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Name:
Bineblue (bineeberhardt@yahoo.de)
Datum:Di 01 Jun 2010 09:47:18 CEST
Betreff:Kann es nicht verkraften
 

Habe vor zwei Jahren abgetrieben, medikamentös....es war die Hölle, der größte fehler in meinem leben...kannte meinen Freund zu kurz, mittlerweile weiss ich dass wir füreinender betimmt sind und alles gut gegnangen wäre...wir hatten beide zuviele ängste aus vergangenen erfahrungen...seitdem läuft alles schief, ich bin nicht mehr die, die ich war. Wir hatten viel Stress, letztes Jahr waren wir fast getrennt, da wäre ich wieder schwanger geworden und habe diese scheiß pille danach genommen...seitdem ist alles immer schlimmer...ich konnte nicht vertrauen, nun weiss ich, dass alles gut geworden wäre...unser beider leben geht immer mehr den bach runter...ich habe seitdem so oft gehofft, doch noch einmal schwanger zu werden, habe nicht mehr verhütet, aber ich befürchte, jetzt ist es zu spät, ich bin jetzt 46 Jahre alt und habe das gefühl es ist vorbei...jetzt bin ich zu alt. Ich habe mit der Abtreibung mein leben zerstört und weiss manchmal nicht mehr weiter. Hätte ich nicht schon kinder, wäre ich extrem suizidgefährdet, so bin ich "nur" depressiv und zeitweise todunglücklich, weil ich das Geschenk Gottes nicht angenommen habe und alles zerstört habe. Ich weiss, dass Selbstvorwürfe mich nicht weiter bringen...auch, dass niemand und nichts mir helfen können, außer eine erneute schwangerschaft, aber da kommt jetzt das alter ins spiel...ich weiss nicht warum ich hier schreibe und was das bringen soll. habe es spontan gemacht, weil ich auch nicht drüber rede. Die Bezeihung zu meinem Freund ist sowieso so belastet...

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84


Name:
desiree (@jenna-0608@live.de)
Datum:Do 27 Mai 2010 04:18:15 CEST
Betreff:abbruch vor 3 jahren
 

vor drei jahren erfuhr ich, dass ich in der 8. woche schwanger war. von einem mann den ich grad mal 2 monate kannte...und ich steckte mitten in der ausbildung.
ich entschied mich total entschlossen dazu abzutreiben. wollte es schnell hinter mich bringen. ca drei wochen danach fiel ich in ein tiefes loch ... ich brach die ausbildung ab den kontakt zu meinen freunden und wollte mit keinem mehr sprechen. ich bin eine starke lebensfrohe person..immer gewesen. das mir das passiert hätte ich niemals für möglich gehalten. ich habe heute nach drei jahren einfach mal gegoogelt was das so für spätfolgen hat. brauchte ein jahr um wieder einigermaßen zurecht zu finden. ich bereue es noch heute. jetzt wo ich beruflich abgesichert bin und in einer intakten beziehung lebe und wir ein kind möchten, klappt es einfach nicht. ca 8 monate später nach der abtreibung musste ich eine neue ausschabung haben. bekam plötzlich alle zwei wochen meine periode und mein kreislauf war sehr instabil. bis ich irgendwann einfach umkippte. ich wünsche mir wirklich sehr jetzt schwanger zu werden. laut arzt ist auch alles in ordnung bei mir.a gut mein zyklus ist schonmal eine woche zu spät dran aber eigtl immer jeden monat konstant.ntweder erwisch ich nie den richtigen zeitpunkt oder meine psycho und schuldgefühle wegen damals machen mir da einen strich durch die rechnung. ich weiss auch überhaupt nicht warum ich das hier grad alles schreibe. das ist eigtl nicht meine art aber es tut grad sehr gut das einfach mal los zu werden. mittlerweile bin ich 26 und ich habe große angst davor das ich aus welchen gründen auch immer kein kind mehr bekomme werde. ist das alles normal? hab ich das alles immernoch nicht verarbeitet? wieso googel ich das ständig? sollte ich mir hilfe such? ich weiss es einfach nicht.....

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83


Name:
Thomas (frequentlyaskedquestions49@yahoo.de)
Datum:Fr 30 Apr 2010 21:10:36 CEST
Betreff:Adoption
 

Hallo...
Ich möchte euch kurz von meiner Geschichte erzählen. Meine leibliche Mutter war heroinabhängig und da sie gewusst hat, dass sie nicht so für mich sorgen könnte, wie sie gerne wollte, hat sie mich zur Adoption freigegeben. Meine Adoptiv-Eltern haben mir und meinen auch adoptierten Geschwistern eine glückliche Kindheit ermöglicht, an die ich immer noch gerne zurückdenke.
Ich bin heute 30 Jahre alt, habe eine ganz liebe Freundin und bin sehr glücklich mit meinem Leben.
Ich bin jeden Tag glücklich, dass ich geboren bin und da ich Christ bin, danke ich Gott dafür, dass ich am Leben sein kann.

Meine leibliche Mutter ist leider inzwischen gestorben. Ich hatte aber noch das Glück sie kennezulernen und mich bei ihr bedanken zu können. Nun ja, ich bin kein großer Redner, was ich nur sagen wollte: Meine leibliche Mutter hat damals die allerbeste und selbstloseste Entscheidung getroffen.

Ich möchte euch bitten über Adoption nachzudenken...
Wenn ihr noch weitere Fragen habt: Bitte scheut euch nicht zu fragen.

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82


Name:
jenny (jennykothzer@hotmail.de)
Datum:Fr 23 Apr 2010 17:03:06 CEST
Betreff:abruch
 

hi ich habe es vor ü ein jahr getan
ich war deswegen in der klinik weil ich depresief bin
wollte sogar net mehr leben
dadurch ist auch meine beziehung kaputt gegangen

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81


Name:
Layla (once07@ymail.com)
Datum:Mi 14 Apr 2010 20:17:48 CEST
Betreff:Dreifach
 

...es ist Monate her und kommt mir vor wie gestern. Ich hatte wochenlang Blutungen und habe zu lange gewartet bis ich zum Frauenarzt gegangen bin. Ich habe nicht mit einer schwangerschaft gerechnet, weil der test negativ war, ..vielleicht, weil es ein paar wochen zu früh war damit der test es erkennen konnte. Als ich erfuhr, dass ich schwanger war, war es ein schock. Ich werde nie mehr das Bild vergessen. Die kleine Hand hat sich so gar bewegt. Ich hatte noch 3 tage zeit zu entscheiden. Es war von einem Mann den ich über alles liebe, aber wir haben uns zu viel gestritten -uns gegenseitig mehr genommen als gegeben. Drei Jahre eine leidenschaftliche hin- und her Beziehung. Als wir miteinander schliefen war mehr der alkohol schuld als das Gefühl zusammen sein zu wollen. Außerdem waren die Blutungen kein gutes Zeichen, auch wenn die Untersuchungen zeigten, dass alles mit dem Kind in Ordnung ist. F. und ich lieben uns, aber konnten nicht zusammen sein, ich habe zeitgleich ein Studiumplatz der kühnsten Träume bekommen. Ich habe abgetrieben. Wochen später erfuhr ich von dem Tumor von F. Er hat höchstens noch ein Jahr zu leben. Jeden morgen zur U-Bahn geh ich an einem Kindergarten vorbei und der große Stein der Straße neben dem Eingang träg den Nachnamen von F. Warum habe ich mich gegen die Chance entschieden, den Menschen den ich liebe, ein Kind zu schenken, der bald von dieser Welt gehen wird? Es tut weh. Das Gefühl einer Schwangerschaft ist eigentlich so gewaltig schön und besonders, gepaart mit der Angst des Risiko`s und mit der Frage, ob reicht, was man zu bieten hat. Wenn es weg ist, wird einem bewusst, was man als Frau weggegeben hat. Ein gewaltigen Teil von sich selbst. Ich fühle mich nicht mehr ganz und habe einen Menschen den ich liebe, das einzige Kind genommen, was er hätte von sich auf dieser Welt zurücklassen können. Ich bin dreifach schuldig.

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80


Name:
eva (evanhantumbo@online.de)
Datum:Di 13 Apr 2010 23:17:15 CEST
Betreff:Nie wieder
 

Bei mir liegt diese schreckliche Entscheidung Jahre zurück,aber klar und im reinem mit mir selbst werde ich nie.Egal wieviel Zeit vergeht.Ich werde meine Kinder nie vergessen.Für mich kommt so eine Entscheidung nie nie wieder in Frage.Hätte alles geben um es rügängig zu machen.

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79


Name:
nicole (nkrug84@aol.com)
Datum:Mi 07 Apr 2010 20:28:24 CEST
Betreff:Fehler
 

Hallo, ich bin 25 Jahre und habe auch den größten Fehler meines Lebens gemacht. Ich habe in der 9.SSW abgetrieben. Der Vater des Kindes ist seit fast 2 Jahren in einer festen Beziehung. Mit uns fing es vor über 2 Jahren schon an. Habe erst vor einigen Wochen von seiner Beziehung erfahren. Wollte es eigentlich beenden, konnte es aber nicht. Dann wurde ich schwanger und ich habe mich zuerst nicht getraut es ihm zu sagen. Er hat es dann aber relativ ruhig aufgenommen. Hat mir dann aber sehr schnell klar gemacht, dass er das Kind nicht möchte. (Er ist ja schließlich in einer Beziehung.) Er würde den Kontakt abbrechen, wenn ich es behalte. Falls ich abtreiben würde, würde er mich so gut es geht unterstützen. Nachdem er mir lange genug vor Augen geführt hat, dass es die richtige Entscheidung ist, bin ich mit ihm zum Gespräch gegangen. 5 Tage später war die Abtreibung, wo er mich begleitet hat. Direkt danach fühlte ich mich sehr gut und dachte es war alles richtig was ich gemacht habe. Jetzt ca. 3 Wochen später geht es mir von Tag zu Tag schlechter. Ich verkrieche mich jeden Tag nach der Arbeit zu Hause und will niemanden sehen oder sprechen. Jetzt hat er den Kontakt auch noch zu mir abgebrochen und ist mit seiner Freundin in den Urlaub gefahren. Ich weiß einfach nicht mehr wie es weiter gehen soll. Habe das Gefühl ich falle immer tiefer. Es gibt nichts positives mehr in meinem Leben. Ich werde so etwas NIE wieder machen...

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78


Name:
Gine (GineW@web.de)
Datum:Sa 13 Mär 2010 20:04:12 CET
Betreff:...
 

Hallo,
ich habe mit diesen Zeile immer und immer wieder angefangen und sie auch jedesmal wieder gelöscht, weil ich den Mut nicht fand. Ich bewundere euch alle, für eure Offenheit und versuche es nun noch einmal.
Mein Abbruch ist nun 15 Tage her. Ich bin 24. Mein erstes Kind, ein Sohn, ist 4 Jahre alt. Ich habe meinen Sohn alleine großgezogen. Sein Vater hatte mich in der Schwangerschaft verlassen. ... 4 Jahre später stand ich nun wieder vor dem selben Problem. Schwanger - 10. Woche! Ja oder Nein.
Niemals hätte ich erwartet, dass ich wieder vor die Wahl gestellt werde - Abtreibung oder du kannst gehen!
Aus der Angst herraus, dass auch dieses Kind ohne Vater aufwächst, die finanziellen Sorgen, und und und habe ich mich für den Abbruch entschieden. Wahrscheinlich aber nur, weil ich feige war. Zu feige, um meinem zweiten Kind das Leben zu schenken.
Es ist jedesmal verletzend, wenn Freunde mich fragen, wie es mir geht. "Soweit ganz gut!", ist jedesmal meine Antwort. Etwas anderes wollen sie doch ohnehin nicht hören. Oder würdet ihr sagen: "Mir geht es mies. Ich weine mich Nachts in den Schlaf, werde wegen der Alpträume wach und weine mich wieder in den Schlaf!"????
Manchmal wünschte ich mir, ich würde eine Strafe bekommen, für das was ich getan habe. Kann mich nicht jemand anschreien? Muss mir jeder versuchen zu helfen, wo doch ich die jenige bin, die den Antrag bei der Kasse gestellt hat, die zum Beratungsgespräch gegangen ist, die sich eine Überweisung geholt hat und dann auch tatsächlich ins Krankenhaus gefahren ist. Wo doch ich die jenige bin, die sich ihr Kind hat nehmen lassen!!!!
Eine Freundin sagte mir am Tag danach, dass das bestimmt bald wieder besser ist. Ein bis zwei Wochen und die Sache wäre schon fast wieder vergessen. Das ist es aber nicht. Ich muss jeden Tag an meine kleine Maus denken. Wäre es ein Junge oder ein Mädchen? Blond wie Mama, oder eher dunkel wie Papa? Wie siehst du nur aus, mein Schatz?? Bestimmt wunderschön.
Ich glaube, es wäre ein Mädchen geworden. Meinem Baby habe ich den Namen Zoe gegeben. Zoe wie die Hoffnung, dass ich sie eines Tages sehe, dass ich sie eines Tages in den Arm nehmen kann, wie ich es eigentlich immer hätte tun sollen.

Für mich dreht sich die Welt weiter, für meinen Sohn sollte ich stark sein. Ich hoffe eines Tages kann ich mir das verzeihen.
Aber niemals möchte ich vergessen, dass es Zoe gibt.

Liebe Grüße und alles Gute an alle

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77


Name:
Martina Kempf (MartinaKBreisgau@aol.com)
Datum:Mi 03 Mär 2010 05:56:08 CET
Betreff:Buch zu "Leiden nach Abtreibung"
 

Nachtrag: Hiermit möchte ich nun anfragen, ob jemand bereit wäre, seine e-Mail für mein genanntes Buch zur Verfügung zu stellen. Mit vielem Dank im voraus und besten Grüßen von Martina

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76


Name:
Martina (MartinaKBreisgau@aol.com)
Datum:Mi 03 Mär 2010 04:59:38 CET
Betreff:Buch zu "Leiden nach Abtreibung"
 

An alle Frauen, die im Rahel-Forum eine e-Mail geschrieben haben.
Liebe Frauen, Eure Niederschriften im Rahel-Forum haben mich sehr bewegt und traurig gemacht.Ich bete dafür, daß Ihr alle vollständige Heilung erfahren könnt und wieder glücklich seid.
Nun habe ich nicht selbst abgetrieben, bin aber dabei, ein kleines Büchlein zur Problematik der Abtreibung zu verfassen, das den Druck deutlich machen soll, der oft vom Umfeld an Schwangere herangetragen wird. Dazu sammle ich Beispiele aus dem Leben.
Außerdem möchte ich auf die negativen Folgen der Abtreibung für die Seele und den Körper der Frauen hinweisen, dies wird in der Beratung viel zu wenig getan. Das Ziel soll eine bessere Aufklärung der Frauen sein, um sie vor diesem Schritt zu bewahren, aber auch eine bessere Orientierung der Öffentlichkeit in der Frage des Schutzes des ungeborenen Lebens. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einige von Euren E-Mails aus diesem Forum in meinem Buch abdrucken könnte, einfach als Beispiel, wie Frauen unter der Abtreibung leiden. Der Name kann natürlich verändert werden, auch Details, die Rückschlüsse auf die Person erlauben, die Anonymität soll auf jeden Fall gewahrt werden können.
Nun möchte ich Euch wünschen, daß Ihr die Liebe unseres Gottes erfahren könnt durch die Vergebung Gottes, die für jeden möglich ist. Ich wünsche Euch vollständige Heilung durch Jesus Christus, der schon lange für unsere Sünden gestorben ist, damit wir zurückfinden zu Gott. Ich glaube, daß auch die Kinder Euch vergeben und darauf warten, Euch in der Ewigkeit zu sehen, so daß alles gut wird, und ihr für immer vereint seid. Mit herzlichen Grüßen von Martina

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75


Name:
Chels (Polyphonesea@aol.com)
Datum:Mi 24 Feb 2010 13:48:40 CET
Betreff:Verzweiflung
 

Hallo,

ich hatte letzten Freitag einen Schwangerschaftsabbruch in der 12. Woche. Der Vater, bei dem ich dachte, endlich mal angekommen zu sein, ist nicht mit zu dem Termin gegangen, was mich so verletzt hat, dass ich auf seine Kontaktversuche am Freitag nicht mehr reagiert habe. Die Prozedur war so schlimm für mich.....so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Nicht, dass ich meine Entscheidung bereue - ich bin bereits 40, wollte nie Kinder und nehme wegen einer chronischen Erkrankung euch seit Jahren ein Medikament, das fruchtschädigend ist. Aber ich komme gar nicht klar mit der Sache. Nachdem ich meinem Partner klar gemacht habe kam von Vorwürfen an mich, bis zu Selbstvorwürfen und Scham alles am Wochenende von ihm. Nur gekommen ist er nicht. Und während er mich am Sonntagnacht in einem Telefonat noch beknit hat, ihm eine Chance zu geben, weil er mich liebt, meinte er gestern Morgen, dass sein Gefühl nicht ausreicht für eine weitere Beziehung. Dabei hätte ich ihn gerade jetzt so gebraucht. Ich habe noch keine Ahnung, ob und wie ich mit der ganzen Situation fertig werden soll.......und habe Angst, dass es mich immer wieder einholen wird.

VG
Chels

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74


Name:
ich bins (twix80@hotmail.de)
Datum:Do 11 Feb 2010 18:07:14 CET
Betreff:Abtreibung
 

Hallo
habe vor 10 Tagen in der 7.Woche abgetrieben was ich nun sehr bereue...ich hatte Zysten am Eierstock,wurde mit Antibiotika etc zugepumpt niemand dachte an eine mögliche Schwangerschaft nichtmalk der Frauenarzt...nun hatte ich keine Periode mehr alle Tests negativ bis zum bestimmten Datum,test schwanger 5. Woche...was tun???ich hab es wegmachen lassen und kölnnte seitdem nurnoch weinen :-( mein Freund reagierte richtig arschlochmässig auf die SSw und lies mich hängen...darum machte es keinen Sinn für mich es zu behalten...er war am Abbruchstag dabei ignorierte mich dort aber total,was noch schwerer und schlimmer war....ich werde damit einfach nicvht fertig und weiss im moment nicht wie es weiter gehen soll :-(((((bin 30 und habe einen 9 jährigen Sohn.hab mir immer schon ein 3.Kind gewünscht gehabt nun kann ich keine Babys mehr sehen

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73


Name:
Jemima (jemima3@gmx.de)
Datum:Di 19 Jan 2010 20:01:43 CET
Betreff:Ich fühle mit euch
 

Hallo am alle Frauen im Rahel Blog,
ich habe gerade ein paar Eintragungen von euch gelesen und musste nur heulen, es tut mir so leid, dass ihr das alle durchmachen müsst.
Ich habe nicht wie alle hier eine Abtreibung hinter mir, doch möchte ich das Thema der Folgen von Abtreibungen näher betrachten.
Nun kurz zu mir, ich studiere im 7. Semester Sozialpädagogik in Berlin und möchte gerne meine Diplomarbeit, ab April, zu dem Thema Folgen von Abtreibung schreiben.
Ich möchte damit auf Frauen wie euch aufmerksam machen, die nach der Abtreibung nicht wissen wohin mit dem Schmerz.
Ich würde mich deshalb freuen, wenn ich mit der einen oder anderen reden oder schreiben könnte, wie die Beratung vor der Abtreibung abgelaufen ist und ob auf Folgen aufmerksam gemacht wurde.
In Kontakt stehe ich mit dem Kaleb e.V. in Berlin.
Vielen Dank erst einmal für eure Offenheit in diesem Blog, ich bin tief gerührt von euren Schicksalen.
Ich möchte mit diesem Eitrag auch niemanden zu Nahe treten, wenn dies der Fall sein sollte, dann tut es mir leid.

Alles gute euch und Gottes Segen
Jemima

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72


Name:
nati (@feuerengelnti@hotmail.de)
Datum:Di 19 Jan 2010 19:52:32 CET
Betreff:sorry
 

ich bin einer der Frauen die es bereuen,
ich wünschte ich hätte es nicht getan
ich bin 23 verheiratet habe 2 tolle Kinder
bin Studentin
wir haben viel getan das nichts passiert wirklich
aber es ist doch mein Körper hat es wohl eher wahr genommen als ich es wollte
die Tests 2 nein der 3 ja und der Arzt ja er sagte auch es wäre nicht ok und es würde sehr wahrscheinlich abgehen
ich habe versucht nicht drüber nachzudenken und es war klar ich werde es nicht bekommen
ich habe nicht gedacht aber ich habe gefühlt mir würde ziemlich schlecht ich war nur am brechen mir ging es so schlecht ich merkte alles
ich berührte oft meinen bauch und redete mit meinen Schmetterling weiß nicht warum ich es so nannte aber ich wusste ich lass es fliegen
dann der tag morgens schlimm ich fühlte mich schlecht dann waren wir dann da ich zitterte war nicht ich es wahr schwer dann die Narkose halb weg schaute er nochmal nach und ich sah es ich sah das herz schlagen wie es sich bewegte er sagte noch ist alles ok dann war ich weg als ich aufwachte fing es schon an ich sah die Bilder und wusste das hätte ich nicht tunen dürfen aber zu spät ich habe es getötet am 16.1.2010 ist es 1 Monat her und ich leide nicht viele wissen es mit niemanden kann ich reden auch nicht meinen man ich fühle mich so alleine ich weine viel und muss ales runter schlucken wen ich alleine bin weine ich und rede mit meinen Schmetterling das es mir so leid tut und ich Beete um Verzeihung
ich will damit sagen es tut weh und ich komme nicht zurecht damit es tut mir so leid ich musste das einfach mal schreiben und hoffe das mich jemand versteht

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Name:
Michelle (sieglinde2008@yahoo.de)
Datum:So 10 Jan 2010 23:50:08 CET
Betreff:Vermisse meinen Wurm
 

Letzten Donnerstag habe ich wohl den grössten Fehler meines Lebens begangen. Ich habe mein Würmchen getötet im Glauben das richtige zu tun.
Ich selber bin 30 Jahre alt und in einer Beziehung die eigentlich nicht sein darf, zumindest die Umwelt soll nicht mitkriegen das wir ein Paar sind. Er , das ist ein 55 Jahre alter Mann der vor ca 3 Monaten seine Frau verlor. Fast sofort nach ihrem Tod hat er sich in mich verliebt. Dazu muss man sagen das wir uns schon vorher kannten, ich habe mich lange und intensiv um seine Frau gekümmert, war diejenige die sie noch ins Krankenhaus gebracht hat. Trotz dessen das er sich in mich verliebt hat, hat seine Trauer hier natürlich Raum, und seine verstorbene Frau ebenso. Leider bin ich aber trotz Verhütung schwanger geworden und am Donnerstag war die Abtreibung. Seitdem geht es mir mit jedem Tag schlechter.
Vom Verstand her dachte ich mit allem abgeschlossen zu haben, war mir sicher die richtige Entscheidung zu treffen aber nun bin ich nur noch traurig und völlig verzweifelt. Klar er konnte nicht zu mir und dem Kind stehen und dadurch das wir Nachbarn sind und ich mich mit seinen erwachsenen Kindern gut verstehe wäre es sehr schwer bis unmöglich geworden den Kontakt abzubrechen. Ich weiss alles klingt verwerflich, man könnte mich hassen, aber das hilft mir jetzt auch nicht weiter. Fakt ist einfach das seit mein Würmchen nicht mehr in meinem Bauch ist, sich alles anders anfühlt. Leer einfach und ich bin nur noch am Weinen
Er war die ganze Zeit bei mir, bzw ist jetzt noch da . Tröstet versucht mir halt zu geben aber plötzlich hasse ich ihn. Wenn er lieber den Tod meines ungeborenen Kindes in Kauf nimmt als zu uns zu stehen ist das dann Liebe?
Wenn er nur um gut dazustehen mich als seine Haushälterin ausgibt als Anhängsel, ist das dann liebe?
Wenn das Kind in seinem Leben keinen Platz hat habe ich dann einen?
Eigentlich unfaire Gedanken denn er war wirklich da als es mir total schlecht ging und wenn es mir schlecht geht aber vielleicht kann mich ja jemand von Euch verstehen
Ich sehe seine Kinder und fühle mich alleingelassen. Hätte nicht jemand von denen doch zu uns gestanden hätten sie es gewusst
Ich dachte nach dem Abbruch würde es mir leichter fallen das Lügennetz aufrecht zu erhalten aber leider wird es immer schwerer und am liebsten würde ich alle aufklären und meinem Wurm und mir damit das Recht zu trauern erkämpfen
Traurige verzweifelte Grüsse

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70


Name:
Julia (babyjule_16@web.de)
Datum:Fr 08 Jan 2010 00:56:49 CET
Betreff:...
 

Hallo,

ich lese nun schon seit einiger Zeit die Einträge von euch mit und fasse mir jetzt einfach mal den Mut auch von meiner Geschichte zu erzählen...

alles angefangen hat es im Juli 2008...habe erfahren, dass ich schwanger bin. bin in der 7.SSW. =schock!
nur ne Affaire ( anhaltend seit 3 Jahren) aber nicht fest zusammen. Ich dachte: oh nein, was machst du jetzt!? du hast doch die pille genommen und auch immer richtig, nie durchfall gehabt etc. ( heute weiß ich, dass ich eine Hormonschwäche habe, wesewegen die Pille nicht "gewirkt" hat ) war etwas überfordert und wusste nicht so recht ein noch aus. Abtreibung kam für mich eigentlich nie in Frage.... doch dann wusste ich nicht mehr wie ich mir helfen sollte. IHM habe ich nichts gesagt, er war immer sehr eigen was das Thema Kinder, SS etc.angeht. Nach langem hin und her überlegen und der tatsache, dass jetzt schon 3 Wochen vergangen waren, kam ich zu dem Entschluss: Ja, ich lasse es weg machen. das ist die einzig richtige Lösung, für alle... Was will ein Kind, dessen Vater es nicht liebt, eine Mutter die allein ist!? Ich war auch bei Pro Familia, lies mir diesen Zettel geben und mein Doc willigte ebenfalls ein.
Dann der Tag: 25.Juli 2008!!! 9:03 Uhr letztes Ultraschall-Bild ( das einzige Andenken das ich noch habe ) um 9:22 Uhr bekam ich dann die Narkose.... als ich wieder aufwachte starrte ich sinnlos und unter Tränen gefüllten Augen an die Decke... Ich wusste: mein Baby ist weg. es ist tot! ich habe es umgebracht! :-( ich fasste mir an den bauch und fühlte nichts... Da ich niemandem von dem Termin erzählt hatte, musste ich ganz alleine den heimweg antreten... zuhause angekommen lag ich 3 Tage nur im Bett. nix gegessen, kaum getrunken... Telefon, Handy aus... Ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen... mir ging es so schlecht, das ich mich mehrfach übergeben musste. erste knapp eine Woche später traute ich mich ( und auch nur in Begleitung einer Freundin ) wieder auf die Straße. wir gingen shoppen, sie brachte mich auf andere Gedanken.

Im Herbst 2008 erzählte ich dem besagten "Vater" in einem heftigen Streit von der Abtreibung. seine erste Reaktion war: hast du mir das jetzt erzählt, damit ich Mitleid habe und bei dir bleibe!? und wer sagt überhaupt das es von mir ist? ich war fassungslos... wie konnte ein mensch nur so gemein sein!? konnte er mich denn nicht verstehen?!
ich habe (s)mein Kind getötet. MEINS! es war in meinem Bauch... ahnungslos und unschuldig! :-( und ich habe es umgebracht.

Über die zeit hinweg wurde das verhältnis zwischen ihm und mir wesentlich besser... ich gestand ihm meine liebe... letzes Jahr am 25.Juli 2009 war er bei mir... ich hatte es mir gewünscht. wollte bei ihm sein, diesen Tag nicht allein verbringen. auch wenn er es nicht tat, ich hatte das gefühl wir trauern beide um unser kind! :-(
Heute sind wir fest zusammen, er gestand mir seine liebe und alles läuft super... wir sprachen sogar schon über heiraten, Kinder... er möchte welche, er sagt ich bin die Mutter seiner Kinder... ich wäre bestimmt ne gute Mutter sagt er immer... Ja, ne tolle mutter, die ihr eigenes Kind tötet dachte ich mir!

Was ich damit sagen möchte ist, auch wenn es heute, jetzt gut läuft und alles "toll" ist, bleibt doch immer Angst, Trauer, Schuldgefühle und die Hoffnung niemals wieder vor solch einer Entscheidung stehen zu müssen.
Ich kann nur jeder hier raten, überlegt es euch 1000 x. Die Sache an sich zu überwinden ist vielleicht einfach, aber der Folgeschmerz wird immer in euren herzen sitzen. Die frage was wäre es gewesen? wie hätte es ausgesehen? die zeit vergeht man denkt sich; ich hätte jetzt ein kind von einem Jahr... ich glaub ich muss jetzt aufhören, sonst falle ich wieder in dieses riesengroße Schwarze loch und es wird sehr schwer dort wieder raus zu kommen....

alles liebe und gute für euch und eure "kinder"
ps. auch wenn es sich für viele vielleicht "krank" anhört, zünde ich am tag des entbindungstermins und am tag der abtreibung eine kerze an und denke ganz fest an das kind! es hilfe ein wenig über das, was war hinweg zu kommen...

Julia
.

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69


Name:
Jessy (jessica.prinzen@web.de)
Datum:Sa 02 Jan 2010 18:08:59 CET
Betreff:Suche jemanden zum reden
 

Hallo zusammen,

Mein Name ist Jessy und ich bin jetzt 20 Jahre alt. Vor mehr als einem Jahr, habe ich abgetrieben und fühle mich immer noch nicht viel besser. Ich habe hier schon einmal einen Eintrag gemacht und ein nettes Mädchen kennen gelernt. Leider hat der Kontakt nach einiger Zeit nicht mehr gehalten. Ich bin auf der Suche nach jemanden, der Lust hat, sich per Mail zu "unterhalten" über die Ereignisse und Erfahrngen. Ich habe damals gemerkt das es wirklich hilft. Also meine Mail Adresse habt ihr ja dann. Es würde mich sehr freuen, wenn eine von euch mir schreiben würde.

Liebe Grüße

Jessy

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68


Name:
kaja (home@llooll.de)
Datum:Di 17 Nov 2009 23:11:13 CET
Betreff:hilfe nach SS- Abbruch
 

Hallo an Euch,
ich habe heute mit einer Dame von Kaleb gesprochen... ich brauche Hilfe. Es wird so schlimm, dass ich jeden Tag an mein Kind denke. Ich vermisse es sooo sooo unglaublich. Es fehlt mir in meinem Leben. obwohl die Abtreibung schon 1993 war, wird der schmerz nicht weniger, ganz im gegenteil.

Ich hab am 30.12.einen Termin bei einer Beratungsstelle und hoffe irgendwie hilfe zu bekommen. Vergessen werde ich nicht, und mir wir auch nicht vergeben ABER ich muss irendwie lernen mit dem KInd, was ich verstoßen habe, zu leben.

Ich vermisse es von ganzem Herzen udn ich vermisse es!!! Alles in mir schreit nach meinem Kind.

LG Kaja

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67


Name:
Claudia (Claudia.Sinistra@googlemail.com)
Datum:Do 12 Nov 2009 19:36:23 CET
Betreff:Ich habe Angst zur Strafe keine Kinder mehr bekommen zu können...
 

Hallo,
ich bin heute auf diese Seite gestoßen und habe die einzelnen berichte gelesen. Nun will ich auch meine Geschichte erzählen... Ich muss im voraus sagen das ich leider schon zwei Abbrüche hinter mir habe. Der erste war vor sechs Jahren, ich hatte eine Affäre und wurde schwanger. Ich wollte dises Kind in jedem Fall behalten, meine damalige Affäre war absolut dagegen und betrieb psychoterror mit mir. Ich hielt lange stand und konnte irgendwann nicht mehr. Ich entschied mich gegen das Kind uund ließ es wg machen. Meine Affäre hatte mir versprochen für mich da zu sein, das wir das gemeinsam schaffen würden, doch er ließ mich im Stich! Ich begab mich ca. sech Monate nach dem Abbruch in eine Klinik, dort arbeitete ich das Thema auf...es ging mir wieder besser und ich konnte damit leben diesen Schritt getan zu haben aber ich schwor mir nie wieder eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Seit dem sind sechs Jahre vergangen. Ich hatte vier jahre lang eine Beziehung, dann lernte ich diese Jahr im Februar meinen jetztigen Freund kennen. Es ist eine ganz starke liebe und für uns war von anfang an klar das wir Kinder haben wollten. Allerdings wollten wir warten bis ich mit meinem Examen fertig bin, das ich im März haben werde. Ich verhütete zu diesem Zeitpunkt mit Persona, da ich einen sehr regelmäßigen Zykls habe. Irgendwann haben wir dann angefangen zu schludern...wir wussten beide wenn es passiert wäre das in Ordnung. Als ich dann tatsächlich am 9. September ein postives Ergebniss in den Händen hielt spielten meine Gefühle verrückt, ich freute mich und weinte da ich mit meinre vierjährigen Beziehung noch nicht ganz abgeschlossen hatte. Aber ich war mir sicher dieses Kind bekomme ich!! Mein Freund stand absolut hinter mir und sagte das wir das zusammen schaffen. So wurde aus der Unsicherheit Freude. Ich musste ien paar mal ins Krankenhaus da ich immer wieder leichte Schmierblutungen hatte. Ich hatte eine solche Angst dieses Kind zu verlieren...aber alles war in Ordnung...und dann fingen die Zweifel und die Depression an...ich musste oft an meine vorherige Beziehung denken und dachte immer wieder...aber ich wollte doch immer mit Micha Kinder...dann war nur noch das gefühl da, dass ich es nicht schaffe, das ich alles falsch gemahct habe, das ich das Kind nicht annehemn kann...zudem nehme ich Antidepressiva die auf ein minimum reduziert wurden....es war für mich nicht mehr zum aushalten, ich hatte immer wieder Bilder im Kopf wie ich das Kind abweisen würde und schlecht behandeln würde, konnte nicht mehr richtig schlafen...aber der Gedanke an Abtreibung kam später...irgendwann war er da...einfach so....mein Freund merkte immer mehr das es mir wirklich nicht gut ging, wir redeten über die Möglichkeit eines Abbruchs und gingen dann zu einer Berstungsstelle...wir schrieben nach dem Gespräch eine pro und contra Liste und bewerteten diese mit Punkten...Ich konnte zu diesem Zeitpunkt nicht über mein Gefühl entscheiden, da beides für mich nicht mehr ging, kein Kind aber auch kein Abbruch! Deshalb die Liste...als wir sie ausgewertet hatten war die Entscheidung klar, wir würde das Kind ncht bekommen. Mir ging es dann etwas besser da ich/wir endlich eine Entscheidung getroffen hatten. Erst sollte es ein medikamentöse Abbruch werden...am Tag des Abbruchs entschied ich mich dagegen und suchte mir einen anderen Arzt. Dort fühlte ich mich gut aufgehoben und in meiner Entscheidung aktzeptiert. Wir ließen den Eingriff vornehmen...als ich mit meinem Freund im Wartezimmer saß weinten wir..ich konnte einfach nicht glauben das ich es schon wieder tun würde, hatte aber auch keine Kraft aufzustehen um zu gehen. Dann war es soweit ich wurde in den OP geführt und mir wurde die Narkose gesetzt...als ich wieder erwachte weinte ich. Mein Freund war aber da und tröstete mich.
Eine Woche ging es mir gut damit...aber ab der zweiten Woche bekam ich heftige Schuldgefühle und konnte es einfach nicht glauben was ich schon wieder getan hatte. Seit dem geht es mir sehr schlecht, mein Freund und ich haben schon heftig deshalb miteinander gestritten, da er auch nicht mehr kann bzw. nicht richtig aufmachen kann. Ich wünsche mir jeden Tag es rückgängig machen zu können aber ich weiß es geht nicht...ich fühle mich leer mir fehlt etwas ganz besonderes mein Kind...und jeden Tag stelle ich mir die Frage: "Warum hatte ich nicht genug Kraft...wie konnte ich das tun..ich Fassungslos über mich selbst. Wenn ich beim arbeiten bin, bin ich abgelenkt und denke nicht so viel darüber nach, doch sobald ich im Zug sitze und wieder daheim bin geht es los... Warum, warum...um Gottes Willen warum habe ich das schon wieder getan...ich habe nur noch einen Gedanken...ich will wieder schwanger sein...in der Hoffnung das ihre Seele damit zurück kommt....ich hab Ansgt keine Kinder mehr bekommen zu können, das ich meine einzige und letzte Chance vertan habe....ich weiß nicht mehr weiter, ich hoffe nur das ich mir das eines Tages verzeihen kann...
Über antworten oder Erfahrungen von euch würde ich mich sehr freuen...fühle mich sehr allein..

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Name:
Gabi (gabiherrmann@gmx.de)
Datum:So 01 Nov 2009 11:43:19 CET
Betreff:9 Jahre danach
 

Hallo an euch,
heute nacht, nach 9 Jahren, hatte ich einen Traum. ich befand mich mit einigen anderen Frauen in einem Raum, und wir hatten alle einen Schwangerschaftsabbruch hinter uns. Ich fühlte mit den Händen meinen Bauch - er war leer. Ich wachte auf, aus diesem Traum, und dachte sofort an die Zeit vor 9 Jahren.... es war nicht nur der gleiche Monat, es war der Tag an dem ich mein Ungeborenes habe "wegmachen" lassen.

Es ist nicht so dass ich mich schäme, es ist so dass ich mich als Versagerin erlebe. Ich hatte vor 23 Jahren schon einen Abbruch.
Beide Abbrüche lassen mich nicht los. Ich lasse sie nicht los, weil ich es so gerne rückgängig machen möchte.
Ich habe zwei Kinder, bin sehr lange alleinerzeihend. Die beiden sind inzwischen groß, und ich vermisse unser Nesthäkchen, wo ich glaube es hätte zur Welt kommen sollen!

Der erste Abbruch war die reinste Hölle. Ich war Anfang 20, mein Freund noch jünger und mitten in der Karriereplanung. Ich wollte das Kind, er bearbeitete mich tagtäglich um mich zum Abbruch zu bewegen. Ich wehrte mich so gut ich konnte - und die Zeit verging. Dann kamen immer mehr Ängste, und ich hatte Angst alleine mit einem Kind zu sein. Damals wand ich mich vertrauensvoll an meine Mutter, die riet mir zum Abbruch damit ich mir mein Leben in Ruhe aufbauen könne. Es sei nicht schlimm, meinte sie. Ich war in der 12. Woche als ich dem Psychoterror meines Freundes erlag und zu einer Ärztin ging, von der ich wusste sie würde einem Abbruch zustimmen. Sie machte einen Termin in einer Privatklinik. Dort befand ich mich mit ca. 10 anderen Mädchen/ Frauen in einem Zimmer. Eine nach der anderen wurde in den Keller geschoben, und kam danach wieder rauf. Mir ging es schlecht. Dann war ich dran. Danach war ich leer. Am nächsten Tag bekam ich Fieber, am übernächsten Tag wurde das Fieber noch schlimmer und der Arzt schien besorgt. Ich bekam Medikamente. Eine Woche lag ich da, mein Freund besuchte mich und schimpfte dass er endlich in Urlaub will! Ich heulte nur noch.
Drei Monate später trennte ich mich von ihm und zog aus der gemeinsamen Wohnung aus.

Vor 9 Jahren begann ich wieder den gleichen Fehler. Meine Partnerschaft war nicht gut, und doch hatte ich das gefühl ich liebe diesen Mann. Er war nicht der Vater meiner Kinder, und er brachte auch nicht viel in unser Familienleben ein. Als ich dann schwanger wurde und es ihm sagte, schaute er nur aus dem Fenster. Dabei freute ich mich auf unser gemeinsames Kind, wurde aber jäh aus meinen Träumen von einer gemeinsamen familie gerissen.
Er hätte mich aber nicht zu einem Abbruch aufgefordert, aber er hatte auch keine gemeinsame Zukunftsvision. Wir wohnten nicht mal zusammen.
Und wieder diese Angst alleine, nun mit drei Kindern, dazustehen.

Es war immer die Angst dass ich das nicht schaffen würde. Ich war froh dass ich es mit den Beiden, die da waren, es hinbekomme. Ich glaubte dass ich mehr Kraft nicht aufbringen könnte.

Zurückblickend muss ich sagen dass ich in beiden situationen nicht einen Mensch kannte, der mir zur Seite gestanden wäre um mich zum Austragen des Kindes ermutigt hätte. Im Grunde hieß es immer: das musst du alleine entscheiden. Und das stimmt ja auch irgendwie.

Pro Familia meinte: Sie haben doch schon zwei Kinder,und wenn die Situation jetzt so schlecht ist dann sparen sie sich doch das dritte!
Heute meine ich immer, dass die mich damit irgendwie provozieren wollte.... das ich mich hätte besinnen sollen.
ich weiß es nicht.
Ich weiß nur dass ich es nicht wieder tun würde, und dass ich jeder anderen in dieser situation versuchen würde zu helfen dass sie das Kind behält.

Ich muss damit leben. Jedes Jahr um diese Zeit werde ich depressiv, und erst weiß ich gar nicht warum es mir so schlecht geht. Bis ich dann erkenne dass wieder ein Jahr vorbei ist und überlege wie alt mein Kind nun wäre.
Ich vermisse es. In diesem Leben werde ich es nie kennen lernen. Aber ich darf mich deswegen nicht aufgeben! Nur weiß ich, dass ich nie mehr so unbelastet sein kann wie vor dem Abbruch, den Abbrüchen.

Danke fürs Lesen! und viel Kraft für alle die in einer ähnlichen Lage sind, oder die kurz vor einer Entscheidung stehen!
Alles Gute für euch.

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