben bekommt, vielleicht dann sogar eine bessere!

Frauen denkt daran, es ist eure Entscheidung und gebt dem Leben eine Chance!!

Es hilft mir ein wenig darüber zu schreiben und hoffe ich kann das alles so etwas verarbeiten, denn ich war auch immer gegen Abtreibung und schätze das leben, selbst das einer kleinen spinnen. Und dann beende ich das leben meines eigenen Kindes!
Diese wissen wird mich mein lebenlang begleiten und ich hoffe das man mir verzeihen kann! Ich suche momentan ein wenig den weg zu Gott und werde am sonntag wieder in die Kirche gehen!

Ich weiß das ich meinem Ex Freund einen Großteil der schuld gebe da er mich dazu getrieben hat! Das werde ich ihm nie verzeihen können!

Ich hoffe ich kann jemanden damit helfen und so vielleicht ein kleines unschuldiges leben retten!

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143


Name:
Sabrina (schatzsascha@yahoo.de)
Datum:Mi 28 Mai 2014 15:08:15 CEST
Betreff:Abbruch
 

Hallo.
Durch Zufall bin ich auf diese Internetseite gekommen und wollte euch meine Geschichte erzählen.

Ich bin 28 Jahre alt, keine Ausbildung, und habe zwei Kinder (9 und 7), vor 2 Tagen habe ich meinen 3ten Abbruch gemacht.
Ich war schon immer alleinerziehend mit meinen Kindern. Meine erste Tochter bekamm ich mit 19 von meiner großen Liebe, er wollte damals, dass ich sie abtreibe, tat es nicht, weil ich diesen Mann liebte und das Kind bekommen wollte. Der Mann war weg, ich allein mit Baby.
Nach eineinhalb Jahren wurde ich wieder schwanger, war mir unsicher ob ich dieses Kind behalten wollte, sollte. Behielt das Kind.
Mit dem Vater führte ich jahrelang eine on/off Beziehung. Es war nie leicht mit diesem Mann (Ehe, Scheidung, er wollte mir sogar das Sorgerecht wegnehmen) Ich wurde wieder schwanger von ihm und trieb ab. Nicht wieder ein Kind mit diesem Mann...
Die beiden Abbrüche waren ok, ich kam damit klar, hatte immer im Kopf, dass ich eigentich 4 Kinder hätte.
Ich habe seit eineinhalb Jahren einen neuen Freund, meine 2te große Liebe. Ich war wieder schwanger. Ich wollte dieses Kind, es war von ihm. Er wollte es nicht, würde mich verlassen, wenn ich es behalten würde, denn dadurch hätte er gedacht, dass ich es drauf ankommen lassen hätte. Alleine mit 3 Kindern? Das schaffe ich nicht mehr... Keine Kraft mehr für irgendwas...
Ich machte meine Termine und besorgte alle Unterlagen. Ich redete jeden Tag mit ihm, doch er sagte immer wieder nein, nicht jetzt usw.
Vor 2 Tagen machte ich den Abbruch, komm damit nicht so gut klar, schließlich wollte ich dieses Kind, es war von meinem Freund, den ich sehr liebe.
Ich beginne in 2 Monaten meine Ausbildung zur Friseurin, endlich was zu erreichen in meinem Leben ist n langer Traum von mir.
Ich werde jetzt nicht mehr schwanger, das packe ich nicht nocheinmal. Werde meine Kinder noch auf meinem Arm mit Sternen verewigen, schließlich sind sie ein Teil von mir....

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142


Name:
Nik (anonym@gmx.de)
Datum:So 11 Mai 2014 20:50:00 CEST
Betreff:Abtreibung
 

Hallo
vor 4 Wochen hatte ich einen Schwangerschaftsabruch.
Ich weiß gar nicht wie ich das in Worte fassen soll. Seit 2,5 Jahre habe ich eine Beziehung mit einem verheirateten Mann. Es war immer eine on/off-Beziehung, da er auch schon Kinder hatte. Vor kurzem habe ich dann bemerkt, dass ich schwanger bin. Als ich es ihm gesagt habe, reagierte er sehr sehr kalt. Er unterstellte mir ich hätte es darauf angelegt. Ich war zutiefst verletzt dass er so etwas von mir dachte. 2 Tage lang, verlor er kein Wort darüber. Dann verkündete er mir, dass er das Kind nicht möchte...nicht jetzt. Er meinte er woll mit mir Kinder, aber erst in ca. 2 Jahren wenn alle geklärt ist. Ich hatte schon da das Gefühl er wird mich verlassen (mal wieder) wenn der Abruch hinter uns liegt. Ich wollte den Abruch nicht. Aber ich konnte es doch auch nicht bekommmen, wenn der Vater des Kindes es überhaupt nicht möchte. Somit habe ich einen Termin gemacht. Mir ging es total schlecht und ich hatte so Angst vor diesem Tag. Von meinem Partner bekam ich überhaupt keinen Halt, er war so kalt zu mir. Ich hatte das Gefühl ich kenne ihn überhaupt nicht mehr. Ich konnte auch gar nicht mehr auf ihn zugehen, da er so etwas von mir abverlangte. Dann der Eingriff. Weinend bin ich nach der Narkose aufgewacht. Mir ging es seelisch total schlecht. Im Aufwachraum hat er mich noch getröstet. Abends hat er seine Sachen gepackt und ist gegangen. Nun versuche ich irgendwie mit dem allem umzugehen. Aber mich quält es immer mehr und mehr, dass ich das meinem Kind angetan habe. Zudem bereut mein Ex das er das von mir verlangt hat...Das quält mich noch viel mehr. Den Halt von ihm den ich dringend gebraucht hätte...hat er mir nicht gegeben. Und jetzt ist es zu spät. Ich bin alleine mit diesem Schmerz. Ich habe Angst, dass ich darüber nicht hinwegkommen werde.

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141


Name:
Leonie (leoniestuermerxd@live.de)
Datum:Do 06 Feb 2014 00:08:58 CET
Betreff:Von der eigenen Mutter zur Abtreibung gezwungen - Klage?
 

Hallo.
Ich wurde vor zwei Jahren, mit nur 15, ungewollt schwanger (wir haben verhütet, es ist wohl etwas schiefgelaufen.)
Mein Ex-Freund betrog und verließ mich. Dennoch wollte ich das Kind behalten und es nach der Geburt zur Adoption freigeben.
Ich litt ohnehin schon unter Depressionen und bin in dieser Zeit sehr zerbrochen, habe mich vermehrt geschnitten und sogar versucht, mir das Leben zu nehmen, war also definitiv alles andere als zurechnugsfähig.
Meine Mutter nutzte meinen Zustand schamlos aus. Sie drohte mir außerdem an, mich in ein Heim zu stecken,wenn ich die Abtreibung nicht vornehmen ließe.
Aufgrund meiner Depressionen war ich bereits vor meiner Schwangerschaft in zwei Kliniken - und habe aus der ersten ein solches Trauma davongetragen, dass ich bis heute furchtbare Angst vor Krankenhäusern, Jugendherbergen, Kliniken und Heimen habe. Ein Heim wäre also mein sicherer Tod gewesen. Ich hatte panische Angst und war, wie bereits gesagt, aufgrund meiner Depressionen und da mich mein (ebenfalls labiler) Exfreund betrogen und verlassen hatte, nicht zurechnungsfähig und hatte kaum einen eigenen Willen.
Ich leide auch heute noch unter dem Schwangerschaftsabbruch, besonders, weil dabei etwas schieflief (Gebärmutterschleimhautreste wurden übersehen) und ich eine Woche danach noch ein mal ins Krankenhaus musste.
Meine Frage nun: Macht es Sinn, meine eigene Mutter deswegen anzuklagen? Ich möchte sie nicht anklagen, solange ich noch minderjährig bin, doch in knapp vier Monaten werde ich 18 und kann ohne die Zustimmung meiner Eltern ausziehen. Denn ich weiß, würde ich meine Mutter jetzt anklagen, würde sie mich rausschmeißen, und dann müsste ich zu meinem Vater, zu dem ich ebenfalls kein gutes (um nicht zu sagen gar kein) Verhältnis habe, oder eben in ein Heim, und das geht, wie bereits erläutert, definitiv nicht.
Welche Strafe würde meine Mutter erwarten? Eine Bewähringsstrafe/Geldstrafe? Erwartet sie überhaupt eine nennenswerte Strafe? Könnte ich mit Schmerzensgeld rechnen?
Danke für alle Antworten.

Und bitte, bitte spart euch die "Warum wirst Du auch mit 15 schwanger???! Selbst schuld!"-Kommentare.

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140


Name:
Hans M. (xxsworn_enemyxx@hotmail.de)
Datum:So 26 Jan 2014 22:41:01 CET
Betreff:Mit der Situation überfordert
 

Hallo liebes Forum,

ich hoffe ihr könnt mir etwas helfen.

Meine Freundin, hatte am 6.01.2013 einen Abbruch (Eileiterschwangerschaft)

Ich habe mich ja schon ein wenig drüber informiert, was für Seelische Folgen auftreten können.

Sie hat davon: Depressionen, Selbsthass, Störung des Selbstwertgefühls, kann selten Körperkontakt zulassen.
Wenn Sie das kann, dann für 10 Minuten, ist dann aber auch damit überfordert.

Also, ich weiß nicht, wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll.

Wenn ich bei ihr bin, sucht Sie ab und zu auch meine nähe und kuschelt sich bei mir an.
Das ganze geht 10min gut und geht dann wieder auf Abstand.


Dann, ist den halben Tag alles gut, aber dann ist Sie wie ausgewechselt, ist dann launisch, ab und zu Aggressiv und will nichts mehr von Gefühle wissen, und darf Sie dann auch nicht anfassen.

Sie sagt auch, dass das es immer so bleiben wird, dass Sie so gefühlskalt bleibt und sich nichts mehr ändern wird.
Nie wieder wirklichen Körperkontakt und Sex haben möchte.

Meine Freundin, sagt auch immer, dass ich mir doch eine andere Frau suchen soll, weil ich etwas besseres verdient habe.
Denn es wird nie wieder so wie früher, dass sie was empfinden kann.

Dass sie nie wieder etwas empfinden kann sagt sie ständig und halt
nicht weiß, ob es je wieder etwas mit uns wird.
Sie kann mir momentan auf nichts eine antw geben, was uns beide betrifft.

Und es besser wäre, die Beziehung zu beenden, da es nicht mehr für Sie möglich ist und nicht mehr kann.

Ich, war jetzt das ganze Wochenende bei Ihr.

Heute meinte Sie, dass es zwar toll war, das ich da war... Aber ihr es Zuviel war.
Das einer ständig in Ihrer nähe ist (außer ihr Sohn)
Sie etwas traurig ist, dass ich heute gefahren bin, aber auch froh...

Sie es traurig macht, mir dass nicht zu geben, was ich brauch (Ihre nähe)

Sie sich dann unter druck setzt, dass es mit uns beiden wieder alles in Ordnung kommt.





Dann frage ich mich aber, wieso, will Sie dass ich zu Ihr komme?
Wieso, sucht Sie meine nähe und küsst mich doch ab und zu.
Wir hatten uns 1x so intensiv geküsst, das Sie Sex wollte.
Aber 30min später, ist Ihr wieder alles durch den Kopf gegangen und hatte es bereut.

Wird sich das alles wieder legen?
Soll ich Abstand nehmen?
Soll ich die Beziehung beenden?
Wenn sie sagt, komme vorbei, soll ich das machen?



Ich hoffe, ihr könnt mir etwas helfen.

Liebe grüße






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139


Name:
Denise (denisedornbusch@hotmail.de)
Datum:Fr 10 Jan 2014 10:51:05 CET
Betreff:Du fehlst mir so sehr, mein kleines Sternchen!
 

Hallo,mein Name ist Denise, bin 28 Jahre alt und habe eine süße,kleine Tochter und einen sehr lieben Freund ( bald Ehemann )bzw. Papa. Nun zu meiner Geschichte; Nach einer gewissen Zeit allein zusammen, wurde der Wunsch auf ein Baby in uns beiden laut und ich ließ meine Verhütung weg. Bald hatte es auch geklappt: Wir waren überglücklich. Doch leider stellte mein Ärztin fest, das ich mit gerademal 22 Jahren eine Risikoschwangerschaft hatte.Wir Kämpften um unser Kind und gewannen. Bei der Schwangerschaft drohte sie mir mit Fehl - %26 Frühgeburt, dann ständige Übelkeit / Erbrechen und sehr viel liegen. Aber jetzt ist unsere Prinzessin schon 6 Jahre alt und bin sehr stolz auf sie. Doch als sie gerade 14 Monate alt war, stellte ich entsetzt fest, das etwas nicht stimmte, machte einen Test - positiv. Meine Ärztin bestätigte dann meine 2. Schwangerschaft - Schock!! Was nun? Ich wollte ein 2. Baby, aber jetzt noch nicht. Wie schon geschrieben, meine Kleine 14 Monate alt,mit dem Vater der Kinder in einer Beziehungskrise. Wir wollten uns eigentlich endgültig trennen. Hinzu kam noch die Angst, wie wäre diese Schwangerschaft verlaufen, wieder so so viele Komplikationen - wie die erste und wer kümmert sich um unsere Kleine? Mit der Entscheidung für oder gegen das Kind fühlte ich mich von allen allein gelassen. Meine Mutter sagte: Abtreibung!, als sie es erfuhr und ließ mich alleine Entscheiden, ohne mir Hilfe anzubieten, auch vom Kindsvater, der das Kind eigentlich wollte, kam keine Hilfe. Und so musste ich mich alleine Entscheiden und wählte doch den falschen weg, den ich bis heute zutiefst bereue. Weder meine Ärztin noch die Diakonie haben mir bei der Entscheidung geholfen. Dann kam der Tag, an dem ich sein unschuldiges Leben für immer beendete.Trotz langem überlegen lassen im Krankenhaus, ließ ich dann doch diesen Eingriff zu. Es war der 27.01.2009 an dem ich mein 2 Baby in der 8 Schwangerschaftswoche das Leben nehmen ließ. Nach dem Eingriff fühlte ich mich erstmal erleichtert, doch als dann meine Kleine in die Kita kam und sie mir immer wieder etwas neues, gelerntes zeigte, kamen meine Schuldgefühle, tiefe Trauer, Wut und das bewusst werden, was ich an diesem Tag / Jahr eigentlich falsch gemacht habe. Meine Schuldgefühle, meine Trauer werden immer schlimmer, funktioniere nur noch für meine Familie. Jetzt bin ich 28 Jahre, wünsche mir sehnlichst noch ein Baby, aber jetzt spielt mein Körper total verrückt. Regel kommt, geht wenn sie will und zu lang ist sie.Zutiefst bereue ich diesen Schritt damals gemacht zu haben und würde ihn gerne rückgängig machen, aber leider geht das nicht mehr. Ich muss jetzt damit leben, das es durch mich nie das licht erblicken dürfte. Aber es fehlt mir so sehr, es vergeht kein einziger Tag mehr, an dem ich nicht an mein kleines Baby denke. Da ich leider nie das Geschlecht wissen werde, gab ich es den Namen " Angel ". Ich vermisse es so schrecklich und damals starb ein Teil von mir mit meinem Baby. Ich konnte für mein Baby nur eine liebevoll gestaltete Gedenkecke einrichten in meiner Wohnung, einen Namen geben, einen Platz in meinem Herzen und mehr leider nicht. Es hat kein Grab, wo ich jederzeit hingehen, trauern oder Blumen drauf legen kann.Ich hätte mir gewünscht, das ich mehr über die psychischen folgen aufgeklärt worden wäre. Dann hätte ich mich anders entschieden - nämlich für mein Baby! Allen Frauen, die ein ähnliches Schicksal zu tragen haben, wie ich, wünsche ich sehr, das sie irgendwann wieder Freude an ihrem Leben haben. Vergessen werden wir unsere Kinder nie, denn nun gehören sie auch zu den Sternen kindern und fast jede Nacht können wir sie am Himmel sehen! Sie sind immer bei uns, ganz tief im Herzen drin! Würde mich freuen, mit anderen betroffenen in Kontakt zu kommen. Alles Gute wünscht euch, Denise.

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138


Name:
Unendlich traurig (12354748494234278923478923422@gmx.de)
Datum:So 22 Dez 2013 11:02:14 CET
Betreff:In Lügen verstrickt...wer tut so etwas????
 

Hallo,

meine zweite Abtreibung ist nun drei Monate her. Seitdem ist mein Leben eine Qual. Ich hatte meine Geschichte schon einmal per Email an Rahel e.V. versendet, ich habe aber irgendwie das Bedürfnis, es noch mehr öffentlich zu machen.
Ich möchte Euch hier meine persönliche Geschichte mitteilen und hoffe, dass ich damit einigen von Euch helfen oder Euch zumindest erreichen kann, vielleicht bevor es für die eine oder andere Frau zu spät ist. Ich bin leider sprachlich nicht besonders geschickt, daher entschuldigt bitte Ausdrucksweise und Schreibfehler.

Ich habe keine gültige Emailadresse angegeben, weil ich gerne anonym bleiben will bzw. muss.

Ich habe bereits zwei Abtreibungen vornehmen lassen. Es waren die folgenschwersten und tragischsten Entscheidungen meines Lebens. Ich bereue sie immer noch jeden Tag.

Als ich zum ersten Mal schwanger wurde, war ich 23 Jahre alt und mitten im Studium. Die Schwangerschaft kam völlig überraschend, es war ein großer Schock für mich. Obwohl ich nicht verhütet hatte, hätte ich niemals damit gerechnet, schwanger zu sein. Nach quälenden Tagen der Sorge, zwischen Hoffen und Bangen, traf ich mit meinem Partner (der jetzt mein Ehemann ist), die fatale Entscheidung, die Schwangerschaft zu beenden. Mein Mann hatte gerade sein Studium abgeschlossen und war ohne Arbeit. Familiäre Unterstützung hatten wir nicht. Wir glaubten, eine vernünftige Entscheidung getroffen zu haben.

Der Abbruch an sich war nicht schlimm. In den ersten Wochen danach fühlte ich mich erleichtert. Erst nach und nach entwickelte ich Ängste, Panikattacken, Schuldgefühle, Schlafstörungen, Realitätsverluste. Es wurde so massiv, dass ich eine Psychotherapie machte, die mir vorgaukelte, keine Schuld zu haben, nicht hätte anders entscheiden zu können. Ich lebte von da an gut mit dem Gedanken, dass ich in der Situation so unter Druck war, und einfach nicht stark genug gewesen war. Ich hatte mir sozusagen verziehen. Es war zwar eine sehr schwere Zeit, aber es ging mir irgendwann tatsächlich besser. Ich war mir sicher, wenn ich jemals wieder in eine solche Situation kommen würde, ich würde mich immer für mein Kind entscheiden. Letzlich blieb diese Schwangerschaft für mich aber etwas Unkonkretes, nicht Fassbares. Ich verband sie nicht mit dem Verlust eines Kindes, sondern eher mit dem Verlust meiner eigenen Autonomie und der furchtbaren Erkenntnis, fehlbar zu sein. Wie auch immer, ich lebte einigermassen gut weiter in einer normalen stabilen Partnerschaft und beendete mein Studium erfolgreich. Nach der Abtreibung entwickelte ich einen starken Kinderwunsch, Ich, die aus einer recht lieblosen, gottfernen Familie stammte und jahrelang unter starker Bulimie gelitten hatte, wurde Mutter dreier wunderbarer Kinder. Immer mal wieder mal dachte ich an die Abtreibung als eine traumatische Situation, konnte die Gedanken und Gefühle aber Dank der in der Psychotherapie erlebten Methoden gut verdrängen. Ich glaubte ja, frei von Schuld zu sein. Gedanken an das ungeborene Kind erlaubte ich mir nicht.

Zu dieser Zeit hätte ich mich als Atheistin, im besten Fall als Agnostikerin bezeichnet. Wie fern war ich Gott, hatte nie konkret an ihn gedacht. Mir war immer unwohl bei dem Gedanken gewesen, es gäbe etwas Größeres als Menschen. Mein Leben war oberflächlich betrachtet, sehr gut. Ich hatte wie gesagt, drei gesunde, tolle Kinder, einen Ehemann, ein sehr gutes finanzielles Auskommen und einen Beruf, den ich zwar nicht liebte, aber mich mit gewissem Stolz erfüllte. Dennoch war in mir drin eine Leere, eine große innere Unruhe, die ich leider nach einiger Zeit wieder mit der Essstörung auszufüllen begann. Natürlich funktionierte ich im täglichen Leben, aber nach und nach wurde ich immer dünner, unglücklicher. Ich steuerte auf eine große Katastrophe zu.

Als ich 32 Jahre alt war und mein jüngstes Kind gerade etwa anderthalb, meldete sich wieder der Kinderwunsch. Los, bekomm noch ein Kind…Dann isst Du wenigstens wieder…es wird wieder alles schön wie bei den anderen Schwangerschaften…Dein Mann liebt und ehrt Dich dann mehr…viele weitere solcher egoistischer Gedanken und Gefühle gingen mir durch den Kopf. Ich tat das Unfassbare: ohne das Wissen meines Mannes liess ich heimlich die Pille weg. Zunächst hatte ich große Skrupel und Angst, aber ich war wie in Trance. Ich belog meinen Mann, der immer wieder sagte, er wolle kein weiteres Kind bzw. er ware wohl geschockt, sollten wir ein weiteres Kind erwarten. Aber da er Kinder liebe, sagte er immer wieder, müsse er wohl erstmal tief durchatmen und würde sich dann freuen. An diese Aussagen klammerte ich mich, verdrängte vollkommen, dass ich schon mit drei Kindern und der masssiven Essstörung die Grenze meiner persönlichen Leistungsfähigkeit weit überschritten hatte. Ich war körperlich so am Ende, dass ich teilweise auf dem Weg zum Kindergarten fast ohnmächtig wurde, weil ich mich den ganzen Vormittag übergeben hatte. Eine Schwangerschaft würde diesen Alptraumzustand beenden, dachte ich. Nein…eigentlich dachte ich gar nicht mehr, war nur noch mit Überleben beschäftigt und sicherlich weder eine gute Ehefrau noch Mutter.

Trotz einer Gewichtsabnahme von 45kg innerhalb eines Jahres wurde ich sofort schwanger. Ich war unheimlich froh, aber gleichzeitig ergriff mich Panik: was hatte ich getan? Wie sollte ich es meinem Mann sagen? Also behielt ich die Schwangerschaft zunächst für mich. Erst zwei Wochen später, nach einem Frauenarztbesuch eröffnete ich meinem Mann, dass ich in der siebten Woche schwanger sei. Ich hoffte, dass er nach einem anfänglichen Schock große Freude empfinden würde.

Aber es kam alles anders. Ich möchte nicht auf alles eingehen, was in den kommenden Wochen geschah, es war furchtbar. Er wollte das Kind auf gar keinen Fall und übte massiven Druck auf mich aus. Das soll keineswegs eine Anklage an meinen Mann sein, es war ja alles meine Verantwortung gewesen.

Ich habe in der ganzen Zeit dieser Schwangerschaft keinen einzigen klaren Gedanken fassen können. Alles geschah wie in Trance. Ich kann meinem Mann keine Schuld geben, schließlich hatte ich versucht, ihm ein Kind unterzujubeln. Aber natürlich hätte ich mir alles so anders gewünscht. Meine Welt wurde von einer halbwegs als freundlich erlebten zu einer feindlichen. Den ersten Termin beim Abtreibungsarzt beendete dieser selbst, weil er sagte, wenn ich mir nicht sicher sei, würde er mir nicht helfen. Ich wollte dieses Kind doch!
Bei der Beratungsstelle würde mir gar nicht zugehört. Ich wiederholte heulend immer wieder, dass ich dieses Kind doch wollte! Der Schein wurde nach einer halben Stunde mit dem Kommentar, ich könne ja mit meinem Mann nochmal wiederkommen, ausgestellt. Ich hoffte bis zur letzte Sekunde. Einmal sagte mein Mann, ich würde das gar nicht durchstehen, und er würde alles doch mittragen...nur um das eine halbe Stunde später wieder zu verwerfen.

Was mich letztlich den Kampf um mein Kind verlieren liess, war das Argument, dass ich die Familie mit einem weiteren Kind zerstören würde. Das waren ja auch meine Zweifel gewesen, und nach den schlimmsten Tagen meines Lebens willigte ich in die Abtreibung ein. Unglaublich…ich hatte mir ein Kind gewünscht, es geplant und liess es jetzt töten… Auf der Suche nach Bagatellisierung und Entschuldigung meiner Tat las ich Theorien von dem Beginn des Lebens ab dem Zeitpunkt der vollen Gehirntätigkeit. Das entlastete mich, war doch mein Kind noch nicht so weit entwickelt, es war ja noch kein richtiges Leben. An diesen Gedanken klammerte ich mich, als ich weinend auf dem OP-Stuhl lag…Mein Herz wußte es besser.

Seitdem liegt kein Stein meines Lebens mehr auf dem anderen.

Am Abend nach der Abtreibung lag ich völlig zerstört im Bett. Mein Kind war weg, tot. Ich nannte es das erste Mal konkret “Kind”. Ich googelte verzweifelt nach Vergebung…und fand das erste Mal in meinem Leben Hinweise auf Jesus. Jesus, der mir helfen könnte. Gott, der mir meine Morde und meine unfassbare Schuld an so vielen geliebten Menschen vergeben könnte. Ich spürte, niemand außer Gott konnte mir jetzt noch helfen. Die Schuld war zu groß, um von mir allein getragen werden zu können.

Ich hatte gegen alles verstoßen, was Gott gefällig ist. Ich war ein Nichts. Und ich wollte mein Kind zurück. Es gibt keine Worte für die Verzweiflung, in der ich mich befand. Aber ich fand zunehmend Worte, die mich trösteten. Sie kündeten von Vergebung, von einem Wiedersehen, von Hoffnung, von einer Heilung. Ich bekam eine Bibel geschenkt, die mir viel Kraft gibt. Ich weiß heute, wenn ich Gott vertraut hätte, wären meine Kinder nicht gestorben. Ich weiß heute, dass Gott immer bei mir war, ich habe ihn nur einfach beiseite gestoßen.



Liebe Frauen, lasst es Euch nicht einreden: den Beginn des Lebens bestimmen nicht irgendwelche menschlichen Definitionen. Abtreibung ist Mord an einem Menschen, der uns von Gott geschenkt wurde. Und nicht an irgendeinem Menschen, sondern an Eurem Kind. Ich wünschte, jemand wäre für mich da gewesen. Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Ich wünschte, ich hätte Gott früher zugehört. Selbst wenn man nicht an ein Geschenk Gottes glaubt, so muss doch jedem klar sein, dass man als Mutter nicht das Recht hat, das Leben seines Kindes zu beenden. Ich möchte wirklich niemandem ein schlechtes Gewissen einreden, jede Frau hat ihre berechtigten Gründe für ihre Abtreibung gehabt. Aber wenn wir vorher erkannt hätten, was wir tun, hätten wir es nicht getan, oder?

Ich glaube, dass Gott mir verziehen hat, ich habe ihn und Jesus immer wieder um Vergebung gebeten, aber das Leben ist nach wie vor nicht gut für mich. Ich bin immer noch so unendlich wütend auf mich: dass ich den Segen meiner anderen Kinder nicht geniessen kann, dass ich meine Ehe beinahe zerstört hätte (habe meinem Mann irgendwann gebeichtet, dass ich die Pille heimlich weggelassen habe. Er hat mir wohl verziehen, dafür danke ich Gott), dass ich unter Schlafstörungen und Panikattacken leide und und und. Vielleicht ist dies meine Art, mich dafür zu bestrafen, dass ich mein Kind getötet habe. Ich begreife immer noch nicht, wieso mein eigenes Leben weitergehen darf und das meines Kindes so früh enden musste. Das muss ich mit Gott noch ausmachen, ich sehe seinen Plan für mich noch nicht. Aber es keimt sehr langsam wieder etwas Hoffnung auf, daran halte ich mich fest. Denn es kommen immer wieder so schlimme Zweifel an mir selbst, was für ein Mensch tut so etwas...Was passiert noch alles Schlimmes, was kommt noch auf mich zu? Darf ich überhaupt leben, sogar gut leben?

Ich versuche nun mit Seiner Hilfe, den Scherbenhaufen meines Lebens wieder zusammenzusetzen bzw. Jesus die Führung für mein Leben übernehmen zu lassen. Wir alle wissen, wie eine reparierte Vase aussieht. Vielleicht hält sie das Wasser, aber die Bruchstücke werden wir sehen. Ich wünsche Euch allen und mir von Herzen, dass wir auch in eine geklebte Vase wieder schöne Blumen stellen können und somit das Wunder von Gottes Vergebung und seiner Liebe für uns annehmen können.

Gottes Segen und Heilung für Euch Frauen und Betroffene. Wir sind alle nach wie vor von Ihm geliebt! Lest vom verlorenen Sohn…das hat mir geholfen. Wir werden unsere Kinder im Himmel wiedersehen, daran glaube ich ganz fest. Aber die Zeit erscheint mir ewig lang, ich habe irgendwie die Freude an allem verloren.
Ich bete um Heilung, aber es ist unendlich schwer.

Danke für die Geduld, den Text zu lessen. Ich wünsche Euch alles alles Gute.



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137


Name:
Lene (grandeemotione@aol.com)
Datum:Mo 16 Dez 2013 18:48:04 CET
Betreff:SCHULDIG!
 

Ich bin 37 Jahre und seit 7 Jahren zusammen und seit 4 Jahren verheiratet.
Mein Mann hat eine Tochter ( 16 J.) aus seiner 1. Beziehung, aber er darf und durfte sie seit der Trennung auch nicht mehr sehen.
Ich wollte schon immer keine Kinder und mein Mann definitiv auch kein 2. Das hat er mir von Anfang an gesagt. Unsere Beziehung war glücklich und zufrieden, bis auf den Faktor, das er seine Tochter nie sehen, sprechen etc durfte. Die Mutter sagte ihm bei der Trennung da war die Kleine 10 jahre , wenn du gehst wirst du dein Kind NIE wieder sehen, er hat es nicht geglaubt und es ist doch so gekommen!! ...und es hat sein Herz gebrochen!
Mittlererweile ist er oft übellaunig, depressiv und mir gegenüber unfair, gefühlskalt usw.
Dann wurde ich ungeplant schwanger. Pille unregelmäßig genommen, alles war wichtiger als Verhütung...!
Ich war beim Arzt und ich freute mich riesig !! Ja wirklich, von dem Moment an habe ich die kleine Erbse geliebt. Mein Mann nicht, wir redeten und redeten bzw er redete auf mich ein... Er weiss was alles auf uns zukommt und zählte tausend Sachen auf, die wir nicht mehr mit kind tun könnten. Na und habe ich mir gesagt, das muss doch machbar sein. Ganz ehrlich, ich habe nie eine riesen Problem in der SS gesehen. Also redeten wir weiter und kamen zu dem Punkt NEIN!
Ich musste wieder zum Doc und sah das kleine Herz von meiner Erbse schlagen und konnte dem Arzt nicht sagen, das ich es doch eigentlich wegmachen will... das hört sich schlimm an, aber so war es ja.Ich kam nach Hause und mein Mann fragt, wie es gelaufen ist und ich sagte ihm, ich kann es nicht wegmachen!!

Er packte seinen Koffer und verließ mich!
Er schrieb mir, ich kann Haus und Grundstück behalten, damit ich MEIN Kind grossziehen kann, aber ich sollte doch von jeglichen Unterhaltsansprüchen sowie fürs Kind und evtl. für mich abstand halten. Zusammenbruch!!!

Er kam nach ein paar Tagen wieder und ich war so froh darüber, das ich mir sagte, du kannst nicht ohne deinem Mann leben, also muss die SS abgebrochen werden.
....ich ließ es machen... erst Medikamentös! das hat nicht geklappt, meine Erbse ist weiter gewachsen ....also musste ich zur OP!
ERBSE IST ´TOT!!!


....und ich innerlich auch! Ich wurde vor die Entscheidung gestellt !
Mann oder Kind! Ich liebte beide und entschied mich für meinen Mann. Damit muss ich Leben. Es geht mir schlecht, ich bereue, ich hasse, ich will lieben, ich vermisse, ich will keine Endgültigkeit. Ich könnte nur noch heulen...ich vermisse meine Erbse so sehr...!
Ich habe Angst vor Nähe, Gefühle, vor Weihnachten, vor meiner Mutter ....wenn ich in ihre Augen sehe, möchte ich ihr alles sagen und getröstet werden. Mein Mann kann das nicht! Er wird dann gleich wieder sachlich und abgeklärt... ich brauche Halt! Ich weiss nicht mehr wer ich bin!


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136


Name:
Nadja (@nadjaoppel80@googlemail.com)
Datum:Sa 30 Nov 2013 20:09:35 CET
Betreff:Schwangerschaftsabbruch
 

Ich bin gerade auf diese Seite gestoßen und möchte hier meine Erfahrungen zu diesem Thema schildern.

Mein Schwangerschaftsabbruch war am 20.März 2012, also letztes Jahr. Ich kannte den Vater des Kindes aus meiner Stamm-Disco. Wir haben uns nur 2x getroffen. Uns war danach klar, dass sich daraus keine Beziehung entwickeln wird.

Ich hatte schon die ganze Zeit danach das Gefühl gehabt, dass es nicht gut gegangen ist. Meine Freundin brachte mir dann am 29.Februar einen Schwangerschaftstest mit, den ich sofort machte. Er war sofort positiv. Für mich brach in diesem Moment eine Welt zusammen.

Meine ersten Gedanken die mir durch den Kopf gingen, waren wie ich das alleine schaffen soll. Ich bin seit 2001 an Epilepsie erkrankt, der Vater des Kindes wohnt auch noch 120 km entfernt und ich war arbeitslos.

Meine größte Angst war es, dem Kindsvater zu sagen, dass ich schwanger bin. Das übernahm dann leider ungefragt der Freund von meiner besten Freundin. Was den Vater meines Kindes natürlich sauer machte. Er schrieb mir eine SMS und meinte, ob ich ihm nicht was zu erzählen hätte. So, haben wir kurz per SMS geschrieben. Er wollte dann wissen, wie es weitergeht. Er meinte dann "also, Kinder sind etwas schönes, aber nicht in dieser Situation". "Wenn es nach mir ginge, wäre ich für einen Abbruch". Danach war Funkstille, kein Anruf von ihm, nichts. Nur am nächsten Morgen des Abbruchs fragte er mich per SMS, ob es mir gut ginge.

Ich war mir selbst so unsicher. Bin dann zum Arzt und habe mein Kind in der 7.Woche das erste mal auf dem Ultraschall gesehen. Ich wusste danach gar nicht mehr, was ich denken oder fühlen soll.

Leider habe ich mich dann für das Falsche entschieden. Am Tag des 20.März war der Tag der Abtreibung. Ich wollte eine Vollnarkose. Ich hatte das Gefühl, mein Körper sträubt sich im Grunde dagegen, denn es klappte einfach nicht, mir einen Zugang für die Narkose zu legen. Erst per Gasmaske dann. Als ich aufwachte, war ich im ersten Moment sogar erleichtert. Aber das ging ganz schnell in Trauer über.

Ich vertraute mich im letzten Jahr einem guten Freund an. Durch unsere Gespräche spürte ich, wie sehr mich der Verlust meines Baby´s belastet. Am 3.November wäre der errechnete Geburtstermin gewesen. Also, wäre mein Kind jetzt genau 1 Jahr alt.

Ich bin seit Wochen so sehr am Ende, dass ich mehrere Nervenzusammenbrüche hatte. Ich kann nicht mehr. Das war der größte Fehler meines Lebens und niemand kann mir mein Baby zurückgeben. Ich wünschte mir so sehr, dass ich es rückgängig machen könnte, das geht aber leider nicht. Manchmal möchte ich einfach nur bei meinem Baby sein.

Durch meinen sehr guten Freund habe ich versucht Kontakt zu dem Vater aufzunehmen. Da kam aber nur, dass er sich es überlegt. Habe ihm eine Nachricht hinterlassen, die er nichtmal geöffnet hat. Ich habe die Hoffnung, dass es mir helfen könnte, durch Gespräche, leichter damit zurecht zu kommen. Aber er lässt es scheinbar aus welchen Gründen auch immer nicht zu. Ich möchte wissen, wie er darüber denkt und fühlt. Oder ob er sich nicht meldet, weil es ihm schlichtweg egal ist.

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135


Name:
BEN (anonym@hotmail.de)
Datum:Fr 22 Nov 2013 02:58:45 CET
Betreff:Ich werde es nie vergessen
 

Es ist jetzt 30 Jahre her und ich werde es nie vergessen. Habe es bei völligem Bewußtsein nur mit Betäubungsspritzen (örtlich) erlitten meine beste Freundin hielt mir die Hand und eine Schwester. Wie im Taumel habe ich es wahrgenommen und es hat weh getan. Aber die Schmerzen meiner Seele bis heute und die Selbstzerfleischung, die Schuldgefühle, was wäre geworden wenn......
Ich stelle mir heute vor mein Kind wäre jetzt 30 Jahre, Sohn Tochter ? Ich werde es nie wissen.
Ich hasse meinen damaligen Freund, der mir sagte, mit mir kannst Du nicht rechnen ich werde nicht für Dich da sein und mich zu einer Bekannten fuhr und mich dort ließ und wegging, die Bekannte sollte mir erklären wie DAS läuft in Holland, er wollte mit mir dorthin fahren. Ich habe aber dann beschlossen, daß es ganz legal in Deutschland passieren soll und nicht mit ihm womöglich im Auto alleine auf der Rückfahrt und ihm es egal wäre, wenn es mir schlecht gehen sollt.
Diese Entscheidung war die einzig richtige, aber die Entscheidung es überhaupt zu tun, oft bereue ich es, manchmal denke ich es war besser so, wie hätte ich das alles alleine stemmen sollen? Er hätte mich sitzen lassen. Warum nur ? F..... konnte er, aber dann zu mir stehen nicht.
Ich weiß sogar noch von einer anderen Frau, der es mit ihm genauso ging, sie ist inzwischen sogar tot. Ich glaube auch sie hat es nie verkraftet.

Ich kann bloß jeder raten, macht es nicht bei vollem Bewußtsein und örtlicher Betäubung, es ist zu grausam. Ich weiß nicht ob das heute überhaupt noch gemacht wird.
Es war damals eine spezielle Abtreibungsklinik.
Schwanger geworden bin ich auch NIE wieder, obwohl ich es gerne gehabt hätte und auch inzwischen festgestellt habe, daß alle Frauen von denen ich weiß, daß sie abgetrieben habten, daß sie alle später noch Kinder bekommen haben und es ihnen damit wohl auch besser ging. Sozusagen als Wiedergutmachung wenn man das so sagen kann.

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Name:
lunamy (petra.unterthor@web.de)
Datum:Do 14 Nov 2013 20:37:14 CET
Betreff:wunschkind- schwangerschaftsabbruch
 

Hallo... hab jetzt einige beitrage gelesen hier... und das ist meine geschichte...
Ich wollte nie kinder, meine freiheit war mir wichtig... doch da lernte ich meinen Partner kennen und er wünschte sich kinder... auch ich freundete mich mit dem gedanken an.. und nach einiger zeit war auch bei mir der wunsch nach einem baby groß... 2 jahre versuchten wir es vergeblich... dann gingen wir in ein kinderwunschinstitut... es sollte uns auf natürlichem wege also nicht gelingen... doch vor dem entscheidenten termin.. war ich schwanger!!! Ein wunder!!! Wir haben uns riesig gefreut, doch hatte ich ein beklemmendes gefühl.. niemandem konnte ich das erzählen.. zu gross war die angst das baby zu verlieren.. der 3 monat war vorbei.. langsam konnte auch ich mich freuen... der bauch wuchs und wuchs... vor jeder untersuchung hatte ich zwar noch immer angst dass was nicht stimmen könnte aber alles war bestens... In der 22. woche dann... bei einer routineuntersuchung wo die ärztin gerade guckte welches geschlecht.. sagte sie auf einmal da stimmt etwas nicht... wir sollen zum organscreening... an der wirbelsäule war etwas was nicht sein sollte bei unserem Mädchen... ich wusste sofort spina bifida... nein.. bitte nicht.. nein.. das kann nicht sein.. bitte nicht... es war die hölle... der verdacht wurde leider bestätigt.. ich heulte nur mehr.. ein arzt nach dem anderen machte ultraschall wieder und wieder... es wurde uns erklährt was auf uns zukommen würde.. am nächsten tag hatten wir im lkh noch einen termin bei einem spezialisten... ein Albtraum... ich spührte jana ganz deutlich.. immer und immer wieder.. wie konnte da etwas nicht stimmen.... Mein freund hatten eigentlich schon immer eine stille übereinkunft schon lange bevor wir ein baby wollten dass wenn mit dem baby etwas gravierend nicht stimmen sollte wir es nicht bekommen... da waren wir uns eigentlich beide einig.. als diese situation jetzt wirklich eingetroffen ist war ich eigentlich froh, denn beide wussten wir was zu tun ist... obwohl ich mit der situation total überfordert war.. war mir nach dem gespräch mit dem arzt klar, dass jana kein normales leben führen wird... will ich ihr das antun??? wir haben uns in der klinik noch entschieden gleich dortzubleiben.. im nachhinein ein fehler.. ich hätte mir ein paar tage zeit nehmen sollen... aber ich wollte nicht tagelange zu hause sitzen mit meiner jana im bauch sie spühren und wissen dass wir vielleicht einen abbruch machen müssen... also wurde alles gemacht, damit ich dann 3 tage später jana tot auf die welt brachte... man kann sich das nicht vorstellen wenn man das nicht selbst durchlebt hat! Jana war 27 cm groß und wog 410g.. ich konnte sie kurz halten bevor es weiter in den OP ging... mein Freund war mein Fels er stand mir immer 100% zur Seite. Am 2.11. wäre der geburtstermin gewesen.. es geht mir wirklich schlecht zur zeit.. wenn ich könnte würde ich alles rückgängig machen... mein verstand sagt es war richtig, doch mein herz sagt mir ganz etwas anderes... Ich weiss es nicht.... eines weiss ich.. NIE wieder werde ich so etwas tun... Es ist so hart... ständig denke ich Jana wäre jetzt schon hier... ihr bettchen steht noch immer im kinderzimmer... wenn ich nachts nicht schlafen kann und das ist leider fast jede nacht denke ich schöner wäre es wenn ich jetzt wegen jana nicht schlafen könnte... wir hätte sie ausgesehen? wäre ihre behinderung wirklich so stark gewesen? warum musste uns das passieren wie gemein... zuerst können wir keine kinder bekommen auf natürlichem weg, dann werd ich schwanger und dann sowas... wie unfair ist das??? ich dachte das ist die strafe weil ich eigentlich nie kinder wollte.. aber es hat jemand zu mir gesagt, ich wusste wie es kommen würde und ich wollte mich selbst davor schützen deshalb wollte ich keine kinder... Das hat mich getröstet... auch getröstet hat mich als sie gesagt hat, dass jana sich wundert warum ich sooo traurig bin, weil sie ist bei dieser Tür zurückgekommen doch hat sich sofort die nächste wieder aufgemacht und sie lebt wo anders... das ist eines von irrevielen leben... sie wollte mich ändern dafür hat sie sich geopfert... Doch trotzdem fehlt sie mir.. ich weine manchmal tagsüber und fast jede nacht... wann hört das auf? Ja, Jana hat mich verändert sehr sogar aber muss es so weh tun? Wie man sieht geht es leider vielen so...

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Name:
redSun (anonym@anonym.de)
Datum:Di 22 Okt 2013 20:57:06 CEST
Betreff:Was ist los mit mir?
 

Was ist los?

Ich hatte Anfang April einen Schwangerschaftsabbruch.

Hatte die letzten 2 Tage so ein Ziehen im Unterleib, Druck beim Sitzen oder Gehen.
Ich habe es wahrgenommen und entweder eine Zyste (bereits eine wurde entfernt) vermutet oder das ich schwanger sein könnte. Die Tendenz war die Schwangerschaft, da ich dann darüber nachdachte und mir auffiel das ich ständig müde war und auch viel geschlafen habe (wie beim ersten mal)aber auch das auch die Zigaretten anders schmeckten (bitter) gleichzeitig sagte ich mir, ich rauche weniger weil ich ja s. sein könnte.
Bin dann heute zum Frauenarzt und der konnte nichts feststellen, irgendwie war ich verwundert und kaufte mir noch einen Test, der war negativ und freuen konnte ich mich nicht richtig, da ich es vermutet habe wegen den Anzeichen.

Was ist los mit mir? Bin ich Scheinschwanger oder ist das ein Kinderwunsch?

Mir fällt auf das ich zurzeit, viele Kinder, Babys, Schwangere und überall Zwillinge wahrnehme. Oft darüber nachdenke das sie wahrscheinlich jetzt da wären aber auch in einen Gespräch mit mir stehe (...nein es ist besser so das du dich für den Abbruch....gegen die Schwangerschaft entschieden hast wegen, weil....versuch ich mich zu erklären oder dies zu rechtfertigen?)

Ich weiß das jede Entscheidung eine Konsequenz hat, das es nicht die richtige oder falsche Entscheidung gibt, es sind Tendenzen vorhanden was überwiegt richtig/falsch-gut/schlecht-dagegen/dafür.....es standen viele Punkte für den Abbruch aber nur einer dagegen bzw. für die Kinder...das ich sie lieben würde.

Es fällt mir nach wie vor schwer.. die Worte Schwanger oder Abbruch zu sagen aber zu schreiben, aber nur in Bezug auf mich....als ich aufwachte fragte ich ob es schon vorbei wäre (soo schnell??) dann habe ich ca.10 bis 20 Minuten geweint...ich fühlte mich zum einen leer, einsam aber auch frei.
Zuvor habe ich viel nachgedacht, geweint, schlaflose Nächte gehabt und bin oft aufgewacht, schlecht geträumt....es war eine schwere Entscheidung....aber auch die extremen Schmerzen machten mir Angst (aufgewacht von diesen...beim gehen) Ich hatte einen Job als Maskottchen (die natürlich rund sind) manche Passanten fragten ob ich schwanger bin, ich war so schockiert...konnte nicht damit umgehen wie sich mein Körper verändert...die enormen Schwangerschaftssymptome..die Veränderung meines Körpers...die Fragen wie soll das weiter gehen wenn es jetzt schon so ist

Jetzt ganz objektiv betrachtet, liegen noch die selben Gründe vor. Jedoch ist das Gefühl und Denken anders, wahrscheinlich ist im Grunde die Sehnsucht vorhanden, immer jedoch die Ängste auch.

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